20.04.2019  2. Handball-Bundesliga

Oster-Samstag: sieben Spiele in der 2. Handball-Bundesliga

Dank der Länderspielpause am vergangenen Wochenende hatten die Spieler der 2. Handball-Bundesliga endlich einmal etwas länger Zeit zum Regenerieren, den Kopf frei bekommen, und um sich vorzubereiten: denn der Oster-Samstag hat es in sich! Sieben Partien hält der Spielplan der 2. Spielklasse für alle Handball-Fans bereit. Handball-Deutschland.TV überträgt wie immer live im Stream ab 19 Uhr.

TuS N-Lübbecke vs. TuS Ferndorf

„Vor allem läuferisch wurde viel gearbeitet und die Jungs waren mit Spaß bei der Sache“, lobte Trainer Heidmar Felixson bei der jüngsten Pressekonferenz in der TuS-Geschäftsstelle am Mittwochmittag. Seit die beiden Nationalspieler (Patryk Walczak und Dener Jaanimaa) zurück sind, steht wieder die Taktik und der kommende Gegner im Vordergrund. Am Ostersamstag, 20. April, 19 Uhr, erwarten die „Rot-Schwarzen“ den TuS Ferndorf zum Zweitliga-Duell in der Merkur Arena.

Die Lübbecker Mannschaft profitiere sehr von dem frischen Wind, für den Heidmar Felixson gesorgt habe, stellte TuS-Spieler Marko Bagaric am Mittwochmittag sinngemäß klar. „Wir haben Spaß dabei und ziehen begeistert mit – es läuft!“ Der Coach hört das gern, möchte aber gleichzeitig die Sache mit der spanischen Handballschule nicht überbewertet wissen. „Was ich mitgebracht habe, sind kleine Änderungen, Verfeinerungen, aber keinesfalls erfinde ich den Handball neu“, so Heidmar Felixson. Mehr Tempo, höhere Passgeschwindigkeit seien ihm dennoch sehr lieb.

Gern und freudig kann der Coach inzwischen auch wieder über die personelle Situation im Kader sprechen. Denn – Stand Mittwochmittag – ist der TuS N-L für das Ferndorf-Gastspiel komplett. Verletzungen Fehlanzeige, auch Jan-Eric Speckmann und Kenji Hövels sind wieder mit hoher Intensität mittendrin im Training. Noch arbeiteten sich beide erst noch heran, würden aber definitiv zum Aufgebot für Samstag gehören, so Heidmar Felixson.

Der Gegner sei ein ganz schwerer Brocken, nicht allein aufgrund der Nettelstedter Hinspiel-Niederlage von 19:22 am 3. November. Heidmar Felixson: „Die Ferndorfer sind äußerst beweglich, stark im 1 gegen 1 und im Angriff sehr geduldig und nach Ballgewinnen in der Abwehr agieren sie sehr dynamisch nach vorn.“ Bei der 6:0-Deckung kämen die Spieler auf den Halbpositionen auch immer wieder ein paar Schritte nach vorn. Im Angriff müsse der TuS N-Lübbecke „ebenso geduldig spielen“.

Geschäftsführer Torsten Appel und Trainer Heidmar Felixson freuen sich, dass Marko Bagaric zumindest eine weitere Saison lang dem Lübbecker Kader angehört. Torsten Appel: „Marko ist auch hinter den Kulissen ein wichtiges Bindeglied. Er wird von den Mitspielern sehr geschätzt“ Und der Coach hat ebenso gern vermehrt beobachtet, dass Marko Bagaric immer wieder die Reihen schließt, wenn es während einer Partie darum geht, sich gegenseitig wieder Mut zuzusprechen.

Quelle: TuS N-Lübbecke

Topspiel: HSG Nordhorn-Lingen vs. ASV Hamm-Westfalen

Das Topspiel des 30. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga findet am Ostersamstag im Euregium in Nordhorn zwischen der viertplatzierten HSG Nordhorn-Lingen und dem direkten Verfolger ASV Hamm-Westfalen statt. Angesichts des Heimvorteils, der zwei Punkte Vorsprung der HSG vor dem ASV und wegen des 22:25-Hinspielsieges trotz etlicher verletzungsbedingter Ausfälle gilt der Tabellendritte als favorisiert.

Aber auch für die Westfalen spricht einiges, nicht zuletzt die überragende Bilanz von 17:3 Punkten in der Rückrunde, die der ASV seit Weihnachten gesammelt hat. Die Ausbeute der HSG Nordhorn-Lingen ist allerdings mit 16:4 Zählern nur ganz unwesentlich schwächer. „Das wird ein Spiel zweier sehr ähnlich veranlagter Mannschaften, die beide eine gute Serie spielen. Kleinigkeiten werden den Ausschlag geben“, erwartet ASV-Trainer Kay Rothenpieler einen hochspannenden Verlauf. Ähnlich schätzt das auch Trainerkollege Heiner Bültmann ein, der am Samstag eine sehr volle Halle mit möglicherweise über 3.000 Zuschauern erwartet: „In der Vergangenheit haben beide Mannschaften oft gegeneinander gespielt, dazu kommt die räumliche Nähe, die Spieler kennen sich gut, studieren teilweise in Münster gemeinsam. Und in der Vorbereitung spielen wir oft gegeneinander.“

Personell wird Kay Rothenpieler voraussichtlich alle Optionen zur Verfügung haben. Ein kleines Fragezeichen war noch hinter dem Einsatz von Linksaußen Vyron Papadopoulos. Rothenpieler: „Das entscheiden wir Samstag gemeinsam.“ Heiner Bültmann dagegen fehlen Philipp Vorlicek und Nicky Verjans – dass das aber wenig sagt, wissen die Anhänger des ASV spätestens seit der Hinspielniederlage, als der HSG sogar fünf Stammkräfte fehlten.

Anwurf im Euregium ist um 19:30 Uhr, die Partie wird live von Radio Lippe Welle Hamm und über Handball-Deutschland.TV übertragen.

Quelle: ASV Hamm-Westf.

 

DJK Rimpar Wölfe vs. HC Elbflorenz 06

Am Donnerstag dem 11. April kam die Meldung von der Pressestelle des HC Elbflorenz, dass Trainer Christian Pöhler von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden wurde. Coach Pöhler wechselte im Sommer 2016 vom Drittligisten SV Anhalt Bernburg an die Elbe und stieg mit dem HC Elbflorenz in der Saison 2016/17 in die 2. Handball-Bundesliga auf. Als neuer Trainer steht der bisherige Co-Trainer Rico Göde bereit. Gemeinsam mit dem neu formierten Trainergespann Kay Blasczyk, Jens Pardun und Timo Meinl wird er die Betreuung der Mannschaft übernehmen und soll den Klassenerhalt sichern. Aus der Geschichte weiß man, dass gerade Mannschaften, die mit dem Rücken zur Wand stehen, gefährlich sind. Wenn dann ein Trainerwechsel vollzogen wird, können nochmal extra Kräfte mobilisiert werden. Diesen Effekt erhoffen sich natürlich die Verantwortlichen des HC Elbflorenz.

Vom schlechten Saisonstart noch nicht richtig erholt

Die Dresdner sind in dieser Saison sehr schwer in tritt gekommen und konnten aus den ersten zehn Spielen nur zwei Unentschieden verbuchen. Den ersten Saisonsieg gab es dann ausgerechnet zu Hause gegen die Wölfe. In einem denkbar knappen Spiel setzte man sich mit 27:26 durch. Bis zur Winterpause konnte man dann endlich besser in die Spur finden und kam wieder zurück in den Kampf um den Klassenerhalt. Das Highlight war am Ende der Hinrunde ein 35:27 Heimsieg gegen den haushohen Favoriten aus Coburg. In der Rückrunde gab es viele Möglichkeiten sich in der Tabelle nach oben zu verbessern, aber man ist häufig sehr knapp gescheitert. In den letzten fünf Spielen erreichte man zwei Siege und drei knappe Niederlagen. Die Konsequenzen wurden nun mit dem Trainerwechsel gezogen.

Sehr breiter Kader mit Topspielern gespickt

Im Tor haben die Gäste mit Mario Huhnstock einen erstligaerfahrenen Keeper, der schon häufig seine Klasse bewiesen hat. Nils Holger Kretschmer ist mit 94 Toren der aktuell beste Torschütze des Teams und spielt auch in der Defensive im Mittelblock eine sehr wichtige Rolle. Auf der Mitte steht – zumindest noch bis zum Sommer – der tschechische Nationalspieler Roman Becvar. Er wird nach der Saison zum TuS Nettelstedt-Lübbecke wechseln. Am Kreis können die beiden Kreisläufer Norman Flödl und Henning Quade sehr viel Erfahrung vorweisen und bilden zusammen ein sehr gefährliches Duo, das die Wölfe in den Begriff bekommen sollten.

Wölfe mit gutem Selbstvertrauen

Die Wölfe wissen um die Schwere der Aufgabe. Denn ein Gegner, der im Abstiegskampf um das sportliche Überleben kämpft, ist immer gefährlich. Gerade im letzten Heimspiel gegen den HSV Hamburg hat man gesehen, dass man jederzeit 100% der eigenen Leistung bringen muss, um den Sieg eintüten zu können. Aus den letzten zwölf Spielen konnten die Wölfe neun Siege und zwei Unentschieden holen. Diese Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen und gerade zu Hause ist man besonders stark. Die junge Mannschaft der Wölfe hat sich wirklich stabilisiert und steht verdient auf Platz 8 der Tabelle. Nachdem es zu Beginn der Saison in Sachen Abstiegskampf doch nicht so gut aussah, kann man mittlerweile etwas entspannter auf die Tabelle schauen.
Die Wölfe wollen jetzt in den letzten neun Saisonspielen weiterhin punkten und dann wird man sehen, ob man vielleicht noch einen Platz nach oben gut machen kann. Personell steht Trainer Matthias Obinger nach einem spielfreien Wochenende der komplette Kader zur Verfügung. Philipp Meyer konnte bereits in Dessau wieder mitwirken und nimmt erneut voll am Trainingsbetrieb teil. Nun gilt es wieder alle Kräfte zu mobilisieren und die Tugenden abzurufen, die die Wölfe auszeichnen. Wenn dies über 60 Minuten gelingt und man die Fans mitreißen kann, dann sind die nächsten zwei Punkte definitiv möglich. Auf geht's Wölfe, kämpfen und siegen!

Quelle: DJK Rimpar Wölfe

 

HSC Coburg 2000 vs. VfL Lübeck-Schwartau

Gegner-Portrait:

Die Handballer des VfL Bad Schwartau können auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken, die von einigen Höhen und Tiefen geprägt ist. Als 1966 im deutschen Hallenhandball die (damals noch zweigeteilte) Bundesliga eingeführt wurde, war auch der VfL mit von der Partie. Bis 1976 konnte man sich (mit einer Ausnahme) in der höchsten Spielklasse behaupten. Es folgten einige magere Jahre, in denen man zeitweise sogar bis in die Oberliga abrutschte. Doch ab Mitte der achtziger Jahre ging es für die Marmeladenstädter wieder spürbar aufwärts. 1986 war man wieder in der 2. Bundesliga angekommen. 1990 gelang zum ersten Mal der Aufstieg in Liga 1, der man dann (mit Unterbrechungen) bis zum Jahre 2002 angehörte. Der größte Vereinserfolg war der Gewinn des DHB – Pokals in der Saison 2000/01.

Doch nur ein Jahr später schien die Zukunft des Bad Schwartauer Handballs fraglicher denn je. Mannschaft, Management und zahlreiche Sponsoren wechselten geschlossen zum neu geschaffenen HSV Hamburg, der auch Schwartaus Bundesligalizenz übernahm. Doch dem VfL gelang der erhoffte Neuaufbau: 2008 kehrte das Team wieder in die 2. Bundesliga zurück und schaffte 2011 auch problemlos die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga. Die bislang beste Platzierung gelang schließlich in der vergangenen Saison, in der das Team erstmals auch unter dem neuem Namen VfL Lübeck – Schwartau auflief und am Ende Rang 3 belegte.

Starker Kader mit großen Verletzungsproblemen    

Als „Best of the Rest“ hinter den beiden Aufsteigern mussten sich die Norddeutschen natürlich auch für die neue Spielzeit zum erweiterten Favoritenkreis zählen lassen, zumal man auch personell einiges zu bieten hat. „Wir haben einen qualitativ hochwertigen Kader. Da werden Nuancen entscheiden, wer spielt. Da muss jeder Gas geben“, freute sich Trainer Torge Greve vor der Saison noch über die vermeintlich komfortable Situation. Zwischen den Pfosten ist Dennis Klockmann die unangefochtene Nummer 1. Der 2,10 m große Keeper spielte unter anderem bereits für den THW Kiel, die MT Melsungen, den TuS N – Lübbecke sowie Eintracht Hildesheim und wurde in der Saison 2016/17 von den Managern und Trainern zum „besten Torhüter der Liga“ gewählt.  Sein Vertreter ist auch in dieser Spielzeit VfL – Eigengewächs und U21 – Nationalspieler Marino Mallwitz.

Die Qual der Wahl schien der Trainer dagegen im Rückraum zu haben. Mit Shooter Jan Schult und Neuzugang Pawel Genda verfügt der VfL auf der linken Aufbauposition nominell über zwei extrem torgefährliche Akteure. Allerdings zog sich der polnische Nationalspieler bei einem Testspiel gegen Deutschland kurz vor Weihnachten einen Kreuzbandriss zu und fällt für den Rest der Saison aus. Zwar steht mit Abwehrchef Martin Waschul eine weitere Option auf dieser Position parat. Dennoch sah man beim VfL in der WM – Pause Handlungsbedarf und verpflichtete Jonas Ottsen vom Drittligisten TSV Altenholz bis zum Saisonende nach. Stark besetzt sind die Norddeutschen auch im rechten Rückraum. Der 22jährige „Rohdiamant“ Antonio Metzner, 2015 vom Handball – Internat des TV Großwallstadt gekommen, schaffte beim VfL den Sprung in die Junioren – Nationalmannschaft und gilt längst als eines der größten deutschen Talente auf dieser Position. Dagegen musste sich Publikumsliebling Toni Podpolinski, der nach seiner schweren Krankheit längst wieder zu alter Stärke zurückgefunden hatte, in dieser Saison immer wieder mit gesundheitlichen Problemen herumplagen. Verletzungssorgen hatten die Norddeutschen auch auf zentralen Aufbauposition. Hier steht mit dem gelernten Linksaußen Markus Hansen aktuell nur ein etatmäßiger Spielmacher zur Verfügung. Der vor der Saison aus Balingen gekommene und als Top – Transfer gefeierte isländische Nationalspieler Sigtryggur Daði Rúnarsson steht nach seiner Knie – OP im Moment ebenso wenig zur Verfügung wie Eigengewächs Tim Claasen.

Verzichten muss der VfL weiterhin auch auf Linksaußen Sebastian Damm, der noch an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls laboriert. Allerdings steht hier mit dem Ex – Magdeburger Thees Glabisch zuverlässiger Vertreter bereit. Die neue Nummer 1 auf Rechtsaußen ist Rückkehrer Finn Kretschmer, der zuletzt vier Jahre lang beim Erstligisten TVB Stuttgart aktiv war. Die Einsatzzeiten am Kreis teilen sich Steffen Köhler, der Ex – Kieler Fynn Ranke sowie Neuzugang Marcel Möller.

Quelle: HSC Coburg 2000

Wilhelmshaverner HV vs. TV Großwallstadt

Vor zwei Wochen gelang dem TV Großwallstadt im Heimspiel gegen den TV Emsdetten ein schöner Erfolg. Danach kam die Länderspielpause und jetzt geht es in der Hatz um die Punkte weiter.  Am Ostersamstag geht es in der Nordfrost-Arena gegen den Wilhelmshavener HV.

Die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann musste am vergangenen Montag beim Handball Sport Verein Hamburg antreten und verlor mit 23:30. Damit stehen die Jadestädter derzeit mit 20:38 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der Dessau-Rosslauer HV und der HC Elbflorenz haben die gleiche Punktzahl wie der WHV, aber das bessere Torverhältnis. Die Großwallstädter belegen derzeit mit 21:37 Zählern den 16. Platz.

Wichtiges Spiel für beide

Für beide Mannschaften steht am Samstag ein enorm wichtiges Spiel an, wollen sie in der Liga bleiben. Der WHV hat im Kampf um den Ligaerhalt in der Winterpause noch einmal aufgerüstet und sich die Dienste von den Rückraumspielern Miladin Kozlina von den Rhein Vikings, Bartosz Konitz von Eintracht Hagen und Torhüter Angelo Grunz vom Drittligisten VfL Potsdam gesichert.

Konitz ist sehr spielstark und kann aus dem Rückraum enorm platziert werfen. Kozlina ist ein Abwehrspezialist und eine Verstärkung im Innenblock. Der junge Torhüter Grunz hat sicher Potenzial, um sich gut weiter zu entwickeln.

Daher sagt auch TVG-Trainer Florian Bauer: „Wilhelmshaven ist im Vergleich zum Hinspiel mit Konitz und Kozlina gefestigter.“ Doch nicht nur die Neuen, auch Linkshänder Rene Drechsler oder der Halblinke Tobias Schwolow können große Probleme bereiten. Bauer: „Wir müssen auf der zuletzt gezeigten Leistung aufbauen. Gegen Nettelstedt haben wir gesehen, dass wir noch Körner haben. Gegen Emsdetten hat es dann gepasst. So wollen wir weitermachen.“

Routinier Michael Spatz weiß um die Schwere der Aufgabe

Michael Spatz, der Routinier im TVG-Team, weiß, dass eine Menge Arbeit vor allem in der Abwehr auf den TVG zukommt und  sagt: „Für uns wird es in Wilhelmshaven wieder ein sehr wichtiges Spiel. Das Team ist hinter uns in der Tabelle und sollte es auch möglichst noch nach dem Spiel sein. Der WHV hat sich in der Winterpause mit Konitz und Kozlina mit zwei erfahrenen Spielern verstärkt und hat dadurch nochmal, gerade in der Abwehr, an Stabilität gewonnen. Neben den zwei neuen Jungs müssen wir vor allem auf die Rückraumspieler Schwolow und den Linkshänder Drechsler achten.“ Er schickt sich gerade an, die 2000er-Tormarke für den TVG zu knacken. Im Moment hat Spatz 1974/819 Treffer nur in seiner TVG-Zeit auf dem Konto. Der Außen freut sich zwar über seine Trefferzahl, doch im Vordergrund steht ein erhoffter Sieg in Wilhelmshaven.

Verletzungssorgen beim TVG

Verletzungssorgen plagen den TVG. Tomas Urban kam vom  Länderspieleinsatz vergangene Woche verletzt zurück. Im letzten Spiel für sein Land riss er sich die Bizepssehne an der rechten Schulter, nicht an seinem Wurfarm. Er wurde am Montag von Mannschaftsarzt Dr. Petermann operiert. „Das tut uns sehr leid für Tomas und wir wünschen ihm alles Gute. Er musste in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungen kämpfen und fällt jetzt erneut lange aus“, sagt Trainer Bauer. Auch Kapitän Florian Eisenträger ist angeschlagen. Er hat Knieprobleme und sein Einsatz wird sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden.  Ansonsten kann der TVG auf alle Spieler zurückgreifen und fährt gut vorbereitet in das über 500 Kilometer entfernte Wilhelmshaven. Bereits nach dem Frühstück geht es morgens los, damit Zeit für genügend Pausen ist.

Quelle: TV Großwallstadt

 

TV 05/07 Hüttenberg vs. TuSEM Essen

Nach der Länderspielpause will der TV 05/07 Hüttenberg gegen den TuSEM Essen im Sportzentrum Hüttenberg bestehen. Anwurf ist am Samstagabend um 19:30 Uhr. Das Hinspiel zwischen den beiden Zweitligisten endete im November 24:24-Uentschieden. Dabei hatte der TVH sogar über weite Strecken geführt. Die komplette Partie gibt es LIVE auf Sportdeutschland.tv zu sehen.

TVH-Cheftrainer Emir Kurtagic war mehr oder weniger dankbar für die abgelaufene Länderspielpause, denn trotz der Nachverpflichtung von Carlos Prieto am Kreis, musste der Coach im Training ein ums andere Mal improvisieren. Obwohl sich das Team unter der Woche mit einigen Blessuren herumschlug (zudem weilte Dieudonné Mubenzem bei der tschechischen Auswahl), wird aber am Samstag wohl voraussichtlich der Kader aus dem Auswärtsspiel beim VfL Lübeck-Schwartau auflaufen können.

Das Duell mit dem VfL am letzten Ligaspieltag war eine der verrückteren Partien in dieser Saison. Obwohl Hüttenberg zur Pause an der Ostseeküste mit 9:14 im Hintertreffen lag, sorgte ein Aufbäumen der Mittelhessen im zweiten Durchgang doch noch für einen verdienten 21:19-Erfolg. An den hart erkämpften zwei Punkten hatten vor allem Torhüter Nikolai Weber und Markus Stegefelt großen Anteil, der an seinem Geburtstag sieben Treffer für den TVH erzielte.

Die morgigen Gäste aus dem Ruhrpott hingegen waren in den vergangenen Wochen deutlich weniger erfolgreich. Essen reist mit einer Niederlagenserie von vier Pleiten in Serie nach Hessen. Die Mannschaft von Jaron Siewert –mit 25 Jahren der jüngste Coach der Liga – steckt in ihrem zweiten Formtief in dieser Saison. Spielte das Team zu Beginn der Runde noch um die vorderen Tabellenplätze mit, findet sich der TuSEM momentan auf einem siebten Rang wieder. Doch Essen hat schon einige Male bewiesen, dass es keineswegs unterschätzt werden darf. Von einer spannenden Partie im “Hexenkessel Mittelhessen” ist also auszugehen.

„Am Ende wird die Tagesform entscheiden. Diese Liga spielt total verrückt, wenn man sich die letzten Ergebnisse ansieht“, so Kurtagic mit Blick auf den anstehenden Schlagabtausch. „Wir hatten in Essen eine ganz schlechte letzte Viertelstunde und das darf uns morgen Abend nicht wieder passieren.“

Quelle: TH Hüttenberg

 

HC Rhein Vikings vs. Dessau-Rosslauer HV 06

Zum 30.Spieltag der 2. Handball-Bundesliga empfängt der HC Rhein Vikings den abstiegsbedrohten Dessau-Roßlauer HV 2006 im Castello Düsseldorf. Das Hinspiel gewann der DRHV mit 28:17.

Im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga geht es momentan sehr eng zu. Dessau liegt punktgleich mit dem Wilhelmshavener HV und dem HC Elbflorenz auf dem 18. Tabellenplatz. Das rettende Ufer ist mit Eintracht Hagen bereits drei Punkte entfernt, Aue und Dormagen liegen jeweils vier Punkte vor Dessau-Roßlau.

Es sind noch genügend Spiele zu gehen, um den drohenden Abstieg abzuwenden, aber jetzt dürfen keine Punkte mehr verschenkt werden. Das weiß auch Trainer Uwe Jungandreas: „Wir brauchen unter allen Umständen einen Sieg.“ Aber er weiß ebenso, dass es nicht leicht werden wir bei den Vikings zu punkten: „Die Rhein Vikings haben zuletzt gute Ergebnisse erzielt. Sie haben in Ferndorf unentschieden gespielt. Außerdem können sie frei aufspielen.“

Das wird auch der große Vorteil der Vikings werden. Während der Abstieg bereits feststeht und die Verantwortlichen die Mannschaft für die kommende Saison ausrichten, können die Spieler unbeschwert in die Spiele gehen und ihr volles Potenzial ausschöpfen. Der Dessau-Roßlauer HV hingegen steckt mittendrin im Abstiegskampf und sieht sich wöchentlich einem großen Druck ausgesetzt. Nach zwischenzeitlich zwei wichtigen Siegen gegen Großwallstadt und Hamburg und einem Unentschieden in Ferndorf, sind die Ergebnisse wieder abgeflacht. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Folge, auch gegen den direkten Konkurrenten HC Elbflorenz.

Die Gäste werden also auch im Castello gehörig unter Druck stehen und einer motivierten Vikings-Truppe gegenüber stehen, die sich nur mit dem Unentschieden gegen Ferndorf nicht zufrieden gibt: „Wir haben uns endlich für unsere Bemühungen und guten Leistungen belohnt. Jetzt wollen wir dort ansetzen und weiter gute guten Handball spielen. Bis zum Ende der Saison wollen wir so viele Punkte wie möglich mitnehmen“ äußert sich Jörg Bohrmann.

Quelle: HC Rhein Vicings