10.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Der Freitag in der 2.HBL: Aufstiegsduell in Coburg und Ostderby in Aue

Die 2. Handballbundesliga geht in die Schlussphase und es bleibt weiterhin spannend! Während es am 34. Spieltag an der Spitze zum absoluten Topspiel zwischen dem HSC 2000 Coburg und dem HBW Balingen-Weilstetten kommt, kämpfen Platz 10 bis 20 um den Klassenerhalt. Alle Spiele wie immer LIVE auf Handball-deutschland.tv!

19:30 Uhr: TUSEM Essen vs. TV Großwallstadt

Fünf Spieltage vor Schluss kämpft der TV Großwallstadt weiter um den Verbleib in der 2. Handball-Bundesliga. Aktuell liegt der Traditionsverein auf Rang 17 lediglich zwei Zähler hinter dem rettenden 15. Platz.

Die heutige Aufgabe bei TUSEM Essen wird allerdings keine leichte: Essen gewann zwei seiner letzten drei Partien und befindet sich auf dem siebten Rang. Somit ist der TUSEM eine von nur neun Mannschaften, die den Klassenerhalt in der Tasche hat. 

Was dem Auswärtsteam hingegen Mut machen wird, ist das Hinspiel in Großwallstadt, als der TVG eine torreiche Partie mit 36:33 für sich entscheiden konnte. Michael Spatz war am 25. November der alles überragende Akteur, traf 13 seiner 14 Wurfversuche. Zudem kam Torhüter Jan Steffen Redwitz auf 14 Paraden.

Allerdings wird es für den TVG schwer werden, denn neben Tomas Urban und Jan Blank hat sich auch noch Lars Spieß (Nasenbruch) verletzt. Die personelle Situation ist angespannt, doch Florian Bauer sagte: „Es nutzt alles Jammern nichts. Es geht immer weiter.“ 

Auf Essener Seite hat Luca Witzke seit mehreren Wochen mit Kniebeschwerden zu kämpfen, sodass die medizinische Abteilung und das Trainerteam beschlossen, ihn für zwei Wochen zu schonen. Für ihn rückt Dustin Kraus erstmals in den Zweitligakader. 

Während der EHV Aue in letzter Zeit fleißig gepunktet hat und sich somit eine gute Lage im Kampf um die Startplätze in der 2. Liga erkämpft haben, müssen die Biber aus Dessau wohl bis zuletzt zittern.

„Es steht das letzte Derby an. Beide Teams haben allerdings völlig unterschiedliche Ausgangspositionen. Aue hat so gut wie, den Klassenerhalt sicher. Uns dagegen läuft natürlich langsam die Zeit bzw. die Spiele davon. Eine rechnerische Chance besteht noch und solange kämpfen wir um jeden Ball und um jeden Punkt. Eigentlich haben wir keine Chance mehr und die müssen wir jetzt nutzen.“, formuliert DRHV-Trainer Uwe Jungandreas die Situation vor dem Derby in Aue drastisch.

Es wird sich auf jeden Fall eine große Schar an Dessau-Anhänger auf den Weg nach Lösnitz machen, um ihren DRHV im letzten Ostderby der Saison zu unterstützen.

In der HUK-Coburg Arena in Coburg, stehen sich mit dem Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten und dem Tabellendritten, dem HSC 2000 Coburg, zwei absolute Top-Teams der Liga gegenüber.

Lange Zeit der Saison belegten die beiden Mannschaften Rang eins und zwei, seit dem letzten Spieltag ist allerdings die HSG Nordhorn-Lingen der Verfolger Nummer eins. „Für uns ist es eine tolle Chance, den HSC auf fünf Punkte zu distanzieren“, erklärte HBW-Coach Jens Bürkle, dass er mit seiner Mannschaft mit einem sehr guten Gefühl nach Coburg fährt.

Das Hinspiel entschieden die "Gallier von der Alb" mit 31:26 für sich - dank einer starken Schlussphase und einem zehnfachen Torschützen Oddur Gretarsson. Der Isländer ist aktuell mit 178 Toren sechstbester Schütze der 2. Handball-Bundesliga.

Vor ihm und den anderen Angreifern des HBW ist HSC-Trainer Jan Gorr also bestens gewarnt. Er gibt sich vor dem Spitzenspiel aber selbstbewusst: "Wir fühlen uns in der Jäger-Rolle wohl. Das wollen wir gegen Balingen zeigen und die Partie natürlich gewinnen." Sein Gegenüber auf der HBW-Bank bringt die Situation gut auf den Punkt: „Wenn der Erste gegen den Dritten spielt, geht es nicht darum, wer mehr oder wer weniger Druck hat. Da will einfach jeder nur gewinnen“ so HBW-Trainer Bürkle. 

Es ist also alles angerichtet für das absolute Spitzenspiel zwischen den Franken und den Schwaben - wer den Sieg stärker will wird sich heute abend zeigen. 

Das vierte Spiel am heutigen Abend bestreiten der VfL Eintracht Hagen und der ASV Hamm-Westfalen. Beide Teams haben noch ein Ziel vor sich: Während der VfL allerdings mit aller Macht um den Klassenerhalt kämpft, versucht der ASV seine Verfolgerrolle auszufüllen und im Falle eines Patzers der Konkurrenz zur Stelle zu sein. Denn auf den Aufstiegsplatz sind es lediglich vier Punkte, bei noch fünf ausstehenden Partien.

Doch nicht nur wegen der Tabellensituation ist es ein besonderes Spiel, denn der Hagen-Coach Niels Pfannenschmidt besitzt eine ASV-Vergangenheit, war dort zwei Jahre lang tätig. "Natürlich ist es auch für mich ein besonderes Spiel gegen den Ex-Verein. Es ist immer schön auf viele bekannte Gesichter zu treffen, aber nichtsdestotrotz ist es für uns ein wichtiges Spiel”, so der Hagener Coach.

Umgekehrt kehrt der ehemalige Hagen-Spieler Jan von Boenigk das erste Mal seit seinem Wechsel zum ASV an seine alte Wirkungsstätte zurück. Man kennt sich also gut und es wird mit entscheidend sein, die aggressive Abwehr der Gäste mit viel Tempo und Zielstrebigkeit vor Probleme zu stellen. Zudem setzt VfL-Trainer Pfannenschmidt auf das lautstarke Publikum um nach den 60 Minuten für eine Überraschung zu sorgen.

Foto: Moschkon