02.01.2023  LIQUI MOLY HBL

"DKB Spieler des Monats Dezember": Die 7 Kandidaten

Bevor die Handball-Weltmeisterschaft mit zahlreichen Stars der LIQUI MOLY HBL startet, haben sieben Spieler die Chance, sich für ihre herausragenden Leistungen im Dezember mit dem Titel "DKB Spieler des Monats" zu belohnen. Unter die Nominierten sind drei „Wiederholungstäter“ aus dem November, unter anderem Magnus Saugstrup, der bei der vergangenen Wahl die meisten Stimmen bekommen hat. Außerdem sind erstmalig Akteure der MT Melsungen und des Aufsteigers ASV Hamm-Westfalen mit dabei. Wer den Titel erhält, entscheiden wie immer die Fans. Abgestimmt werden kann bis Donnerstag, 5. Januar 2023, 15 Uhr.

Torhüter: Adam Morawski (MT Melsungen)

Der polnische Nationaltorhüter hatte in der Hinrunde bei der MT Melsungen häufig das Nachsehen hinter Nebojsa Simic, weshalb die Einsatzzeiten des Neuzugangs gering waren. Im Dezember teilten sich Simic und Morawski die Spielzeit nahezu gleichmäßig auf. Das neue Gesicht im MT-Tor kam bei der 24:22-Niederlage gegen den THW Kiel und beim 31:28-Erfolg über GWD Minden zum Einsatz.

Morawski stellte besonders gegen Rekordmeister Kiel seine Extraklasse unter Beweis und drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Er brachte die Zebras zur Verzweiflung, indem er zwanzig Torchancen der THW-Spieler vereitelte und mit einer 45,5%-Haltequote das Tor vernagelte. Der 28-Jährige bestritt sein bestes Saisonspiel gegen ein Team, welches aktuell eines der besten in der LIQUI MOLY HBL ist. Sein Spieltags-HPI lag bei 85.

Beeindruckt von dieser Leistung bekam er von Roberto Garcia Parrondo im darauffolgenden Spiel gegen GWD Minden den Vortritt vor Simic und war erneut mit 13 Paraden ein spielbestimmender Faktor. Morawski hatte großen Anteil am 31:28-Sieg. Insgesamt kam Morawaski im Dezember innerhalb von zwei Spielen auf 33 Paraden, mehr als die Hälfte seiner gesamten Paraden in der laufenden Saison (62).

Durchschnittlicher HPI: 80
Spiele: 2
Spielzeit: 118:18 Min
Paraden: 33
Paradenquote: 38,8%
Parade Gegenstoß: 1

Linksaußen: Emil Jakobsen (SG Flensburg-Handewitt)

Der Dezember ist sowohl für die SG Flensburg-Handewitt als auch für ihren besten Torschützen ein sehr erfolgreicher Monat gewesen. Sechs Punkte aus vier Spielen hat die SG im Dezember eingefahren (31:30-Niederlage gegen SC DHfK Leipzig, 18:31-Sieg gegen Bergischen HC, 36:23-Sieg gegen THW Kiel und 34:24-Sieg gegen HSG Wetzlar).

Emil Jakobsen war in jedem Spiel, das die Flensburger im Dezember gewonnen haben, der erfolgreichste Torschütze. Besonders bemerkenswert ist seine Leistung gegen den THW Kiel: Als die SG den Sensationssieg mit 13 Toren Differenz holte, steuerte Jakobsen acht Tore dazu bei. Von Vereinsseite aus ließ die Anerkennung seiner Leistung daraufhin nicht lange auf sich warten. Vier Tage danach gab die SG bekannt, dass sie den Topscorer langfristig halten möchte und hat seinen Vertrag bis 2026 verlängert.

Davon beflügelt machte Jakobsen in der darauffolgenden Partie gegen die HSG Wetzlar eines seiner besten Saisonspiele. Wiederholt erzielte er für die SG acht Tore, dieses Mal mit einer perfekten Wurfquote.

Durchschnittlicher HPI: 78
Spiele: 4
Tore: 26
Wurfquote 7m: 80%
TG-Tore: 7/7
Wurfquote: 76,5%

Rückraum Links: Lasse Möller (SG Flensburg-Handewitt)

Nicht nur auf der Linksaußen-Position stellt die SG Flensburg-Handewitt den nach dem Handball Performance Index besten Spieler der Liga im Dezember. Auf Rückraum-Links hat es mit Lasse Möller ebenfalls ein SG-Akteur geschafft, Kandidat bei der Wahl zum „DKB Spieler des Monats“ zu werden. Möller hat im Dezember drei von vier Spielen der SG absolviert. Im letzten Spiel des Jahres gegen die HSG Wetzlar setzte der Däne aus.

Gegen Leipzig, den BHC und Kiel zeigte er eine souverän starke Leistung ohne Ausreißer nach unten. Das spiegelt sich in seinen stabilen Spieltags-HPIs wieder (77, 79, 74). In Leipzig erzielte er zum zweiten Mal in dieser Saison acht Tore, womit der beste SG-Torschütze des Spiels seinen Bestwert einstellte. Mit zusätzlichen drei Assists war er sogar an insgesamt elf – und damit an einem Drittel – aller SG-Tore direkt beteiligt. Auch im Spiel darauf überzeugte der 26-Jährige: Möller machte gegen den Bergischen HC mit einem HPI von 79 sein bis dato bestes Spiel der Saison. Mit insgesamt 17 Toren in drei Spielen, war er nicht nur einer der erfolgreichsten Flensburger Torschützen, sondern zeichnete sich zusätzlich als hervorragender Assist-Geber (6) aus.

Durchschnittlicher HPI: 77
Spiele: 3
Tore: 17
Tore RR fern: 11
Wurfquote: 63%
Assists: 6

Rückraum Mitte: Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen)

Juri Knorr ist einer der Wiederholungstäter bei der Wahl zum "DKB Spieler des Monats". Der junge Löwen-Spielmacher hatte bereits im Vormonat den besten HPI-Wert auf seiner Position und stand damit zur Wahl. Bei der Abstimmung hat es für Knorr nicht zum Titel gereicht, er sicherte sich aber einen Platz auf dem Treppchen.

Bereits im November hat Knorr mit überragenden Werten auf sich aufmerksam gemacht. Im darauffolgenden Monat hat er sich dann noch einmal selbst übertroffen und war der Erfolgsgarant bei den Löwen-Spielen im Dezember (29:32-Sieg gegen VfL Gummersbach, 36:33-Sieg gegen FRISCH AUF! Göppingen, 23:29-Sieg gegen HSG Wetzlar und 37:27-Sieg gegen ASV Hamm-Westfalen).

Knorr holte mit den Löwen die perfekte Punkteausbeute. Kein Spieler aus dem gegnerischen, oder dem eigenen Team schaffte es in den vier Spielen, mehr Tore als er zu werfen. Mit 15, elf, neun und nochmals elf Treffern in den Spielen erzielte er im Dezember 46 Tore für seine Mannschaft und übertraf sich damit zum Vormonat um zehn Tore – und das sogar mit einem Spiel weniger (36 Tore in 5 Spielen statt 46 in 4 Spielen). Durchschnittlich erzielte er im Dezember 11,5 Tore pro Spiel. 

Es schien, als würde Knorr sich im Dezember in die ultimative Form für die bevorstehende WM spielen wollen: Gegen Gummersbach erzielte der 22-Jährige mit 15 Treffern sowohl die meisten Tore des Spieltags als auch einen neuen Tore-Bestwert der Saison. Ersteres gelang im darauffolgenden Spiel gegen Göppingen erneut. Wie es sich für einen guten Spielmacher gehört, glänzte Knorr nicht nur selbst, sondern setzte auch seine Nebenmänner gekonnt in Szene. Insgesamt war er neben den eigenen Toren an 18 weiteren beteiligt. Doch damit nicht genug. Nach zwei Spielen war er als erfolgreichster Mittelmann in der Mannschaft des Spieltags und seinen Durchschnitts-HPI verbesserte er, im Vergleich zum Vormonat, um zwei Punkte (von 78 auf 80).

Durchschnittlicher HPI: 80
Spiele: 4
Tore: 46
Tore pro Spiel: 11,5
Tore vs. GUM: 15
Assists: 18

Rückraum Rechts: Andreas Bornemann (ASV Hamm-Westfalen)

Erstmalig in dieser Saison ist auch ein Spieler des Aufsteigers ASV Hamm-Westfalen nominiert für die Wahl zum "DKB Spieler des Monats". Andreas Bornemann hat sich vor allem durch eine ausgezeichnete Leistung am 15. Spieltag in diese Auswahl gespielt. Als Aufsteiger hat es der ASV Hamm-Westfalen seit Beginn der Saison nicht leicht und muss 100% Qualität abrufen, um in der LIQUI MOLY HBL Punkte zu ergattern. Die Gegner im vergangenen Monat hießen TSV Hannover-Burgdorf (29:29-Unentschieden), Handball Sport Verein Hamburg (32:25-Niederlage), TBV Lemgo Lippe (25:30-Niederlage) und Rhein-Neckar Löwen (37:27-Niederlage).

Anfang Dezember gelang dem ASV der nächste Punktgewinn, auf den lange hingearbeitet wurde. Auch wenn das Remis gegen die Recken eine Mannschaftsleistung war, ist ein Akteur herausgestochen: Andreas Bornemann. Der HPI des 28-jährigen Rückraumspielers war herausragend! Er machte an dem Tag das beste Spiel in seiner HBL-Karriere. Sein bisheriges Maximum an Toren pro Spiel übertraf er um fünf Tore. Neun der insgesamt 29 ASV-Toren erzielte Bornemann, hinzu kamen zwei Assists, die elf Torbeteiligungen gegen die Recken bedeuteten und ihm zu seinem besten HPI (88) in der „stärksten Liga der Welt“ verhalfen. Dieser war nicht nur sein persönlich höchster Wert, es war ebenso der beste Handball Performance Index aller LIQUI MOLY HBL Spieler am 15. Spieltag.

Im Dezember verhalf Bornemann dem Aufsteiger zu durchschnittlich 6,5 Treffern pro Spiel und konnte auch in der Abwehr mit zwei Blocks zusätzliche Akzente setzen.

Durchschnittlicher HPI: 74
Spiele: 4
Tore: 22
Assists: 4
Blocks: 2
HPI vs. HAN: 88

Rechtsaußen: Hans Lindberg (Füchse Berlin)

Hans Lindberg hat es zum dritten Mal in Folge als bester Rechtsaußen der Liga in die Auswahl zum „DKB Spieler des Monats“ geschafft. Der Spieler des aktuellen Tabellenführers ist mit seinen 41 Jahren besser denn je. Dass er aktuell mit 118 Toren zweitbester Torschütze der Liga ist, ist bereits beachtenswert. Dass er die Summe an Toren mit einer durchschnittlichen Trefferquote von 81,4% erzielt hat und damit statistisch weitaus effektiver ist als alle anderen Torschützen, die in der Liste so weit oben stehen, ist noch beachtlicher.

Darüber hinaus hat Lindberg im letzten Spiel des Jahres 2022 den zweiten Platz der ewigen Torschützenliste in der Handball-Bundesliga erreicht! Ihm fehlen jetzt nur noch knapp 30 Tore, um der erfolgreichste Torjäger in der Bundesliga-Geschichte zu werden.

Im Dezember haben 35 Tore seinen Wert in dieser Liste nach oben geschraubt. Gegen Erlangen (28:30-Sieg) netzte er neunmal ein, gegen Magdeburg (31:32-Niederlage) sechsmal, gegen Gummersbach (28:30-Sieg) zehnmal und gegen Leipzig (28:22-Sieg) erzielte er ebenfalls zehn Tore. Dieser Summe an Toren stehen nur vier Fehlwürfe gegenüber, seine durchschnittliche Wurfquote im Dezember lag bei knapp 90%. Dadurch ergab sich ein durchschnittlicher HPI von 82, mit welchem er die Kandidatenliste zum „DKB Spieler des Monats“ als statistisch bester LIQUI MOLY HBL Spieler anführt.

Durchschnittlicher HPI: 82
Spiele: 4
Tore: 35
Wurfquote 7m: 88,9%
Tore vom Kreis: 7/7
Wurfquote: 89,7%

Kreismitte: Magnus Saugstrup (SC Magdeburg)

Der „DKB Spieler des Monats“ November hat die Chance, seinen Titel zu verteidigen! Bereits zum dritten Mal in dieser Saison ist Magnus Saugstrup, Kreisläufer des SC Magdeburg, für diese Wahl nominiert. Damit ist er zusammen mit Hans Lindberg in dieser Spielzeit der Einzige. Beim Blick auf das HPI Dashboard ist das wenig verwunderlich, denn Saugstrup führt dieses mit einem durchschnittlichen HPI von 80 über die gesamte bisherige Saison an.

Sein Durchschnitts-HPI des vergangenen Monats, als er für den SCM gegen Lemgo (37:33-Sieg), Berlin (31:32-Sieg), Erlangen (31:28-Sieg) und Göppingen (33:29-Sieg) auf der Platte stand, liegt bei 82. Saugstrups anhaltende Kontinuität in seiner Leistung, die er bereits die gesamte Saison abruft, war im Dezember exemplarisch. In allen vier Spielen erzielte der Kreisläufer sechs Tore, seine Trefferquote lag bei durchschnittlich 77%. Am 17. und 18. Spieltag schaffte er es jeweils in die Mannschaft des Spieltags, als er zusätzlich zu seinen Toren auch noch eine beachtliche Defensivarbeit im Innenblock leistete und vier Torwürfe blockte.

HPI: 82
Spiele: 4
Tore: 24
Wurfquote: 77,4%
Assists: 3
Blocks: 4

29.09.2021 -

Handball Performance Index: Datenbasiert, transparent, fair!

Datenbasiert. Transparent. Fan-Orientiert. Zur Saison 2020/21 führte die Handball-Bundesliga GmbH einen neuen Maßstab zur Leistungsbewertung aller Spieler der LIQUI MOLY HBL ein. In Kooperation mit der Deutschen Kreditbank AG und ausgewählten Experten aus dem Spitzensport und der Wissenschaft wurde der Handball Performance Index konzipiert, der anhand ausgewählter Statistiken aller Akteure die sportlichen Leistungen auf sämtlichen Positionen bewerten, analysieren und vergleichen lässt. Zur Saison 2021/22 erfolgt die Weiterentwicklung des HPI, insbesondere in Form einer neuen Werteskala.

Veränderungen zur Saison 2021/22 - Der HPI 2.0:

Der HPI 2.0 wurde im Rahmen eines Workshops unter Beteiligung von namhaften Experten aus den Bereichen Leistungssport, Wissenschaft und Medien von der LIQUI MOLY HBL in Zusammenarbeit mit Partner Deutsche Kreditbank AG (DKB) entscheidend weiterentwickelt.

Im Sinne eines einfacheren Zugangs für Sportinteressierte und um Leistungen unterschiedlicher Positionen noch besser vergleichen zu können, werden zukünftig die Werte der Spieler auf einer Skala zwischen 50 und 100 abgebildet. Die Berechnung aus positiven und negativen Aktionen bleibt bestehen. Der Minimal- und Maximalwert der jeweiligen Positionsgruppe aus der Vorsaison bilden den Korridor, in welchem alle neuen Werte ins Verhältnis gesetzt werden. So hatte zum Beispiel „DKB MVP“ Jim Gottfridsson in der Saison 2020/21 gegen die Eulen Ludwigshafen mit 205 den besten HPI eines Rückraumspielers. Dieser Wert stellt für die Rückraumspieler in der Saison 2021/22 die magische 100 dar.

Darüber hinaus wurde anhand der Expertise der Workshop-Teilnehmer auch die Bewertung einzelner Aktionen punktuell angepasst. Technische Fehler fallen nun zum Beispiel weniger negativ ins Gewicht, Zeitstrafen hingegen etwas mehr. Ähnlich verhält es sich bei der Gewichtung von Paraden und Toren. Aufgrund leicht veränderter Treffer-Wahrscheinlichkeiten wurden auch hier leichte Anpassungen vorgenommen.