02.04.2019  REWE Final4

REWE Final Four 2019: Dauergast Magdeburg im Pokalfieber

Der SC Magdeburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Dauergast beim REWE Final Four gemausert. 2019 möchte der SCM um Musche, Damgaard und Co. endlich wieder ins Finale um den DHB-Pokal einziehen und die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen.

2015 und 2016 schaffte der SCM gar den Einzug ins Finale, wo es 2016 endlich zum so lange ersehnten Triumph gegen die SG Flensburg-Handewitt reichte. Der erste große Coup des damals noch unerfahrenen Trainers Bennet Wiegert. Nach kurzer Abstinenz 2017 stand sein Team im letzten Jahr wieder unter den letzten Vier, musste sich allerdings im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger, die Rhein-Neckar-Löwen, mit 24:31 geschlagen geben.

In diesem Jahr setzte sich der SCM auf dem Weg nach Hamburg in einem Kracherspiel im Achtelfinale mit 31:28 gegen Flensburg durch. Im Viertelfinale hatte FRISCH AUF! Göppingen keine Chance, sodass der SCM jetzt im Halbfinale auf die TSV Hannover-Burgdorf trifft.

Das Prunkstück der Magdeburger im Pokal wie in der Liga ist ihre Torgefährlichkeit und Angriffsschnelligkeit. Kein Team in der DKB Handball-Bundesliga wirft so viele Tore wie der SCM. Angeführt vom derzeit mit Abstand besten Torschützen der DKB HBL, Linksaußen Matthias Musche, Rekordtorjäger Robert Weber als sein Gegenstück auf der rechten Seite und dem wurfgewaltigen Rückraum mit Michael Damgaard, Albin Lagergren und Christian O’Sullivan sind die Angriffsreihen des SCM in Topform kaum aufzuhalten. Und dann ist da ja auch noch Stratege Marko Bezjak, der jeder Zeit explodieren oder einen Traumpass aus dem Ärmel schütteln kann. Zudem steht zwischen den Pfosten kein Geringerer als Weltmeister-Torhüter Jannick Green, davor verrichtet Zeljko Musa Schwerstarbeit am Kreis.

Mit dieser gefährlichen Kombination aus variabler Offensivpower und Arbeitermentalität in der Defensive haben die Magdeburger in dieser Saison schon so manchem Topteam das Leben schwer gemacht. Bringt der SCM also seine gewohnte Schnelligkeit und Präzision auch im Pokalfight mit den leidenschaftlichen Fans im Rücken auf die Platte, ist den Ostdeutschen alles zuzutrauen.

Hätten Sie’s gewusst?

Seit Alfred Gislason (1999-2006) ist Bennet Wiegert der Trainer mit der zweitlängsten Amtszeit beim SCM in den 2000ern (seit 2015).

Bisher standen an der Seitenlinie des SCM nur deutsche oder isländische Trainer. Bogdan Wenta und Gheorghe Licu besitzen zusätzlich zur deutschen auch die polnische bzw. rumänische Staatsbürgerschaft.

Von 2002 bis 2010 trug der SC Magdeburg den Zusatznamen „Gladiators“.

Road to Hamburg 2018/19:

1. Runde Halbfinale:
SC Magdeburg - VfL Lübeck-Schwartau: 31:17 (16:7)

1. Runde Finale:
Eintracht Hildesheim - SC Magdeburg: 18:35 (10:18)

Achtelfinale:
SG Flensburg-Handewitt - SC Magdeburg: 28:31 (15:16)

Viertelfinale:
SC Magdeburg - FRISCH AUF! Göppingen: 40:27 (21:12)

REWE Final Four-Historie des SC Magdeburg:

1996: Pokalsieg
1999: Halbfinale
2002: Finale
2004: Halbfinale
2006: Halbfinale
2015: Finale
2016: Pokalsieg
2018:Halbfinale

Foto: Klahn