04.04.2017  REWE Final4

Patrick Groetzki: „Jede Serie geht irgendwann einmal zu Ende“

Patrick Groetzki ist so etwas wie ein „Stammgast“ beim REWE Final Four. Für die Rhein-Neckar Löwen ist es bereits das zehnte Halbfinale seit 2006. Mannheims Rechtsaußen läuft seit 2007 für den amtierenden Deutschen Meister auf und fährt bereits zum achten Mal nach Hamburg.

Kein Mannheimer war so oft dabei wie der 27-Jährige. Zum großen Triumph hat es aber immer wieder knapp, bisweilen sogar dramatisch nicht gereicht. Am nächsten dran waren die Löwen im Jahr 2010, als man sich im Finale erst in der Verlängerung dem HSV Handball mit 33:34 geschlagen geben musste. In den letzten drei Jahren war dann jeweils im Halbfinale gegen die SG Flensburg-Handewitt Endstation. Das soll sich 2017 aber ändern!


Das Halbfinale Rhein-Neckar Löwen gegen die SG Flensburg-Handewitt ist beinahe schon sowas wie ein Klassiker. Zum vierten Mal in Folge trefft ihr nun auf Flensburg und versucht den Einzug in das Finale zu schaffen. Bisher triumphierten aber jedes Mal die Norddeutschen. Warum ändert sich das in diesem Jahr?

Patrick Groetzki: Jede Serie geht irgendwann einmal zu Ende. Ein Pokalhalbfinale, und dann auch noch gegen Flensburg, ist ein 50:50-Spiel. Wir hoffen, dass wir dieses Jahr das bessere Ende auf unserer Seite haben.

Immer wieder Flensburg! Hättest du gerne etwas mehr Abwechslung gehabt, oder freust du dich über die Chance auf die Revanche?

Patrick Groetzki: Das spielt für mich eigentlich keine Rolle. Wenn man den Pokal gewinnen will, führt eigentlich kein Weg an der SG vorbei. Deshalb ist es egal, wann man auf die Flensburger trifft.

Seit 2006 standen die Rhein-Neckar Löwen bei neun von elf möglichen Endrunden im Halbfinale, zum Titel hat es aber nie gereicht. Habt ihr ein Pokal-Trauma?

Patrick Groetzki: Wir haben kein Trauma, auch wenn wir nicht viele positive Erlebnisse mit dem Final Four haben. Trotzdem muss man es erst einmal bis nach Hamburg schaffen. Sich für das REWE Final Four zu qualifizieren ist schon eine starke Leistung, aber natürlich wollen wir irgendwann auch einmal den Pokal mitnehmen.

 

2016 habt ihr die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte gefeiert. Hilft euch dieser Titel, dass nun auch im DHB-Pokal der Knoten platzt?

Patrick Groetzki: Wir fahren auf jeden Fall ganz locker nach Hamburg und werden alles geben. Stress machen wir uns nicht. Wir kommen als Deutscher Meister, haben einen nationalen Titel gewonnen, vielleicht spielt das ja im Unterbewusstsein eine Rolle.

Du bist einer der treuesten Hamburg-Fahrer. Warum freust du dich auch ohne bisherigen Triumph jedes Jahr wieder auf den Trip?

Patrick Groetzki: Wir freuen uns alle auf das REWE Final Four. Es ist eine super Veranstaltung mit einer
besonderen Atmosphäre. Die vier verschiedenen Fangruppen sorgen für Stimmung, die Halle ist immer
ausverkauft. Als Sportler genießt man es, hier spielen zu können.

 

Foto: Binder