19.05.2019  2. Handball-Bundesliga

HSG unterstreicht Aufstiegsambitionen - Buhrmester bringt TuS-Angreifer zur Verzweiflung

Nichts zu holen gab es für den TUS N-Lübbecke am Samstagabend in der EmslandArena vor gut 3300 Zuschauern. Die Gäste taten sich extrem schwer damit, Tore zu erzielen, was zum einen an der schlechten Angriffsleistung zum anderen aber an einem exzellent aufgelegten Keeper Björn Buhrmester lag. Endstand der Partie war somit 27:15 (16:6).

Zum genaueren Spielverlauf: Die TuS-Startsieben (Nordhorn hatte Anwurf) war mit Bechtloff, Orlowski, Bagaric, Walczak, Genz, Strosack und Grzesinski bestückt. In der 2. Spielminute sahen die 3.285 Zuschauer in Lingen das 1:0 für Nordhorn durch Pöhle, worauf eine Siebenmmeter-Parade von HSG-Torwart Buhrmester folgte. Ein technischer Fehler von Nordhorn half dem TuS wenig, da Nordhorns Schlussmann erneut parierte. Daraufhin wurde ein Lübbecker Wurf geblockt und Jens Buhrmester, einstmals auch beim TuS unter Vertrag, zeigte in der 5. Minute eine weitere Parade. Den Gästen vom Wiehen fiel es also schon schwer, überhaupt den ersten Treffer des Spiels zu erzielen.

Allerdings blockten Patryk Walczak und Jó Gerrit Genz Würfe klasse ab und Mats Grzesinski parierte hervorragend. Nach einer neuerlichen Buhrmester-Parade gelang Nordhorns Pöhle das 2:0 (7.). Nach 9 Minuten schaffte Lübbecke sein erstes Tor, vom Siebenmeterpunkt verwandelte Peter Strosack zum 2:1. Nach zwei Keeper-Paraden auf beiden Seiten netzte Smit zum 3:1 (11.) ein und Patryk Walczak verkürzte auf 3:2 (12.).

Zum 5:3-Anschluss kam Jó Gerrit Genz (14.), worauf Pöhler rasch das 6:3 (14.) folgen ließ. Ein Steal der Gastgeber erleichterte Seidel das 7:3 (15.) und derselbe Spieler verwandelte seinen Siebenmeter zum 8:3 (16.). Bei 15:16 min. versuchte TuS-Coach Heidmar Felixson seine Reihen mithilfe einer Auszeit neu zu formieren. Doch drei Fehlwürfe der Nettelstedter folgten, zudem waren auf TuS-Seite ein technischer Fehler und eine Zeitstrafe zu beklagen. Das 9:3 (19.) gelang Pöhle mit einem weiteren Siebener. Der TuS warf zweimal daneben und kassierte ein weiteres Mal 2 Minuten. Das 10:3 (20.) fiel durch Possehl. Nach 7 Minuten Torflaute schaffte Marian Orlowski das 10:4 (21.). Die weiteren zwei Lübbecker Tore gelangen beide Dener Jaanimaa (11:5, 23.) und in der 29. Minute zum 14:6. In der 23. Minute hatte Peter Tatai Mats Grzesinski im TuS-Tor abgelöst. Auch eine weitere Auszeit der Gäste vom Wiehen bei 25:43 min. konnte den Pausenstand von 6:16 nicht wirklich schmälern.
Zur Halbzeit-Statistik fielen folgende Daten auf (zuerst die HSG Nordhorn-Lingen genannt): Wurfquote 72,7 : 23,1 Prozent; Quote gehaltener Bälle 66;7 : 11,1 Prozent; erfolgreiche Angriffe 66,7 : 25,0 Prozent; Überzahltore 6:0. Bei den Unterzahltoren lag indes der TuS mit 2:0 vorn. Die TuS-Abwehr agierte zeitweise okay, vorne gelang aber viel zu wenig. Manch unvorbereiteter Abschluss wurde eine leichte Beute für Björn Buhrmester.

In der zweiten Halbzeit ging es nur 9:11 gegen den TuS, eine noch größere Niederlage wurde also verhindert, dennoch blieb es ein gebrauchter Tag für Nettelstedt-Lübbecke. Schön, dass es einige Tatai-Paraden gab. Beim 18:8 war’s wieder zweistellig, Pöhle hatte getroffen. Kurz nach seinem 19:9 (44.) setzte es eine Rote Karte gegen Marko Bagaric (45.) für ein Foul gegen Heiny. Der Torabstand erhöhte sich noch auf „12“, Nettelstedt hielt recht wacker dagegen, verlor aber auch in der Höhe verdient. Das 26:14 (56.) gelang Jens Bechtloff, zum 26:15 kam Marian Orlowski in der Schlussminute. Den Endstand zum 27:15 (60.) besorgte der frühere TuS-Spieler Jens Wiese.

Stimme zum Spiel:

Heidmar Felixson (TuS N-Lübbecke): „Wir haben über längere Strecken des Spiels eine gute Abwehr gestellt. Aber im Angriff war das bei uns heute Abend Katastrophe. Wir verwerfen 27 Mal! Die Chancen musst Du Dir zwar erst herausspielen – und das ist uns oft gelungen. Aber mehr als 20 Torwartparaden machten vieles zunichte. Das alles war einfach nicht akzeptabel von uns. In den verbliebenen drei Spielen dieser Saison wollen wir zeigen, dass unser Anspruch ein anderer ist – gegenüber den Sponsoren, den Fans, dem Verein und gegenüber uns als Mannschaft selbst.“

Die Statistik zum Spiel:

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen, Buhrmester (1); Heiny, Leenders (1), Mickal, Miedema (3), Terwolbeck, de Boer (1), Zare (1), Wiese (2), Smit (3), Seidel (4), van Lengerich, Possehl (3), Pöhle (8/3).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Grzesinski; Genz (1), Walczak (1), Bechtloff (1), Bagaric (2), Strosack (1/1), Rakovic, Spohn (2), Jaanimaa (2), Schade, Orlowski (5/2), Speckmann, Hövels.
Siebenmeter: 4/3 : 6/3

Zeitstrafen: 4:14 Minuten (Heiny, Wiese / 2 x Bagaric – mit Disqualifikation gegen Bagaric (45.), 2 x Walczak, Genz, Orlowski, Schade)

Schiedsrichter: Mirko Krag / Marcus Hurst

Zuschauer: 3.285 in der Emsland-Arena Lingen

Quelle: TuS N-Lübbecke

Foto: HSG Nordhorn-Lingen