11.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Keine Chance im Westfalenderby: ASV Hamm feiert Auswärtssieg in Hagen

Der 34. Spieltag hatte ein richtiges Lokalderby zu bieten, der ASV Hamm-Westfalen war zu Gast in der Krollmann Arena. Die Vorzeichen waren klar, die Eintracht steckt mitten im Abstiegskampf und hat die letzten vier Spiele nicht gewinnen können, Hamm dagegen reiste mit zuletzt drei ungeschlagenen Spielen als Tabellenvierter an. Dieses Selbstbewusstsein konnte der ASV durch den Start-Ziel-Sieg weiter ausbauen. ,,Es war ein verdienter Sieg für Hamm, wir haben wichtige Bälle frei verworfen”, so der VfL-Trainer Niels Pfannenschmidt.

Die erste Halbzeit war geprägt von Nervosität und guten Torhütern auf beiden Seiten. Vorallem Nils Dresrüsse erwischte einen Sahnetag und hielt des öfteren den VfL mit starken Paraden im Spiel. Beim Stand von 3:7 nahm Pfannenschmidt eine Auszeit, um seinen Männern Mut zuzusprechen. Man fand keine wirklichen Lösungen gegen die gute Abwehr des ASV und das Fehlen von Rückraumschütze Jan Gaubatz wiegte immer schwerer. ,,Die Tiefschläge waren symptomatisch für die letzten Spiele. Hinzu kam, dass wir Gaubi nicht ädaquat ersetzen konnten”, resümierte der Ostwestfale. Die Eintracht rührte zumindest hinten Beton an, so dass es mit einem torarmen Halbzeitergebnis von 8:12 in die Halbzeit ging.

In der zweiten Halbzeit war das gegenseite Abtasten dann vorbei. Die Eintracht kam immer wieder durch den gut aufspielenden Valentin Schmidt zum Torerfolg und konnte beim Hammer Torerfolg kontern.. Leider stand die Abwehr, trotz einer Umstellung in der 44. Minute, nicht mehr so stabil wie im ersten Durchgang, so dass es der Eintracht nie gelang, den Rückstand zu verkürzen. Für den VfL-Trainer ausschalggebend, dass ,,wir nie richtig ran kamen. Bei der Umstellung auf den siebten Feldspieler sind wir zu besseren Tormöglichkeiten gekommen, aber darunter litt komischerweise unser Tempospiel. Valentin hat es richtig gut gemacht und uns mit seiner individuellen Qualität im Spiel gehalten.” Spätestens bei dem zwischenzeitlichen 20:27 in der 57. Minute war allen Zuschauern in der gut besuchten Krollmann Arena klar, dass der ASV Hamm-Westfalen heute eine Nummer zu groß sein sollte.

Foto: Jonas Oberste-Berghaus