14.03.2019  Liqui Moly HBL

Flensburg ist heiß auf den nächsten Sieg

Diese Saison läuft bisher wie am Schnürchen für die Jungs von Trainer Maik Machulla. Man steht mittlerweile bei 22 Saisonsiegen und will am Donnerstagabend gegen die Gastgeber aus Hannover den nächsten Sieg einfahren. Das wird kein leichtes Unterfangen, aber der deutsche Meister reist mit sehr viel Selbstvertrauen an. Aber auch die Hannoveraner haben sich in den letzten Wochen gefangen und für die ein oder andere Überraschung in der heimischen Halle gesorgt. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Die Erinnerungen sind nicht die besten: In der letzten Serie kassierte die SG Flensburg-Handewitt bereits am zweiten Spieltag ihre erste Niederlage und unterlag der TSV Hannover-Burgdorf. Nun kehren die Nordlichter als deutscher Meister zurück in die niedersächsische TUI-Arena, die sie im zweiten Anlauf stürmen wollen. „Ich habe genug Spieler, die vor einer großen Kulisse bestehen können“, weiß SG Trainer Maik Machulla. In der DKB Handball-Bundesliga soll der 23. Sieg eingefahren werden.

Die abgelaufene Woche war mal ganz anders als sonst und kannte auch Genuss-Komponenten. Bis zu zwei Trainingseinheiten standen auf dem Programm, darunter Waldläufe und intensive Kraftübungen. Samstag und Sonntag waren dann komplett frei. Das letzte Spiel liegt nunmehr zehn Tage zurück. Für den sonst ständig geforderten Tabellenführer eine ungewohnte Situation, die auch nachdenkliche Worte provozierte. „Es ist schon merkwürdig, wie so ein Spielplan zu Stande kommt“, findet Maik Machulla. „Es muss aber auch nicht immer wie im November sein, als wir neun Spiele absolvieren mussten und kaum Zeit zum Atmen hatten.“

 

Klar ist, dass die SG am Donnerstag voll auf der Höhe sein muss. Zwar sind die „Recken“ als Zehnter hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben und müssen auch im EHF-Cup mit einem vorzeitigen „Aus“ rechnen, doch zuletzt glückten in der DKB Handball-Bundesliga vier Siege in Folge. Und in der Hinrunde schrammten die Hannoveraner haarscharf an einem Punkt in der „Hölle Nord“ vorbei. Erst Sekunden vor Ultimo traf Hampus Wanne zum 29:28-Siegtreffer. Der Gast war zwar personell limitiert, kompensierte dieses Manko aber mit einem konsequenten 7:6-Positionsangriff. „In dieser permanenten Unterzahl muss man sich entscheiden, was man zulässt und was man unterbindet“, erklärt Maik Machulla. „Im September waren wir da definitiv zu passiv und zu defensiv.“ Die Vorbereitung berücksichtigte nun einen fast kompletten Recken-Kader, da sich auch der lange verletzte Russe Pavel Atman zurückgemeldet hatte. Es spricht vieles für ein erneut enges Spiel.

Foto: Anderson-Jensen

Quelle: SGF