30.04.2016  REWE Final4

Nach Verlängerung: Magdeburg macht Vorjahresfinale perfekt

Die Dramatik am Halbfinaltag des REWE Final Fours 2016 war nicht mehr zu überbieten: Auch das zweite Halbfinale zwischen dem SC Magdeburg und dem Bergischen HC ging in die Verlängerung, am Ende behält der Favorit aus Magdeburg die Nerven und siegt mit 36:33.

Damit hatten wohl die wenigsten gerechnet: Der Bergische HC, der sich zum ersten Mal für das REWE Final Four um den DHB-Pokal qualifiziert hatte, erwischte gegen den Vorjahresfinalisten SC Magdeburg den besseren Start. Angetrieben von Kapitän Viktor Szilagyi und dem österreichischen Linkshänder Alexander Hermann zogen die Bergischen Löwen nach 13. Spielminuten auf auf 8:6 davon und bauten diesen Vorsprung sogar bis zur 20. Minute sogar noch auf 12:9 aus. Der SC Magdeburg wirkte in dieser Phase zeitweise fahrig und unkonzentriert. Der Bergische HC hätte bis zur Pause sogar noch weiter davon ziehen können, leistete sich gegen Ende der ersten Halbzeit aber selbst eine Reihe Unkonzentriertheiten und ließ den SCM so wieder ins Spiel kommen. Per Strafwurf verkürzte Rekordtorjäger Robert Weber letztlich zum 14:15-Halbzeitstand.

Aus der Kabine kam der SC Magdeburg dann allerdings wie ausgewechselt: Ein 5-Tore-Lauf brachte den Bördeländern schnell eine 19:15-Führung ein (35.). Doch auch dieser Vorsprung brachte dem Team des neuen Cheftrainers Bennet Wiegert keine Sicherheit. Vor allem BHC-Keeper Björgvin Gustavsson brachte die Magdeburger Angreifer in den folgenden Minuten immer wieder zum Verzweifeln, insgesamt legte der Isländer starke 14 Paraden hin. Dauerbrenner Szilagyi verkürzte in der 40. Spielminute wieder auf 20:22 und kurz darauf war die SCM-Führung sogar nur noch auf ein Tor zusammengeschrumpft (47.). Nach dem Treffer von BHC-Kreisläufer Moritz Preuss zum 26:26 begann die Partie 9 Minuten vor dem Ende gewissermaßen wieder von vorne. Als Robert Weber 30 Sekunden vor Schlusspfiff beim Stand von 29:29 einen Strafwurf vergab, hatte der abstiegsbedrohte Bergische HC mit dem letzten Angriff sogar die Chance zum Sieg, Rechtsaußen Arnor Gunnarsson verfehlte mit seinem letzten Versuch allerdigs das Tor. Die Konsequenz: Die zweite Verlängerung des Halbfinaltags beim REWE Final Four.

In der zusätzlichen Spielzeit machte sich dann ein gewisser Kraftverlust bei den Bergischen Löwen bemerkbar. Der SCM zog durch Weber auf 33:31 (64.) davon und gab diesen Vorsprung im weiteren Verlauf nicht mehr ab. Eine 2-Minuten-Strafe in der 66. Minute, die aus einem Wechselfehler des BHC resultierte, zog dem tapfer kämpfenden Außenseiter letztlich den Zahn. Am Ende traf Magdeburgs Linkshänder Nemanja Zelenovic mit seinem fünften Treffer der Partie zum 36:33 Endstand.

DHB-Pokalhalbfinale 2016: SC Magdeburg – Bergischer HC 36:33 n.V. (29:29, 14:15)


SC Magdeburg: Green, Quenstedt; Musa, Rojewski, Musche, van Olphen, Bagersted, Grafenhorst, Haaß, , Bezjak, Weber, Schöngarth, Damgaard, Zelenovic, Lemke

Bergischer HC: Gustavsson, Rudeck; Preuss, Hoße, Artmann, Gunnarsson, Nippes, Majdzinski, Oelze, Artmann, Hermann, Weiß, Gutbrod, Szilagyi, Jonovski, Aflitulin


Zuschauer: 13.000 - Schiedsrichter: Loppaschewski / Blümel (Deutschland)

 

Foto: Sascha Klahn

REWE Final Four: BHC ärgert den Favoriten