19.10.2018  2. Handball-Bundesliga

Aue erkämpft sich einen Punkt gegen Hamm

Die Serie hat auch im sechsten Spiel gehalten: Der ASV Hamm-Westfalen nahm auch aus dem Erzgebirge im vorgezogenen Spiel des 10. Spieltags am Donnerstag einen Zähler mit auf die Heimreise. Richtig zufrieden war man damit aber nicht, denn um Haaresbreite wären es sogar zwei Punkte gewesen: Sekunden vor dem Ende setzte Oliver Milde den Ball an Pfosten des gastgebenden EHV Aue.

So war es wie wenige Tage zuvor beim Heimspiel gegen den TV Hüttenberg am Ende erneut der Gegner, der den gewonnen Punkt etwas mehr bejubelte als die Westfalen. „Für uns ist das ein gewonnener Punkt“, stellte EHV-Manager Rüdiger Jurke nach der Partie klar. Denn nicht nur, dass der ASV in der Schlussphase erneut gute Siegchancen hatte, auch im Spielverlauf zuvor waren die Gäste lange tonangebend. So spielte sich der ASV nach 2:1-Rückstand in der sechsten Minute bis zur zehnten Spielminute eine 2:7-Führung heraus. In der 17. Minute erhöhte Oliver Milde sogar auf 6:12, ASV-Trainer Kay Rothenpieler erlebte eine „überragende“ Phase seiner Mannschaft.

Doch danach kämpfte sich der EHV, der seinerseits die letzten zwei Spiele deutlich gewann, in die Partie. Zwölf Minuten und zwei Sekunden blieb der ASV ohne Torerfolg, Aue traf sechsmal in Folge und glich aus. Milde beendete die Durststrecke der Gäste, der EHV glich vor der Pause zum 13:13 aus. Rothenpieler: „Wir haben uns da durch ein, zwei Fehler aus dem Rhythmus bringen lassen.“

In der zweiten Halbzeit erlebten die knapp 1.200 Zuschauern in der Lößnitzer Erzgebirgehalle ein umkämpftes Spiel. Zunächst legten die Gäste vor, bei 18:15 und 20:17 zweimal sogar mit drei Treffern. Aber nach dem 20. Tor der Gastgeber startete der ASV eine kleine Serie, glich eine knappe Viertelstunde vor dem Ende durch Fabian Huesmann auf 20:20 aus. In der Folge legte der EHV noch zweimal vor, danach brachte dann Vyron Papadopoulos die Westfalen erstmalig wieder in Führung.

Jan Brosch erhöhte kurz darauf auf 22:24, zwei Punkte schienen wieder in Reichweite für den ASV, bei dem der eingewechselte Felix Storbeck mit am Ende acht Paraden und fünzigprozentiger Quote einen starken Rückhalt bildete. Doch das erneute Tor von Brosch zum 24:26 genau 122 Sekunden vor dem Ende sollte der letzte Treffer an diesem Abend sein – der erwartungsgemäß starke Spielgestalter Eric Meinhardt gleich doch noch aus. „Fast bis zum Schluss haben wir Meinhardt gut gedeckt – am Ende hat er dann etwas zu viel Platz gehabt und das genutzt“, so Rothenpieler.

Statistiken zum Spiel

EHV Aue – ASV Hamm-Westfalen 26:26 (13:13)

EHV: Musil (2 Paraden), Rasimas (1), Töpfer (5) – Meinhardt (8/3), Naumann (1), Roch (7), Ebert, Bornhorn (2), Petreikis (4), Dumcius (3), Faith (1), Neuteboom, Schauer, Lux

ASV: Storbeck (8), Krechel (7) – Blohme (7), Huesmann (1), Milde (3), Brosch (3), Fuchs (1), Raguse, Sohmann (1), Schwabe, Lex (1), Südmeier (4), Gudat, Papadopoulos (4), von Boenigk (1)

Schiedsrichter: Christian Moles und Lutz Pittner

Zuschauer: 1.190

Zeitstrafen: EHV 8 min, ASV 8 min

Quelle: ASV Hamm

Foto: Thürmer