01.05.2016  REWE Final4

Revanche geglückt: Der SC Magdeburg ist DHB-Pokalsieger 2016

Der erste Titel für den SC Magdeburg nach 9 Jahren ist perfekt: Im DHB-Pokalfinale revanchiert sich der SCM für die Niederlage im vergangenen Jahr und besiegt die SG Flensburg-Handewitt mit 32:30 (14:12).

Was der SC Magdeburg in den ersten Minuten des DHB-Pokalfinals 2016 abfackelte, war nichts anderes als ein Feuerwerk: Als vermeintlicher Außenseiter in die Begegnung gegangen überrollte der aktuelle Tabellenzehnte der DKB Handball-Bundesliga den Titelverteidiger bis zur 13. Spielminute regelrecht. Während der dänische SCM-Offensivmotor Michael Damgaard das sechste Tor für seine Farben markierte, hatte die Magdeburger Defensive um Europameister Finn Lemke gerade einmal ein einziges Gegentor von SG-Außendauerbrenner Anders Eggert zugelassen.

Eben dieser Eggert, der den amtierenden Pokalsieger erst mit einem nervenstarken Strafwurf in der Schlusssekunde des Halbfinales in die Verlängerung gerettet hatte, musste im Laufe der ersten Hälfte dann auch noch verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Trotz dieses Rückschlags fand Flensburg anschließend in der ersten Halbzeit wieder besser ins Spiel. Per Doppelschlag verkürzte Rechtsaußen Lasse Svan zum 10:12 (25.), Spielmacher Jim Gottfridsson brachte den Cup-Verteidiger sogar auf ein Tor heran. Doch der SC Magdeburg machte keine Anstalten, die Partie aus der Hand zu geben, wieder war es Damgaard mit einem seiner ingesamt neun Treffer, der den 14:12-Pausenstand für Magdeburg herstellte.

30.04.2016 - REWE Final4

Nach Verlängerung: Magdeburg macht Vorjahresfinale perfekt

Die Dramatik am Halbfinaltag des REWE Final Fours 2016 war nicht mehr zu überbieten: Auch das zweite Halbfinale zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischen HC ging in die Verlängerung, am Ende behält der Favorit aus Magdeburg die Nerven und siegt mit 36:33.

Nach dem Seitenwechsel dann ein ganz ähnliches Bild: Die SG Flensburg-Handewitt kämpft um jedes Tor, um den Rückstand nochmals zu egalisieren, doch der SC Magdeburg  zeigte sowohl im Angriff, als auch in der Deckung keine Schwäche, zog durch den wie aufgedreht spielenden Damgaard zwischenzeitlich sogar auf 19:15 (42.) davon. SG-Coach Ljubomir Vranjes reagierte und ließ den dänischen Wirbelwind in Manndeckung nehmen. Die daraus resultierenden Freiräume nutzen allerdings umgehend die übrigen SCM-Angreifer:  Besonders Kreisläufer Zeljko Musa und die beiden Außenspieler Matthias Musche und Robert Weber konnten ihre Torgefahr immer wieder unter Beweis stellen. Der Titelverteidiger biss sich am SC Magdeburg und seinem starken Keeper Jannick Green, der nach dem Abpfiff zum besten Spieler des Finals gewählt wurde, schlichtweg die Zähne aus. Als wieder Weber mit seinem zehnten Treffer der Partie und anschließend Linkshänder Nemanja Zelenovic auf 31:27 (59.) erhöhten, war die Entscheidung im DHB-Pokalfinale gefallen. Die SG konnte anschließend nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

DHB-Pokalfinale 2016: SG Flensburg-Handewitt – SC Magdeburg 30:32 (12:14)


SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Moeller; Karlsson, Eggert, Glandorf, Mogensen, Svan, Wanne, Djordjic, Jakobsson, Toft Hansen, Gottfridsson, Lauge Schmidt, Mahé, Radivojevic, Kozina


SC Magdeburg: Green, Quenstedt; Musa, Rojewski, Musche, van Olphen, Bagersted, Grafenhorst, Haaß, , Bezjak, Weber, Schöngarth, Damgaard, Zelenovic, Lemke


Zuschauer: 13.000 - Schiedsrichter: Pritschow / Pritschow (Deutschland)

 

Foto: Sascha Klahn

Die PK nach dem DHB-Pokalfinale