25.04.2016  REWE Final4

Der BHC im Formcheck vor dem REWE Final Four

In der DKB Handball-Bundesliga steckt der Bergische HC mitten im Abstiegskampf, beim REWE Final Four erwartet den Premierengast ein krasses Kontrastprogramm: 120 Minuten trennen den Außenseiter vom ersten möglichen Sensationstitel in der Vereinsgeschichte. Der Formcheck: So geht der BHC in seinen ersten Auftritt auf der großen Handballbühne.

Der Weg ins REWE Final Four:

Das Losglück war den Bergischen Löwen im DHB-Pokal 2015/16 durchaus hold. Mit dem TV Neuhausen und dem TV Hüttenberg in der 1. Runde, der HSG Nordhorn-Lingen in der 2. Runde und GWD Minden im DHB-Pokalviertelfinale traf der BHC im Pokalverlauf bisher ausnahmslos auf Clubs, die in der 2. Handball-Bundesliga oder tiefer auf Punktejagd gehen. Dennoch: Im Pokal seine vermeintliche Favoritenrolle jedes Mal aufs Neue zu bestätigen, ist bekanntlich nicht selbstverständlich - gerade das Auswärtsspiel in Nordhorn (24:19)  oder das hitzige NRW-Derby gegen GWD Minden (24:23) waren alles andere als Selbstläufer. Der Bergische HC behielt allerdings in beiden Fällen kühlen Kopf.

 

Die Situation in der DKB Handball-Bundesliga:

Der Bergische HC steckt wirklich mitten im Abstiegskampf. Einen Punkt steht das Team von Cheftrainer Sebastian Hinze aktuell "über dem Strich", das wichtige letzte Heimspiel gegen den Aufsteiger SC DHfK Leipzig, der vor Saisonbeginn ebenso wie der BHC zu den Abstiegskandidaten gezählt worden war, nach einer furiosen Spielzeit den Klassenerhalt allerdings schon sicher hat, ging mit 28:31 verloren. Dabei hatte die Formkurve der Bergischen Löwen zuletzt aber nach oben gezeigt: Siege über den TBV Lemgo (28:26) und die TSV Hannover-Burgdorf (24:21) hatten dem BHC zwischenzeitlich wieder etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. In den verbleibenden sechs Ligaspielen stehen mit den Duellen gegen den TuS N-Lübbecke (11.5.) und den HBW Balingen-Weilstetten (21.5.) noch zwei Partien gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt auf dem Programm, für die Kapitän Viktor Szilagyi und Co. sehr gerne zusätzlichen Schwung aus dem REWE Final Four mitnehmen würde.

 

Die Leistungsträger:

Spielmacher Alexander Oelze ist nicht nur der Dauerbrenner im Team, er ist in dieser Spielzeit auch der Goalgetter Nummer 1 beim BHC: Der gebürtige Magdeburger verpasste bisher keines der 26 Saisonspiele und erzielte dabei auch noch 103 Treffer. Kein anderer BHC-Akteur hat bislang neben Oelze die 100-Tore-Marke geknackt. Emotionaler Anführer sowohl im Angriff, als auch in der Deckung ist sicherlich Kreisläufer Maximilian Weiß. Der 1,96 Meter große Rechtshänder sammelte bisher die meisten gelben Karten (17) und 2-Minuten-Strafen (22) aller Bergischen Löwen und hat im Angriff dazu eine überragende Trefferquote von 80 % bei 32 Saisontoren aufzuweisen.