31.03.2024  LIQUI MOLY HBL

Ebner überragt: Leipzig gewinnt souverän in Balingen

Das war genau die richtige Reaktion auf die schmerzhafte Heimniederlage gegen Eisenach. Die Handballer des SC DHfK Leipzig haben am Ostersamstag einen klaren Auswärtssieg beim HBW Balingen-Weilstetten eingefahren und verteidigen somit den achten Tabellenplatz. Mit unfassbaren 21 Paraden war Torhüter Domenico Ebner der Garant für Erfolg in der Balinger SparkassenArena.

Mit einer absolut desolaten Leistung hat der HBW Balingen-Weilstetten das wichtige Heimspiel am Samstagabend in der Balinger SparkassenArena mit 17:25 (6:13) gegen den SC DHfK Leipzig deutlich verloren.

Egal, wen man nach dem Schlusspfiff auch fragte, niemand konnte sich daran erinnern, dass jemals eine HBW-Mannschaft in einer Halbzeit nur sechs(!) Tore erzielte und das in einem Heimspiel, in dem ein Sieg eigentlich Pflicht gewesen wäre. Dass die Niederlage nicht noch deutlicher ausgefallen ist, haben die Gallier ausschließlich den beiden Torhütern Mohamed El-Tayar und Mario Ruminsky zu verdanken.

Der Druck das Spiel unbedingt gewinnen zu müssen, war von Anfang an deutlich und die daraus resultierende Nervosität war nicht zu übersehen. Nach einem Lattenkracher von Daniel Ingason und dem ersten technischen Fehler trafen die Gäste zur 1:0-Führung. Nur wenige Sekunden später der nächste Ballverlust und im Gegenzug zog Leipzig den ersten Strafwurf des Spiels. Der Leipziger Top-Torschütze Viggo Kristjansson ließ sich nicht zwei Mal bitten. Er traf zum 2:0 und nach einem weiteren Ballverlust der Gallier stand es nach knapp sechs Minuten bereits 3:0. Obwohl HBW-Torhüter Mohamed El-Tayar einige Würfe seiner ehemaligen Mannschaftskameraden entschärfen konnte, stand es nach 12 Minuten aus Sicht der Balinger bereits 1:8 und Trainer Jens Bürkle drückte zum ersten Mal den Auszeitbuzzer. Viel bewirkt hat seine emotionale Ansprache allerdings nicht. Elias Huber erzielte zwar den zweiten Balinger Treffer, aber Leipzig schlug sofort zurück.

Zwischenzeitlich war auch der Gäste-Torhüter Domenico Ebner im Spiel angekommen und an ihm scheiterten die Gallier immer mehr. Der italienische Nationaltorhüter hielt fast alles, was auf seinen Kasten kam und brachte es bis zum Pausenpfiff auf unfassbare elf Paraden. Dass die Gallier in den ersten 30 Minuten nur auf sechs Treffer kamen, hatte neben den Balinger Unzulänglichkeiten auch viel mit dem SC-Torhüter zu tun.

Nach dem 6:13-Halbzeitstand war das Spiel so gut wie entschieden, zumal Leipzig auch nach der Halbzeitpause wieder Vollgas ging und das Fehlerfestival bei den Hausherren kein Ende fand. „Es gab beim 12:17 vielleicht einen Moment, wo es eventuell noch hätte kippen können, aber da machen wir dann in Überzahl zwei technische Fehler und da war das Spiel dann weg“, meinte HBW-Coach Jens Bürkle in der abschließenden Pressekonferenz, dass die Partie bereits frühzeitig entschieden war.

Quelle: HBW Balingen-Weilstetten / Foto: Schips