14.12.2023  DHB-Pokal

Lübbecke entscheidet Zweitliga-Duell im Pokal für sich

Am Mittwochabend empfing der VfL Eintracht Hagen den TuS N-Lübbecke zum einzigen Zweitliga-Duell im Achtelfinale des DHB-Pokals. Dabei zeigten sich die Nettelstädter souverän und lösten mit einem 28:36-Sieg (12:19) ihr Ticket für die nächste Runde. Damit steht der TuS zudem als einziger Zweitligist im Viertelfinale!

Während die Eintracht mit einer ähnlichen 6:0-Abwehr wie im Liga-Spiel vor 14 Tagen begann, hatte TuS-Coach Michael Haaß zunächst eine deutlich offensivere Variante als zuletzt gewählt. So entwickelte sich vom Start weg eine Partie mit einem Charakter wie erwartet: kampfbetont, temporeich - Pokal eben...

Ergebnistechnische Vorteile lagen aber schon bald beim TuS, der von mehreren "big saves" von Torhüter Leon Grabenstein profitierte und durch Sven Weßelings Treffer zum 8:5 nach einer Viertelstunde erstmals mit drei Treffern vorne lag. Kurz darauf hieß es gar 10:6 für den Gast - erste Auszeit Hagen. 

Und es blieb dabei: Die inzwischen defensiver verteidigenden Ostwestfalen hatten in der gesamten "Abteilung Torverhinderung" immer klarere Vorteile, weil die Eintracht viel zu viele gute bis sehr gute Chancen liegen ließ. Teils war das unglücklich, teils aber eben auch der starken TuS-Abwehrarbeit inklusive Torhüterleistung geschuldet. Auch eine Hagener Abwehrumstellung hin zum 3:2:1-System plus Torwartwechsel (Mats Grzesinski für Maurice Paske) änderte nichts an den inzwischen eindeutigen Kräfteverhältnissen. Mit einer Lübbecker 19:12-Führung ging es in die Pause. Ein richtig dickes Brett also, das es im zweiten Abschnitt zu bohren galt für die Eintracht.

Letztlich, so viel sei vorweggenommen, zu dick. Die Gastgeber versuchten es mit einer noch offensiveren Abwehr und nun Valentin Spohn im linken Rückraum. Aber:  Guten Hagener Aktionen folgten immer wieder leichte Fehler, die der TuS konsequent nutzte. 

Beim 15:23 (37.) justierte Stefan Neff erneut nach. Doch die Verhältnisse waren zu klar an diesem Tag. Nettelstedt verfügte einfach über das deutlich bessere Gesamtpaket und ließ die Eintracht noch nicht einmal ansatzweise an so etwas wie eine Aufholjagd denken.

Und so war die Partie, die eigentlich ein hart umkämpfter Fight über mindestens 60 Minuten hatte werden sollen, weit weg von den eigenen Gesetzen, die der Pokal angeblich hat. Die Haaß-Sieben kam immer und immer wieder glockenfrei über den Kreis zum Erfolg - zum Teil auch dem zwischenzeitlichen 7:6-Spiel geschuldet -, Hagen hingegen wirkte nicht homogen genug, um für mehr als die Rolle des zweiten Siegers in Frage zu kommen.

Und so blieb beim Abpfiff der in allen Belangen souveränen Unparteiischen Hannes/Hannes nur eine Erkenntnis: Der TuS N-Lübbecke steht verdient im Viertelfinale des DHB-Pokals und hat bei der Auslosung am Donnerstag als einzig verbliebener Zweitligist im Wettbewerb alle Chancen auf einen ganz "dicken Fisch" in eigener Halle...

Quelle: VfL Eintracht Hagen / Foto: Meyrich