02.09.2018  2. Handball-Bundesliga

Hat der Sonntag in der 2.HBL wieder Überraschungen im Gepäck?

Mit diesem furiosen Sieg des TuS Ferndorf gegen den VfL Lübeck am Samstagabend hat wohl niemand gerechnet. Am Sonntagnachmittag greift mit Bayer Dormagen im Spiel gegen den EHV Aue wieder ein Aufsteiger ins Geschehen ein. Außerdem duellieren sich die HSG Nordhorn-Lingen und der TV Hüttenberg und der Dessau-Rosslauer HV empfängt die zuletzt starken Essener! Alle Spiele des Nachmittags zeigt Sportdeutschland.tv live.

„Ich denke, das wird ein sehr schweres Auswärtsspiel, gegen eine Mannschaft, die schon seit Jahren zusammen und auch gut eingespielt ist.“, weiß Hüttenbergs Trainer Emir Kurtagic, dass die erste Auswärtsfahrt seiner Hüttenberger gewiss kein Spaziergang wird. Für die Hessen geht es nach dem Remis gegen den EHV Aue zur HSG Nordhorn-Lingen. Die überzeugte in ihrem ersten Spiel mit einem 33:20-Kantersieg gegen den TV Emsdetten. Deswegen ist sich Kurtagic sicher, dass es mit der Leistung der vergangenen Woche für seine Hessen schwer werden wird Punkte in Nordhorn einzufahren: „Wir müssen eine deutliche Steigerung im Vergleich zu unserem letzten Auftritt auf das Feld bringen. Da muss aber auch einiges zusammenkommen und besser laufen. Wir müssen einfach besser spielen.“  Besonderes Augenmerk ist auf die Toptorschützen Nicky Verjans und Pavel Mickal zu richten, die mit neun und zehn Treffern am vergangenen Spieltag den TVE nahezu im Alleingang aus der Halle warfen. Mit einer soliden 3-2-1-Deckung, einer klaren Chancenverwertung und Geduld im Angriffsspiel will Kurtagic die Nordhorner nicht ins Spiel kommen lassen und so die Partie zu Gunsten seines Teams entscheiden.

Links zu den Spielen

Im ersten Heimspiel musste sich Aufsteiger Dormagen direkt mit einem der Top-Aufstiegsaspiranten, dem TuS N-Lübbecke messen. Trotz einer couragierten Leistung musste sich das Team von Trainer Uli Kriebel mit 21:29 geschlagen geben. Am Sonntagnachmittag steht eine der weiten Auswärtsfahrten der Liga auf dem Programm. Dormagen ist beim EHV Aue zu Gast. Vor der Partie eint die beiden Klubs ein Ziel: Der Klassenerhalt! Dafür wird von Saisonbeginn an um jeden Punkt gekämpft, dem ist sich auch Dormagens Trainer Kriebel bewusst: "Aue gehört der Zweiten Liga seit 24 Jahren an und zeichnete sich immer durch seine Heimstärke aus. Aber wir werden alles versuchen, um etwas Zählbares aus dem Erzgebirge mit nach Hause zu nehmen." Für den EHV Aue startete die Saison mit einem ersten kleinen Erfolgserlebnis. Die Erzgebirgler starteten gegen den hochgehandelten TV Hüttenberg mit einem Unentschieden in die Saison. Mit dem Selbstbewusstsein aus dieser Partie wollen sie jetzt zu Hause doppelt punkten!

Einen Auftakt nach Maß legte der TuSEM Essen vergangenes Wochenende bei seinem Heimspiel hin. Nach einem klaren 34:26-Sieg über die Rimparer Wölfe rangiert Essen zumindestens vorübergehend auf dem zweiten Tabellenplatz. Eine Momentaufnahme, die aus Sicht der TuSEM-Fans noch länger Bestand haben könnte. Dafür muss das Team am Sonntag aber beim Dessau-Rosslauer HV nachlegen. Keine leichte Aufgabe, denn die Blau-Weißen wollen nach der Pleite gegen Hagen unbedingt punkten. Außerdem gilt es eine Serie zu verteidigen. Noch nie konnte der TuSEM Punkte aus der Anhalt-Arena entführen. Daher will Essens Trainer Jaron Siewert vor der Partie nichts mit der klaren Favoritenrolle zu tun haben: „Ein Auftaktsieg ist immer schön und gibt ein gutes Gefühl für das nächste Spiel, jedoch wartet in Dessau eine schwere Aufgabe auf uns. Dessau spielt sehr unangenehm in der Abwehr und macht viel Druck über die erste und zweite Welle. Die Fans erzeugen eine ebenso unangenehme Atmosphäre für die Gastmannschaft, welche es heißt auszublenden. Wir wollen wieder unsere Leistung abrufen und die Fehleranzahl erneut ähnlich geringhalten, damit es nicht nur bei dem Auftaktsieg bleibt.“ In Dessau weiß man ebenfalls um die Stärken des kommenden Gegners: „Essen hat ein junges Team, das mit einer kompakten 6:0-Abwehr, manchmal auch einer unbequemen 5:1-Abwehr und einem starken Torhüter im Rücken agiert. Sie spielen einen prägnanten Positionsangriff. Mit Lukas Ellwanger, Justin Müller, Luka Witzke und Dennis Szczeny sind gleich vier Spieler gut im Eins-gegen-Eins. Der Sieg am ersten Spieltag kommt nicht von ungefähr. Wir wollen dem von Beginn an mit einer kompakten Abwehr begegnen und die Essener nicht in die Eins-zu-Eins-Situationen kommen lassen. Mit dem ein oder anderen Ballgewinn müssen wir selbst zu schnellen Toren kommen“, so die Marschroute von DRHV-Coach Uwe Jungandreas.

Alle Spiele gibt es live auf Sportdeutschland.tv.

Foto: Worm