17.01.2019  Liqui Moly HBL

Jugendzertifikat 2019: 23 Clubs für Nachwuchsarbeit ausgezeichnet

Die hervorragende Nachwuchsarbeit der deutschen Erst- und Zweitligisten trägt weiter Früchte. Dafür reicht schon ein Blick auf den aktuell bei der Heim-WM für Furore sorgenden deutschen Kader. Die von Bundestrainer Christian Prokop nominierten Spieler stammen beinahe ausnahmslos aus den Leistungszentren der Clubs der 1. und 2. Bundesliga. In Franz Semper, Tim Suton, Johannes Golla und Sebastian Heymann haben zudem gleich vier U23 Spieler den Sprung in den 28er-Kader geschafft. Das nun wieder vergebene Jugendzertifikat für das Jahr 2019 lässt darauf hoffen, dass die deutschen Profivereine auch in den kommenden Jahren zahlreiche deutsche Talente in die nationale und internationale Spitze führen werden.

Insgesamt werden in diesem Jahr 23 Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga mit dem Jugendzertifikat für ihren nachhaltigen und ressourcenintensiven Aufbau hervorragender Rahmenbedingungen für die Nachwuchsförderung ausgezeichnet. Sieben Erstligisten erwerben das ligaübergreifende Gütesigel gar mit Stern für eine hervorragende Qualität der Nachwuchsförderung.
 
Mit besonderem Prädikat wurden wie schon im Vorjahr die Erstligisten Füchse Berlin, TSV Hannover-Burgdorf, SG Flensburg-Handewitt, SC DHfK Leipzig, SC Magdeburg und MT Melsungen dekoriert. 2019 wieder mit dabei sind die Rhein-Neckar Löwen, die sich letztmals 2017 über die Auszeichnung freuen durften.
 
Mattes Rogowski, Leiter Sport & Lizenzierungsverfahren der DKB Handball-Bundesliga: „Die WM-Nominierungen der vielen jungen deutschen Nationalspieler und der Erfolg der Juniorennationalmannschaft mit der Bronzemedaille bei der U20 Europameisterschaft 2018 in Slowenien zeigen, dass sich die Nachwuchsförderung in Deutschland durch den DHB und die Clubs der Handball-Bundesligen auf internationalem Topniveau befindet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Jugendzertifikats der DKB Handball-Bundesliga, gemeinsam mit dem DHB, bildet eine gute Grundlage für die Ausbildung der Nachwuchstalente.“

Der Expertenausschuss des Jugendzertifikates vergibt das Jugendzertifikat, teils mit besonderem Prädikat (siehe Stern bei Aufzählung), an folgende Clubs:

DKB HBL: TSV Hannover-Burgdorf*, Füchse Berlin*, SG Flensburg-Handewitt*, SC DHfK Leipzig*, SC Magdeburg*, MT Melsungen*, Rhein-Neckar Löwen*, FRISCH AUF! Göppingen, THW Kiel, TBV Lemgo, HSG Wetzlar, TSV GWD Minden, HC Erlangen, TVB 1898 Stuttgart, Bergischer HC und VfL Gummersbach.

2. Handball-Bundesliga: TSV Bayer Dormagen, TUSEM Essen, HBW Balingen-Weilstetten, TuS N-Lübbecke, EHV Aue, HSC 2000 Coburg, HC Elbflorenz Dresden.

Zum Jugendzertifikat: 2007 wurde das Jugendzertifikat als ligaübergreifendes Gütesiegel geschaffen. Einstimmig sprachen sich die Clubs für das anspruchsvolle Vergabeverfahren aus. Seit 2008 wird es an Proficlubs vergeben, die für Nachwuchs-Handballer in ihren Leistungszentren entsprechend gute Rahmenbedingungen bieten. Das Jugendzertifikat setzt voraus, das Nachwuchsspieler in Club und Umfeld möglichst optimale Bedingungen vorfinden, die eine Ausbildung zum Spitzenspieler möglich machen. Im Vergabeverfahren werden Kriterien geprüft, wie z. B. ausgereifte Betreuungs- und Ausbildungskonzepte (Duale Karriere), Qualität des Trainerstabes sowie von Team und Training. Mit der Vergabe für das Jahr 2019 wurde das Zertifikat zum zwölften Mal vergeben.

Die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga vergibt jährlich das Jugendzertifikat. Die Grundlage für die Entscheidungen bilden die Stellungnahmen des Zertifizierungsausschusses, der aus Professor Dr. Klaus Cachay (Universität Bielefeld), Klaus Langhoff (Olympiasieger 1980 als Trainer) und Frank Bohmann (Geschäftsführer Handball-Bundesliga GmbH) besteht.

Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. So sollen für deutsche Nachwuchsspieler bestmögliche Vorrausetzungen geschaffen werden, um in ihren Klubs zu Spitzenspielern zu reifen.

Die Ordnung zur Erteilung des Jugendzertifikates ist unter www.dkb-handball-bundesliga.de (unter HBL GMBH, Formulare/Ordnungen, unter Ordnungen) einzusehen.

Foto: Wolf