26.04.2016  REWE Final4

Der SCM im Formcheck vor dem REWE Final Four

Der SC Magdeburg fühlt sich beim REWE Final Four langsam richtig wohl: Schon im Vorjahr war der Traditionsclub in Hamburg dabei und scheiterte nur denkbar knapp im Finale an der SG Flensburg-Handewitt. Kann der SCM diese Leistung nun im zweiten Anlauf toppen?

Der Weg ins REWE Final Four:

Souveräner als der SC Magdeburg kann man sich für das REWE Final Four wohl nicht qualifizieren: Auf Erstrundensiege gegen die Zweitligisten VfL Eintracht Hagen (39:32) und SV Henstedt-Ulzburg (38:23) ließ der SCM zwei klare Erfolge gegen die Ligakonkurrenten TuS N-Lübbecke (39:34) und FRISCH AUF! Göppingen (29:25) folgen. Gerade gegen die Göppinger, gegen die Kapitän Fabian van Olphen und Co. auch im Viertelfinale des EHF-Pokals antreten mussten, lieferte Magdeburg eine Leistung nach Maß ab und lag, auch dank zehn Treffern von Rekordtorjäger Robert Weber, kein einziges Mal im Rückstand. Im Vorjahr schaltete der SCM im DHB-Pokalhalbfinale den damaligen Titelverteidiger Füchse Berlin aus. Ein Jahr später gehen die Magdeburger als Favorit gegen den Bergischen HC ins Halbfinale, den sie im bisher einzigen Aufeinandertreffen in der laufenden Saison gleich am ersten Spieltag mit 28:25 im Zaun halten konnten.

 

Die Situation in der DKB Handball-Bundesliga:

Während es für den SCM im DHB-Pokal läuft wie geschmiert, tut sich der Vorjahresvierte in der DKB Handball-Bundesliga überraschend schwer. Bei einer minimal positiven Punktebilanz von 27:25 springt für den Champions-League-Sieger von 2002 aktuell lediglich Tabellenplatz 10 heraus. Ob der durchwachsenen Liga-Bilanz musste der isländische Coach Geir Sveinsson, der den SCM im Mai 2015 noch ins DHB-Pokalfinale geführt hatte, ein gutes halbes Jahr später seinen Hut nehmen. Seit Dezember trainiert das Magdeburger Urgestein Bennet Wiegert das Team, das mit Punktgewinnen gegen die MT Melsungen und die SG Flensburg-Handewitt in den vergangenen Wochen durchaus Achtungserfolge verzeichnen konnte, wenn die erneute Qualifikation für den europäischen Wettbewerb doch bereits in die Ferne gerückt ist.

 

Die Leistungsträger:

Seit Jahren ist der Österreicher Robert Weber der treffsicherste Akteur des SCM. Seine Rekordmarke von 271 Saisontoren in der vorigen Spielzeit machten den Rechtsaußen zum Liga-Torschützenkönig, in diesem Jahr avancierte Weber, der seit 2009 das SCM-Trikot trägt, zum Rekordtorjäger in der Vereinsgeschichte. Für Durchschlagskraft und Torgefahr aus dem Rückraum sorgt der dänische Neuzugang Michael Daamgard. Seit Saisonbeginn hat sich der dänische Nationalspieler zum aboluten Offensivmotor des SCM entwickelt, der die gegnerischen Abwehrreihen regelmäßig durcheinander wirbelt und in den entscheidenden Momenten die Verantwortung übernimmt. Mit 126 Feldtoren ist der Rechtshänder der drittgefährlichste Angriffsspieler aus dem Spiel heraus in der gesamten DKB Handball-Bundesliga.