28.09.2018  2. Handball-Bundesliga

Der Freitag in der 2. HBL: Fernduell um die Tabellenspitze

Mit einem Spiel mehr rangiert TuSEM Essen aktuell auf Platz 1 der 2. Handball-Bundesliga, dicht gefolgt vom HSC 2000 Coburg. Am heutigen Freitagabend gilt es für beide Teams die anstehende Auswärtsaufgabe zu lösen. Während sich die Essener im Derby bei den Vikings beweisen müssen, geht es für Coburg zu Absteiger Hüttenberg. Der HSV Hamburg will den Aufwärtstrend der letzten beiden Spiele fortsetzen und beim bisher sieglosen HC Elbflorenz punkten. In Dormagen treffen zwei Aufsteiger aufeinander, zudem empfängt Aue den TV Emsdetten.

19:00 Uhr: EHV Aue - TV Emsdetten

Sowohl der EHV Aue als auch der TV Emsdetten wissen noch nicht so richtig, wo sie in dieser Spielzeit der 2. Handball-Bundesliga stehen. Während der EHV mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen gut in die Saison gestartet war, setzte es gegen die Topteams aus Coburg und Essen zuletzt zwei Niederlagen. Besonders die Partie in Essen vergangene Woche stellte sich als enorm bitter heraus, da man das Spiel zum einen in letzter Sekunde verlor und zum anderen im Anschluss auch noch zwei verletzte Spieler zu beklagen hatte. Für den TV Emsdetten stellt der Auftritt in Aue das erste Auswärtsspiel der Saison dar. Nachdem der TVE im Derby gegen Nordhorn am 1. Spieltag sang- und klanglos untergegangen war, versöhnte man die heimischen Zuschauer mit Siegen über die Vikings und Lübeck-Schwartau. Jetzt muss sich das Team um den zuletzt stark aufspielenden Mittelmann Merten Krings aber auch in fremder Halle beweisen. In der vergangenen Saison konnte sich der TV Emsdetten mit einem knappen 24:25-Auswärtserfolg beide Punkte sichern. Im Rückspiel teilten sich beide Mannschaften die Punkte. Auch am heutigen Abend dürfte wieder ein spannender und enger Kampf um zwei wichtige Zähler bevorstehen.

Links zu den Spielen

Der Handball Sport Verein Hamburg ist in der 2. Handball-Bundesliga angekommen. Nachdem das Team von Toto Jansen zu Beginn der Spielzeit drei Niederlagen einstecken musste, konnten zuletzt zwei sehr deutliche und überzeugende Heimsiege gegen Hamm und Dessau gefeiert werden. Vor allem die Defensive der Hamburger stellte sich in diesen beiden Partien als echtes Abwehrbollwerk heraus. Nun sollen für den HSV auch die ersten Auswärtspunkte her. Gegner ist mit dem HC Elbflorenz der aktuelle Tabellenneunzehnte der Liga, der in den ersten fünf Partien der noch jungen Saison noch keinen Sieg einfahren konnte. Festgehalten werden muss allerdings auch, dass es das Auftaktprogramm der Dresdner mal so richtig in sich hatte. Umso größer wird der Wille der Hausherren sein, endlich das erste richtige Erfolgserlebnis feiern zu können. Steigern müssen sich die Gastgeber dafür vor allem in der Offensive, so konnte man in den zurückliegenden fünf Partien maximal 26 Treffer erzielen. Und ausgerechnet der HSV rührte zuletzt in der Defensive Beton an...

Der TSV Bayer Dormagen und der TV Großwallstadt sind alte Bekannte. Nachdem sich beide jahrelang in Bundesligaspielen gegenüberstanden, mussten beide Vereine allerdings in den letzten Jahren zwischenzeitlich kleinere Brötchen backen. Nun geht es im Aufsteiger-Duell zwischen Dormagen und Großwallstadt für beide Mannschaften um zwei ganz wichtige Zähler auf der Habenseite. Vor allem die Gäste aus Großwallstadt stehen nach zuletzt drei Niederlagen und nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen unter Druck. Doch auch der TSV will nach der 16 Tore Packung in Coburg Wiedergutmachung betreiben und sich mit dem möglichen dritten Saisonsieg ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen verschaffen. Entscheidend wird vor allem sein, wie und ob die Hausherren die Verletztenmisere in den Griff bekommen. In Coburg standen TSV-Trainer Ulli Kriebel gerade einmal drei Rückraum-Akteure zur Verfügung. Der TVG, der sich trotz dreier Niederlagen bisher recht ordentlich verkauft und besonders kämpferisch überzeugt hat, geht zwar als Außenseiter in die Partie am Abend, ist aber sicherlich nicht ohne Chance.

Blickt man auf die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga dürfte die Favoritenrolle im Derby zwischen den Rhein Vikings und TuSEM Essen klar verteilt sein. Der aktuelle Tabellensiebzehnte empfängt im Castello den momentanen Ligaprimus. Doch Achtung: Bereits in der vergangenen Saison gingen die Essener in beide Partien favorisiert, als Sieger konnten jeweils die Vikings die Platte verlassen. Das weiß auch TuSEM-Trainer Jaron Siewert, der den herausragenden Sieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Dienstag vergolden will: "Die Vikings spielen eine gute Deckung und haben durch die Neuzugänge jetzt auch ihr Tempospiel intensiviert. Wir sind gut drauf, wollen im Derby den nächsten Sieg einfahren und die Tabellenführung verteidigen. Bei diesem Vorhaben zählen wir wieder auf die super Unterstützung durch unsere Fans."

Für die Hausherren wird es von enormer Bedeutung sein, das zuletzt sehr starke Tempospiel des TuSEM in den Griff zu bekommen. Im Positionsangriff der Gäste ist der Vikings-Defensive definitiv einiges zuzutrauen. Doch auch in der eigenen Offensive müssen die Mannen von Trainer Ceven Klatt eine Schippe drauflegen. 19 Tore, die zuletzt auswärts beim VfL Lübeck-Schwartau erzielt wurden, werden gegen den Tabellenführer nicht ausreichen.

Ist der Knoten beim TV Hüttenberg geplatzt? Das ist die große Frage, die sich vor dem Duell zwischen dem Bundesligaabsteiger und dem HSC 2000 Coburg stellt. Nach drei Niederlagen und einer Punkteteilung zum Auftakt der Saison konnte der TVH am vergangenen Samstag endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Mit 22:26 war man beim Wilhelmshavener HV erfolgreich. Um auch gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Coburg bestehen zu können, muss das Team von Trainer Emir Kurtagic allerdings noch mindestens einen Gang zulegen. Der HSC ist mit vier Siegen und einem Remis bei den Vikings in die neue Spielzeit gestartet und hat damit gleich zu Beginn die Aufstiegsambitionen untermauert. Vor allem das momentane Torverhältnis der Coburger von 154:119 spricht eine deutliche Sprache und zeigt, dass die Mannschaft um Trainer Jan Gorr derzeit in absoluter Topform ist. Die Auswärtsaufgabe beim TV Hüttenberg dürfte für den HSC 2000 Coburg dennoch kein Spaziergang werden. Mit einem Sieg wären die Hausherren endgültig in der neuen Saison angekommen.

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Foto: Worm