02.03.2019  2. Handball-Bundesliga

2. HBL am Samstag: Ligaprimus zu Gast in Ferndorf

Während Balingen in der Tabelle weiter voranschreiten will, kämpft der TuS N-Lübbecke daheim um Wiedergutmachung. Rimpar, Emsdetten und Hüttenberg wollen ihr Polster auf die Abstiegsränge vergrößern und im gesicherten Mittelfeld der Liga ankommen. Der Wilhelmshavener HV und Eintracht Hagen hingegen stecken mitten im Abstiegskampf und wollen jeweils einen überraschenden wie enorm wichtigen Auswärtssieg einfahren. Die Partien des Samstagabends im Überblick:

19:00 Uhr: TuS N-Lübbecke - TV Emsdetten

Der letztjährige Bundesligaabsteiger TuS N-Lübbecke hat im Heimspiel gegen den TV Emsdetten eine Menge wieder gut zu machen. Zwar liest sich die Bilanz des Kalenderjahres 2019 mit zwei Siegen und einer Niederlage nicht besonders schlecht, doch hatte die 25:32-Pleite in Essen einen äußerst bitteren Beigeschmack. Fast wehrlos ergab sich das Team von Trainer Aaron Ziercke vergangenen Freitag. Mit Aufstiegskampf hatte jene Vorstellung des TuS nicht wirklich etwas zu tun. Dementsprechend ist die Devise für den anstehenden Heimauftritt klar: "Das ganze Auftreten muss stimmen – von Anfang an. Ohne die nötige Aggressivität geht nun mal gar nichts. Die Körpersprache muss wieder eine ganz andere sein", fordert Ziercke im Vorfeld der Partie von seiner Mannschaft. Auch im Lager der Gäste dürfte die Stimmung schon einmal besser gewesen sein. Zwar fuhr der TV einen Pflichtsieg in Düsseldorf ein, musste sich Hüttenberg und den Rimparer Wölfen aber jeweils in heimischer Halle geschlagen geben. Der Abstiegskampf ist somit ein Thema in Emsdetten.

Fünf der letzten sechs Heimspiele konnten die Rimparer Wölfe in der s.Oliver Arena zu ihren Gunsten entscheiden. Am heutigen Samstagabend soll gegen den VfL Eintracht Hagen der nächste Streich folgen. Ein Erfolg, der wichtig wäre. Zwar rangieren die Hausherren im Mittelfeld der Tabelle, ein sicheres Polster zu den Abstiegsrängen haben sie jedoch nicht vorzuweisen. Bei den Gästen aus Hagen ist die Ausgangslage noch klarer. Mit aktuell 17 Punkten auf der Habenseite geht es für den VfL in der Rückrunde einzig um den Verbleib ins Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt konnte im Handballjahr 2019 noch keinen Punkt sammeln, verlor daheim gegen Elbflorenz und in Lübbecke knapp. Beim Heimspiel gegen Topmannschaft Nordhorn setzte es vergangenes Wochenende hingegen eine 27:36-Packung. Soll in Würzburg das erste Erfolgserlebnis des Jahres gelingen, muss definitiv eine Leistungssteigerung her. Vor allem in der Crunch Time müssen die Hagener zur Stelle sein.

Die Überraschungsmannschaft der Hinrunde trifft auf den aktuell unangefochtenen Ligaprimus. Während sich die Gastgeber in den letzten fünf Begegnungen drei Mal geschlagen geben mussten, ist der Tabellenführer aus Balingen seit unglaublichen 13 Spielen siegreich. Nach einem holprigen Saisonstart steuert HBW voll und ganz auf die DKB Handball-Bundesliga zu. Demtentsprechend groß ist der Respekt im Lager der Hausherren, doch will man in der heimischen Stählerwiese, wo die Ferndorfer in dieser Spielzeit schon für so manches Spektakel gesorgt haben, auch mutig auftreten: "Balingen ist Tabellenführer – auch mit Sicherheit zu Recht – sie haben eine sehr homogene Mannschaft und einen qualitativ sehr hoch besetzten Kader, weshalb sie verletzungsbedingte Ausfälle gut kompensieren können. Sie haben in dieser Saison aber auch einfach einen Flow. Wir freuen uns auf eine volle Halle und werden alles, was wir haben, in die Waagschale werfen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen", sagt TuS-Trainer Michael Lerscht. Wenn eine Mannschaft in dieser Saison für Überraschungen sorgen kann, dann ist es Aufsteiger TuS Ferndorf.

Während der TV 05/07 Hüttenberg unter der Woche mit Frederick Griesbach noch den Nachfolger für Trainer Emir Kurtagic, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, bekanntgab, geht es am heutigen Abend gegen den Wilhelmshavener HV um wichtige Punkte. Mit 22 Punkten aus 23 Partien kann die Mannschaft der Gastgeber nicht zufrieden sein. Der Rückstand auf die vorderen Tabellenplätze viel zu groß, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze viel zu klein. Es ist eine insgesamt sehr durchwachsene Saison des TVH. Umso wichtiger wäre es, im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Wilhelmshaven zu punkten und eventuell sogar ein Ausrufezeichen zu setzen. Nach jeweils zwei Niederlagen zu Jahresbeginn waren beide Teams am vergangenen Spieltag erfolgreich. In der Hinrunde setzten sich die Hüttenberger, die auch am heutigen Abend Favorit sind, mit 26:22 durch. Für beide Mannschaften steht eine Menge auf dem Spiel.

Foto: Moschkon