16.09.2018  2. Handball-Bundesliga

Der Sonntag in der 2. HBL: Der Positionskampf geht in die nächste Runde

Nachdem am Samstagabend schon Punkte verteilt wurden, geht es jetzt für sechs weitere Teams um die nächsten Zähler. Mit dem Selbstvertrauen des Derbysieges empfangen die Rimparer Wölfe den VfL Lübeck-Schwartau. Außerdem treffen der HC Elbflorenz und der HBW Balingen-Weilstetten aufeinander. In der dritten Partie messen sich der Dessau-Rosslauer HV und der TV Grosswallstadt. Alle Spiele live ab 17:00 Uhr auf Sportdeutschand.tv!

Sowohl für die Rimparer Wölf als auch für Lübeck verlief der Saisonstart nicht so gut wie erwartet. Beide Teams kassierten zu Saisonbeginn nicht einkalkulierte Niederlagen, doch am letzten Spieltag sammelten beide endlich das nötige Selbstbewusstsein. Rimpar siegte knapp im Derby gegen Grosswallstadt und der VfL gewann deutlich gegen Dessau. „Die Stimmung in der Mannschaft ist natürlich nach dem Sieg gegen Dessau gut. Nach dem Spiel gegen Ferndorf haben wir eine gute Antwort gegeben und einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Mannschaft möchte nun beweisen, dass sie aus dem letzten Auswärtsspiel gelernt hat. Diese Entschlossenheit hat man in der einzelnen Trainingseinheit gesehen“, ist VfL-Trainer Torge Greve mit der  Einstellung seines Teams vor dem nächsten schweren Spiel zufrieden. Das Spiel in Würzburg sieht er als nächste Bewährungsprobe für die Blau-Weißen: „Rimpar ist eine etablierte Mannschaft in der Zweiten Bundesliga und enorm heimstark. Das hat zum einem mit einem starken Defensivverbund zu tun, aber auch im Angriff verfügen sie mit Schmidt, Herth und Kaufmann über starke Einzelspieler.“ Auf die Defensive wird es am Sonntag ankommen, schließlich kann sich auch Lübeck auf seine Abwehrreihen mit Torhüter Dennis Klockmann dahinter verlassen.

Im Spiel zwischen dem HC Elbflorenz und dem HBW Balingen-Weilstetten treffen zwei Teams aufeinander, die mit ihrem Saisonstart bisher ebenfalls noch nicht zu 100 Prozent zufrieden sind. Besonders die 22:23-Niederlage des HBW beim ASV Hamm-Westfalen beschäftigte die Gallier von der Alb: "Wir sind natürlich schon wütend über uns selbst, dass wir das Spiel nicht nach Hause gebracht haben. Über 55 Minuten spielen wir extrem gut, lassen dann aber durch technische Fehler zwei Bälle liegen, die von Hamm sofort bestraft wurden. Im entscheidenden Moment sind wir nicht konsequent genug gewesen, um das Spiel nach Hause zu bringen“, so Cheftrainer Jens Bürkle, der den vermeidbaren Punktverlust erst einmal mit seinem Team aufarbeiten musste. Dazu kam die bittere Verletzung von Kreisläufer Benjamin Meschke, der sich einen Wadenbeinbruch zuzog und in den kommenden Wochen ausfallen wird. Jetzt gilt es für die Balinger den Blick nach vorne zu richten: Beim HC Elbflorenz erwartet die Truppe von Jens Bürkle eine hitzige Atmosphäre. Der Trainer des HBW blickt dennoch zuversichtlich auf die Auswärtspartie und will die bisherigen Ergebnisse nicht überbewerten: „Durch die Niederlage sind wir natürlich schon ein bisschen unter Druck, in Dresden etwas mitzunehmen, damit der Saisonstart vernünftig ist. Trotzdem sind wir fokussiert, weil wir wussten, dass es ein extrem schweres Auftaktprogramm sein würde. Jetzt heißt es aber, weiter zu machen. Die Saison ist noch lang. Es sind zwei Punkte, die wir in Hamm verloren haben, mehr aber auch nicht.“

Die Gastgeber vom HC Elbflorenz haben sich nach einem guten Einstand und einem Punktgewinn gegen den bislang stark aufspielenden VfL Eintracht Hagen ebenfalls mehr erwartet. Es folgten vier Niederlagen und damit voerst der vorletzte Tabellenplatz. Zeit die Bilanz vor den eigenen Fans aufzubessern. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison geht es für beide Teams um viel. Das ist auch den Trainern bewusst, die einen leidenschaftigen Kampf auf Augenhöhe erwarten.

Auf seine Heimstärke kann sich der Dessau-Rosslauer HV immer verlassen: Bisher gewann der DRHV in eigener Halle gegen den TuSEM Essen. Auswärts reichte es noch nicht für einen Punktgewinn, daher rangiert das Team momentan auf dem 14. Tabellenplatz. Die Grosswallstädter liegen mit einem Punkt drei Plätze dahinter auf Rang 17. Die magere Punkteausbeute ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Mannschaften. Sowohl Dessaus Trainer Uwe Jungandreas, als auch sein Pendant auf Seiten des TVG, Florian Bauer, haben immer wieder mit der dünnen Personaldecke zu kämpfen. So muss Grosswallstadt die Ausfälle von den Leistungsträgern Florian Eisenträger und Lars Spieß kompensieren. Der DRHV verschaffte sich erst vor kurzem etwas Luft durch die Verpflichtung des Tschechen  Slavomir Mlotek.

Auch ein Blick auf die Statistiken der letzten Spiele verspricht eine Partie auf Augenhöhe. Mit einer Wurfausbeute von knapp über 60 Prozent befinden sich beide Teams im Mittelfeld der Liga. Und auch bei den Zahlen der Torhüter bahnt sich ein Kopf an Kopf-Rennen an:  Rund 25 Prozent aller Bälle, die auf das Gehäuse der Schlussmänner kommen, finden nicht ihren Weg ins Netz. Die Tagesform wird wieder  entscheidend sein.

Alles Spiele live ab 17:00 Uhr auf Sportdeutschland.tv!

Foto: Koenig