28.02.2019  2. Handball-Bundesliga

2. HBL am Freitag: Coburg setzt gegen Dormagen zum nächsten Höhenflug an

Im Kampf um den Aufstieg will die Mannschaft des HSC 2000 Coburg mit Balingen Schritt halten. Voraussetzung dafür ist ein Auswärtssieg in Dormagen. Einen Sieg benötigt auch der TuSEM aus Essen, will er nach dem schmerzhaften Dezember doch noch einmal ins Rennen um die vordersten Plätze eingreifen. Während sich die Vikings aus Düsseldorf gegen Lübeck-Schwartau teuer verkaufen wollen, geht es für Elbflorenz um knallharte Punkte im Abstiegskampf. Die Partien im Überblick:

19:00 Uhr: EHV Aue - TuSEM Essen

Der TuSEM aus Essen hat defintiv zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nachdem die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert vor der Winterpause noch ganze sechs Partien in Folge abgeben musste, ist die Bilanz im neuen Jahr bisher makellos. Besonders der Heimsieg vergangenen Freitag gegen das Ligaschwergewicht TuS N-Lübbecke war beeindruckend und sollte den jungen Essener Spielern zusätzlich Rückenwind verleihen. Die Bilanz des EHV Aue fällt mit drei Punkten aus den ersten drei Spielen des Jahres 2019 zwar schlechter aus, zufrieden kann man bei den Gastgebern dennoch sein. Gegen Wilhelmshaven feierte man einen wichtigen Heimsieg, in Dormagen konnte man zumindest einen Punkt im Abstiegskampf einsacken. Am vergangenen Wochenende war Aue nah an der Sensation, musste sich bei Aufstiegsaspirant Coburg dann aber doch mit 25:26 geschlagen geben. Mit einem Polster von aktuell fünf Punkten zum ersten Abstiegsplatz sowie Tabellenplatz elf ist der EHV im Soll und kann befreit aufspielen. Der Favorit aus Essen sollte definitiv gewarnt sein. Bereits im Hinspiel biss sich der TuSEM über weite Strecken der Partie die Zähne aus, siegte letztlich nur äußerst knapp mit 33:32. Wollen die Gäste noch einmal in den Aufstiegskampf eingreifen, muss ein Sieg her.

19:30 Uhr: HC Elbflorenz - ASV Hamm-Westfalen

Selbst dem größten Handball-Experten dürfte es im Vorfeld der Partie zwischen Elbflorenz und Hamm schwerfallen, den Spielverlauf sowie den Ausgang der Begegnung vorherzusehen. Zu unterschiedlich sind die Gesichter, die beide Teams in der laufenden Spielzeit bereits präsentiert haben. Während die Dresdner Gastgeber nicht mehr an den völlig misslungenen Saisonstart zurückdenken wollen, dürfte man im Lager der Westfalen unnötige Niederlagen wie in Hamburg oder Dormagen aus dem Gedächtnis gestrichen haben. Und dennoch spricht die Tabelle eindeutig für die Gäste. Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz zwei ist der Zug gen Liga eins für den ASV noch nicht ganz abgefahren, Elbflorenz hingegen kämpft als derzeit Tabellensiebzehnter mit aller Kraft gegen den Abstieg. Auch die aktuelle Formkurve liest sich bei Hamm besser. Vergangenes Wochenende gelang gegen Überraschungsmannschaft Ferndorf ein 32:22-Kantersieg. Der HC hingegen musste sich deutlich bei Ligaprimus Balingen geschlagen geben. Im Hinspiel setzten sich die Westfalen in heimischer Halle mit 27:21 durch, doch wie erwähnt, verzichten wir lieber auf eine Prognose für die anstehenden 60 Spielminuten.

19:30 Uhr: TSV Bayer Dormagen - HSC 2000 Coburg

Abstiegskandidat empfängt Aufstiegsfavoriten - Die Ausgangslage vor dem Duell zwischen Dormagen und Coburg ist eindeutig. Während der TSV mit 18 Punkten auf Tabellenplatz 14 rangiert, befindet sich der HSC als Tabellenzweiter mitten im Kampf um den Sprung in die DKB Handball-Bundesliga. Vor zwei Wochen unterlag die Coburger Mannschaft allerdings deutlich in Nordhorn, zeigt sich derzeit nicht mehr so unverwundbar wie zu Beginn der Saison. Die Stimmung bei den Hausherren dürfte in dieser Trainingswoche etwas angespannter gewesen sein. Zu deutlich war die 34:24-Niederlage beim Wilhelmshavener HV. Wollen die Gastgeber gegen Coburg für eine Überraschung sorgen, sollte man an die zweite Partie des Jahres gegen Hüttenberg anknüpfen. Mitte Februar bezwang man den Bundesligaabsteiger nämlich und bot vor allem in der Defensive eine starke Vorstellung. Im Hinspiel waren die Dormagener von einem Coup weit entfernt. Mit 37:21 ließ der HSC 2000 Coburg dem TSV damals nicht den Hauch einer Chance.

20:00 Uhr: HC Rhein Vikings - VfL Lübeck-Schwartau

Der Abstieg der Rhein Vikings ist noch nicht spruchreif, doch wird die junge Mannschaft um Trainer Jörg Bohrmann den großen Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze faktisch nicht mehr aufholen. Zu groß sind die Lücken, die Spieler wie Oelze oder Bozic mit ihren Abgängen hinterlassen haben. Und dennoch zeigten sich die jungen Akteure der Düsseldorfer in den vergangenen Wochen äußerst motiviert: "Ich sehe eine Entwicklung bei den Spielern. Wir spielen keinen schlechten Handball, verpassen aber in den wichtigen Momenten die richtigen Entscheidungen", sagt HC-Trainer Bohrmann. Vor allem der Auftritt in Hamburg, als man sich erst in den Schlussminuten geschlagen geben musste, macht den Vikings Mut.

Dass es gegen die Gäste aus Lübeck-Schwartau zu einer Überraschung reichen könnte, ist jedoch unwahrscheinlich. Die Gäste rangieren auf Tabellenplatz acht, greifen mit acht Punkten Rückstand auf Platz zwei wohl nicht mehr ins Aufstiegsrennen ein. Doch die Formkurve der Mannschaft von Trainer Torge Greve, der das Zepter beim VfL zum Ende der Saison nach siebeneinhalb Jahren abgeben wird, zeigt nach oben. Rimpar und Dessau wurden zuletzt souverän besiegt. Alles spricht für einen Auswärtssieg.

Foto: Rosenbusch