22.02.2019  2. Handball-Bundesliga

2. HBL am Freitag: Essen empfängt Lübbecke zum Verfolgerduell

Während Essen und Lübbecke sich im Verfolgerduell messen und beide noch einmal in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen wollen, steht der HSV Hamburg gegen das Tabellenschlusslicht aus Düsseldorf vor einer Pflichtaufgabe. Die HSG Nordhorn-Lingen ist in Hagen gefordert und will auch am 23. Spieltag weiter auf der beeindruckenden Erfolgswelle surfen. Die drei Abendspiele im Überblick:

19:30 Uhr: TuSEM Essen - TuS N-Lübbecke

Die Winterpause kam für die Handballer von TuSEM Essen scheinbar genau zum richtigen Zeitpunkt. Verlor man zum Ende des letzten Jahres noch sechs Spiele in Folge und büßte grundsätzliche Aufstiegschancen erst einmal ein, zeigt sich das Team von Trainer Jaron Siewert im neuen Jahr gut erholt. Vor allem die Defensive konnte bei den Erfolgen gegen Dessau und Elbflorenz überzeugen. "Die Winterpause tat uns allen sehr gut und wir konnten an einigen Punkten ansetzen. Ich denke, man konnte in den ersten beiden Spielen schon erkennen, wohin der Weg wieder führen soll. Mit dem TuS N-Lübbecke kommt eine TOP-Mannschaft zu uns, da muss vieles passen um erneut punkten zu können. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut und wir alle freuen uns auf eine hoffentlich volle Halle", sagt Carsten Ridder, der nach zahlreichen Verletzungen nun wieder richtig in die Spur gefunden hat.

Mit dem TuS N-Lübbecke gibt der aktuelle Tabellenvierte seine Visitenkarte in der "Arena am Hallo" ab. Die Mannschaft von Trainer Aaron Ziercke konnte die letzten vier Ligaspiele für sich entscheiden und würde mit einem Auswärtssieg voll und ganz ins Rennen um die Aufstiegsplätze einsteigen. Im Hinspiel allerdings musste sich der TuS gegen die hungrigen Essener mit 25:26 geschlagen geben. Es wird sicher ein packendes und spannendes Verfolgerduell.

Der Handball Sport Verein Hamburg empfängt am heutigen Abend das Tabellenschlusslicht HC Rhein Vikings in der Sporthalle Hamburg. Nach angemeldeter Insolvenz hat der Neuss/Düsseldorfer-Zusammenschluss einige Abgänge zu verzeichnen und wird auch in Hamburg mit vielen jungen Spielern antreten. Die Favoritenrolle ist demnach klar verteilt. Doch während die Gäste ganz befreit aufspielen können, geht es für die Hausherren um sehr viel mehr. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ist das Team von Trainer Torsten Jansen auf den 16. Tabellenplatz abgerutscht, welcher einen Abstieg in die 3. Liga mit sich bringt.

Im Hinspiel gelang dem Letzten der 2. Handball-Bundesliga einer von zwei Saisonsiegen. Die Hamburger sinnen somit auch auf Wiedergutmachung, die bei der äußerst prekären Tabellensituation unbedingt nötig ist. Schon zu Beginn der Woche gab es positive Nachrichten aus dem Hamburger Verletztenlager: Neben Kreisläufer Dominik Vogt, der seine Handverletzung auskuriert hat, stand auch Torwart Aron Edvardsson wieder in der Trainingshalle und hat sich mit der Mannschaft auf die anstehende Pflichtaufgabe vorbereitet.

Die HSG Nordhorn-Lingen sorgt in der 2. Handball-Bundesliga momentan mächtig für Furore. Die Bilanz aus den letzten 13 Partien ist herausragend: Elf Siege, ein Remis, eine knappe Niederlage bei Bundesliga-Absteiger TuS N-Lübbecke. Es ist also kein Zufall, dass die HSG mittlerweile auf Tabellenplatz drei steht und sich somit mitten im Aufstiegsrennen befindet. Dass man die starke Form über die Winterpause hinweg nicht verloren hat, untermauerten die Nordhorner gleich mit einem Auswärtssieg in Hüttenberg. Doch der 29:21-Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten Coburg vergangenes Wochenende war dann definitiv eindrucksvoll.

Nun geht es für Nordhorn zum VfL Eintracht Hagen, der sich gegenteilig mitten im Abstiegskampf befindet. In den letzten drei Partien sprang für die Mannschaft von Trainer Niels Pfannenschmidt nichts Zählbares heraus, auch wenn man selbst auswärts beim TuS N-Lübbecke nah an einem Punktgewinn dran war. Im Hinspiel setzte sich der Favorit aus Nordhorn mit 26:21 durch. Doch eines ist in dieser Spielzeit klar - der VfL Eintracht Hagen ist immer für eine Überraschung gut.

Foto: Krato