26.04.2016  REWE Final4

Die Löwen im Formcheck vor dem REWE Final Four

In der DKB Handball-Bundesliga sind die Rhein-Neckar Löwen richtig heiß gelaufen und haben sich hartnäckig an der Tabellenspitze festgesetzt. Diesen Schwung will der Vize-Meister ins REWE Final Four mitnehmen, um endlich den ersehnten ersten nationalen Pokal in der Vereinsgeschichte in die Höhe recken zu können.

Der Weg ins REWE Final Four:

Der Einzug ins REWE Final Four ist den Rhein-Neckar Löwen beileibe nicht in den Schoß gefallen: Schon in der 1. Runde musste der Vize-Meister den Ligakonkurrenten TVB 1898 Stuttgart und den Absteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim aus dem Weg räumen. Danach folgten zwei weitere Gegner von internationalem Format. Doch weder die Füchse Berlin (29:23) in der 2. Runde, noch die MT Melsungen (26:23) im Wiederholungsspiel des DHB-Pokalviertelfinals konnten die Löwen aus dem Tritt bringen. Insgesamt leisten sich Kapitän Uwe Gensheimer und Co. in dieser Spielzeit so wenige Ausrutscher gegen vermeintliche Außenseiter wie je zuvor. Diese Stärke nahmen die Löwen aus der DKB Handball-Bundesliga bislang nahtlos in den DHB-Pokal mit.

 

Die Situation in der DKB Handball-Bundesliga:

Die Rhein-Neckar Löwen grüßen von der Tabellenspitze der DKB Handball-Bundesliga - und das inzwischen mit zwei bzw. drei Punkten Vorsprung auf die ärgsten Verfolger aus Kiel und Flensburg. Die bereits angesprochene Konstanz ist bemerkenswert: Nur gegen den Rekordmeister, den amtierenden DHB-Pokalsieger und die starke MT Melsungen mussten die Löwen Punktverluste hinnehmen, vermeintlich schwächere Gegner werden gnadenlos dominiert. Das bringt dem Team von Cheftrainer Nicolaj Jacobsen, der seinen Kontrakt in Mannheim erst kürzlich bis 2020 verlängerte, die mit Abstand beste Tordifferenz der Liga ein (+170 Tore) - ein weiteres Pfund auf dem Weg zur möglichen ersten Meisterschaft in der Club-Historie.

 

Die Leistungsträger:

Die Rhein-Neckar Löwen sind gespickt mit internationalen Topstars, einige davon muss man aber wohl noch einmal extra hervorheben: Kapitän Uwe Gensheimer ist mit bisher 156 Saisontoren wieder einmal der Torschütze vom Dienst und hat mit einer Trefferquote von 75 Prozent auch noch atemberaubende statistische Werte vorzuweisen. Der Denker und Lenker im Löwenangriff ist nach wie vor der Schweizer Andy Schmid, der neben seinem genialen Spielverständnis immer auch durch seine bemerkenswerte Torgefahr besticht. 134 Saisontore machen ihn aktuell zum siebtbesten Torschützen der gesamten Liga. In den vergangenen beiden Spielzeiten wurde Schmid zum besten Spieler der DKB Handball-Bundesliga gewählt. Auch in dieser Saison dürfte er einer der heißesten Anwärter auf die Auszeichnung sein. Mit Mikael Appelgren (35%) und Borko Ristovski (41%) bilden zudem die beiden Torhüter das Löwen-Gespann, die im Saisonverlauf auf die besten Quoten an gehaltenen Würfen in der gesamten DKB Handball-Bundesliga kommen.