04.04.2017  REWE Final4

Domagoj Duvnjak: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es hier in Hamburg keine echten Favoriten gibt“

Kaum zu glauben, aber für Domagoj Duvnjak ist es die erste Teilnahme am REWE Final Four – zumindest mit dem THW Kiel. 2010 hat er den Titel schon einmal gewinnen können, damals aber noch mit dem HSV Handball. Ein ganz besonderer Moment, wie er im Interview verrät.

Nach drei Jahren Endrunden-Abstinenz brennt der Welthandballer von 2013 auf den nächsten Titel, verrät aber auch, warum man den SC DHfK nicht unterschätzen darf.

Domagoj, du kennst dich in dieser Halle bestens aus, bist viele Jahre mit dem HSV Handball hier aufgelaufen. Ist es für dich etwas Besonderes hierher zurückzukehren?

Domagoj Duvnjak: Natürlich. Ich hatte hier eine schöne Zeit und freue mich deshalb besonders, dass wir es mit dem THW Kiel geschafft haben, uns für das REWE Final Four zu qualifizieren. Die Barclaycardarena ist eine tolle Handballhalle. Mal sehen, ob ich noch das ein oder andere bekannte Gesicht von damals treffe.

Du hast die Champions League gewonnen, bist Deutscher Meister geworden und hast 2012 eine olympische Bronzemedaille geholt. Welchen Stellenwert hat da ein Triumph beim REWE Final Four für dich?

Domagoj Duvnjak: Einen großen. Jede Medaille und jeder Pokal sind etwas ganz Besonderes. Das REWE Final Four ist das größte Handball-Event im deutschen Handball und die Stimmung ist allein wegen der vier Fanblöcke in jeder Ecke der Arena unglaublich. Da will man natürlich gewinnen!

Kaum zu glauben, aber dies ist deine erste Teilnahme am REWE Final Four mit dem THW Kiel. Der Rekordchampion ist erstmals seit dem Sieg 2013 wieder qualifiziert. Nachdem es dieses Jahr wieder geklappt hat, war da eine gewisse Erleichterung zu spüren?

Domagoj Duvnjak: Ja. Das Erreichen des REWE Final Fours war eines unserer großen Ziele in dieser Saison, dafür haben wir hart gearbeitet. Für viele meiner jungen Mitspieler ist es das erste Mal, dass sie dieses großartige Fest des Handballs miterleben können. Ich freue mich aber auch für unsere Fans. Sie unterstützen uns fantastisch, und sie haben es sich verdient, dass wir endlich wieder dabei sind.

Du hast den Pokal bereits 2010 mit dem HSV Handball gewonnen. Vielen deiner Teamkollegen fehlt dieser Titel aber noch in der Trophäensammlung. Ist das ein besonderer Ansporn?

Domagoj Duvnjak: An 2010 erinnere ich mich sehr gern zurück, weil der DHB-Pokal der erste Titel war, den ich in Deutschland gewonnen habe. Jetzt will ich mit meinem THW Kiel diesen Pokal wieder gewinnen.

Im Halbfinale wartet nun mit dem SC DHfK Leipzig der Endrunden-Neuling. Ist da die Endspielteilnahme schon fest eingeplant?

Domagoj Duvnjak: Natürlich nicht! Jeder der vier Teilnehmer an der Endrunde hat die gleiche Chance auf den Finaleinzug, und jede dieser vier Mannschaften will den Titel. Alle werden topmotiviert an den Start gehen, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass es hier in Hamburg keine echten Favoriten gibt. Es wird ein richtig enges Spiel gegen Leipzig, und wir müssen alles geben, um es ins Finale zu schaffen. Leipzig wird uns alles abverlangen – darauf sind wir eingestellt und vorbereitet. Das wird ein heißer Kampf.

Worauf wird es bei der Endrunde ankommen, um 2017 den DHB-Pokal endlich wieder mit nach Kiel zu nehmen?

Domagoj Duvnjak: Kampf, Einsatz, Leidenschaft und ein bisschen Glück.

 

Foto: Nolte