07.10.2019  LIQUI MOLY HBL

Flensburg nach Sieg gegen Berlin wieder auf Kurs

Die SG Flensburg-Handewitt konnte ihr viertes Heimspiel in der LIQUI MOLY HBL gewinnen und sich gegen die Füchse Berlin mit 27:23 (12:9) durchsetzen. Die Gäste aus Berlin hatten sich derweil mehr ausgerechnet und konnten nicht an die starke Leistung im DHB-Pokal gegen Magdeburg anknüpfen.

Insgesamt war die Partie eher defensiv geprägt. Die SG operierte mit einer 5:1-Abwehr, zunächst mit Gøran Johannessen an der Spitze, nach neun Minuten mit Simon Jeppsson. Kurz darauf musste die SG eine brenzlige Situation überstehen: eine doppelte Unterzahl. Die „Hölle Nord“ sorgte für Rückendeckung, die Füchse gingen zwar mit 4:5 in Führung, kamen aber nicht weg.

Die Hausherren kämpften, Vorteile ergaben sich in den ersten 20 Minuten allerdings nicht. SG Coach Maik Machulla nutzte seine grüne Karte und brachte zwei neue Nebenleute für Spielmacher Jim Gottfridsson. Holger Glandorf setzte sich zum 9:8 durch, Gøran Johannessen hämmerte den Ball zum 11:9 in die Maschen. Die Füchse kompensierten eine Unterzahl, indem sie ihren Keeper herunternahmen. Der Angriff mündete bei Johannes Golla, der blitzschnell mit einem Distanzwurf reagierte. Das erste Drei-Tore-Polster war die richtige Einstimmung für den Pausentee.

Gleich mit Wiederbeginn startete Lasse Svan zu einem Gegenstoß und entfachte mit dem 13:9 großen Jubel. Neuzugang Marvin Lier verzeichnete seinen ersten Kurzeinsatz. Leider hatte er kein Glück mit seinem Strafwurf. Dafür lachte Benjamin Buric kurz darauf: Er hatte Hans Lindberg einen Siebenmeter-Heber abgeknöpft. Im Gegenzug erhöhte Johannes Golla auf 15:11. Gøran Johannessen packte sogar noch einen drauf. Die „Hölle Nord“ feierte, die Füchse retteten sich in ein Team-Timeout.

Die Wende war den Gästen nicht vergönnt. Das letzte SG Tor des Tages markierte Johannes Golla. Das passte doch bestens zu seiner Vertragsverlängerung. Der Kreisläufer und seine Teamkameraden genossen die gemeinsame Ehrenrunde und den Applaus der Zuschauer.


SG Flensburg-Handewitt: Buric (14/2 Paraden) – Golla (5), Hald, Lier,
Glandorf (1), Svan (5), Jeppsson, Jøndal (2), Steinhauser (2/1),
Zachariassen, Johannessen (5), Gottfridsson (2), Rød (5)

Füchse Berlin: Heinevetter (2 Paraden, ab 49.), Milosavljev (10/4
Paraden) – Ernst, Wiede (2), Holm (5), Struck (4), Mandalinic, Gojun,
Lindberg (4/1), Simak (2/2), Matthes, Kopljar, Koch (2), Marsenic (1),
Drux (3)

Zeitstrafen: 8:12

Siebenmeter: 5/1:5/3

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies 

Zuschauer: 6204

Quelle: SG Flensburg-Handewitt

Foto: Anderson-Jensen