12.09.2021  LIQUI MOLY HBL

Erlangen entführt einen Punkt aus Flensburg!

Mit der Schlusssirene netzt Christoph Steinert per Siebenmeter zum 27:27-Endstand ein und lässt den HC Erlangen jubeln. Erstmals nimmt der HCE einen Punkt auswärts bei der SG Flensburg-Handewitt mit.

Die SG Flensburg-Handewitt musste sich bei ihrer diesjährigen Heim-Premiere in der LIQUI MOLY HBL mit einem Punkt begnügen. Gegen den HC Erlangen lautete der Entstand 27:27 (13:12). Die besten Torschützen waren Hampus Wanne (8/5), Aaron Mensing (6) und Mads Mensah (5).

Kalt erwischt: Bereits nach 46 Sekunden hatte sich die SG zwei Gegenstöße eingefangen. Dem Angriff unterliefen in der Anfangsphase einige Fehler. Kevin Møller stand wieder in der Startformation und schickte Lasse Svan mit einem langen Pass auf die Reise. Allmählich erlangten die Mannen um Jim Gottfridsson, der vor dem Spiel als MVP der letzten Saison geehrt wurde, mehr Kontrolle über das Spiel. Der wieder genesene Hampus Wanne markierte die erste Führung, Mads Mensah erhöhte mit einem Doppelschlag auf 6:3. Der HC Erlangen hielt gut dagegen, glich zum 7:7 aus. Von den Rängen erklang: „Steht auf, wenn ihr Flensburg seid!“ Schön für die Mannschaft, wieder eine allmählich wachsende Zahl an Handball-Fans in der „Hölle Nord“ begrüßen zu können. Aaron Mensing aus dem Rückraum und Hampus Wanne vom linken Flügel warfen das 11:9 heraus. Mit dem knappsten nur möglichen Vorsprung ging es zum Pausentee.

Krimi bis zur letzten Sekunde
Gleich mit Wiederbeginn markierte ein altbekanntes Gesicht, Simon Jeppsson, den erneuten Ausgleich. Lasse Svan und Aaron Mensing hatten schnelle Antworten parat. Mads Mensah fing mit einem Hechtsprung einen gegnerischen Pass ab. So ein Einsatz war auch bitter nötig, um den Gast aus Franken auf Distanz zu halten. Beim 19:17 feierte Neuzugang Anton Lindskog sein erstes SG Tor. Es war das Signal für einen Zwischenspurt, den Aaron Mensing aus der zweiten Reihe und Hampus Wanne per Siebenmeter weiter befeuerten. Auf den Vier-Tore-Rückstand reagierte der HCE mit einem Team-Timeout. Hampus Wanne musste mit einer Muskelverletzung am Fuß ausgetauscht werden. Emil Jakobsen kam und verwandelte einen Strafwurf zum 23:20. Kurz darauf kassierte Jim Gottfridsson eine Zeitstrafe und sein Team den 27:26-Anschluss. Es wurde eine Nervenschlacht. Lasse Svan verpasste die Entscheidung. Zehn Sekunden vor Schluss hatte der Gegner den Ball. Kevin Møller parierte zwei Mal, doch beim finalen Siebenmeter hatte er keine Chance.

SG Flensburg-Handewitt – HC Erlangen  27:27 (13:12)

SG Flensburg-Handewitt: Møller (12 Paraden) – Golla (1), Hald, Svan (2), von Oettingen, Wanne (8/5), Steinhauser, Mensah (5), Gottfridsson (3), Jakobsen (1/1), Mensing (6), Lindskog (1)

HC Erlangen: Ferlin (9 Paraden), Ziemer (1 Parade) – Sellin, Øverby, Marschall, Fäth, Firnhaber (3), Büdel (2), Bissel (5), Metzner, Link (1), Jeppsson (9), Steinert (4/2), Leban, Olsson (2), Zechel (1)

Schiedsrichter: Grobe/Kinzel (Braunschweig); Zeitstrafen: 12:2 Minuten (Svan 4, Golla 2, Lindskog 2, Hald 2, Gottfridsson 2 – Link 2); Rote Karte: Svan (60., Foulspiel), Siebenmeter: 6/6:2/2; Zuschauer: 2750

Spielverlauf: 0:2 (1.), 2:2 (4.), 3:3 (11.), 6:3 (14.), 7:4 (15.), 7:7 (18.), 8:8 (20.), 9:9 (21.), 11:9 (25.), 12:11 (27.) – 13:13 (31.), 15:13 (32.), 17:14 (36.), 17:16 (40.), 18:17 (43.), 21:17 (45.), 22:18 (46.), 22:20 (48.), 24:21 (52.), 25:22 (53.), 26:23 (55.), 26:25 (57.), 27:25 (57.)

Quelle: SG Flensburg-Handewitt

Foto: Anderson-Jensen