24.09.2020  Pixum Super Cup

Patrick Wiencek vor dem Pixum Super Cup: "Da freut sich ganz Handball-Deutschland drauf"

Patrick Wiencek ist heiß auf den ersten Titel der Saison 2020/21. Am Samstag eröffnet der THW Kiel beim Pixum Super Cup im Duell mit der SG Flensburg-Handewitt die neue Spielzeit. Im Interview spricht Wiencek über die große Vorfreude, den Schuss Extra-Motivation und das anstehende Mammut-Programm.

Nach monatelanger Handball-Pause startet die Liga am Samstag mit dem Supercup. Wie groß ist die Vorfreude?

Patrick Wiencek: "Wir hatten vier Monate quasi Pause, dann die Vorbereitung, die länger war als normal mit zweimal am Tag Training und jetzt geht es Schlag auf Schlag. Reisen, Spiel, zurück, vorbereiten, nächstes Spiel - da kommt schnell wieder der Rhythmus. Das wird wahrscheinlich bis zum Sommer so gehen, viele Pausen werden wir nicht haben. Aber die Vorfreude ist natürlich riesengroß." 

Der Supercup wird coronabedingt der erste sportlich ausgespielte Titel auf Vereinsebene seit über einem Jahr sein. Sorgt das für Extra-Motivation?

Wiencek: "Titel ist Titel. Und wir spielen gegen Flensburg. Das sind zwei Argumente, die schon reichen. Ein Nordderby zum Start, da freut sich ganz Handball-Deutschland drauf. Das ist ein richtiges Kräftemessen, da wissen wir dann auch, wo wir stehen."

Die letzte Saison ist kurz vor der traditionellen Erntezeit des THW Kiel abgebrochen worden. Wie hungrig sind die Zebras?

Wiencek: "Wir sind enorm hungrig. Der Supercup ist der erste Titel, der vergeben wird. Auch wenn es nicht der wichtigste ist, trotzdem hat man einen Pokal in der Hand."

Gerade einmal 48 Stunden liegen zwischen dem Heim-Auftakt in der Champions League und dem Supercup. Das Programm wird in den nächsten Wochen, eigentlich bis zum Sommer, nicht dünner. Überwiegt bei den Spielern die Vorfreude, dass es überhaupt wieder losgeht, oder würden Sie gerne im Programm etwas abspecken?

Wiencek: "Abspecken würden wir gerne, aber das ist unrealistisch. Wir haben zwei Mannschaften mehr in der Liga und eine WM im Januar, die auch für den deutschen Handball wichtig ist. Man weiß jetzt noch nicht, wie es genau weitergeht. Es werden sicherlich auch mal Spieler in Quarantäne müssen. Das wird in der Bundesliga auch der Fall sein, wenn die Reisen losgehen. Natürlich freuen wir uns momentan, dass die Liga anfängt. Aber im Hinterkopf hat man, dass wir echt ein Mammut-Programm vor uns haben. Da muss man einfach gucken, wie es geht."

Quelle: SID

Foto: Klahn