18.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Fünf Topspiele auf der Zielgeraden: Der Samstag in der 2. Handball-Bundesliga

Wer schafft den Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga? Der Saisonendspurt ist so eng wie nie und rein rechnerisch können noch fünf Mannschaften den Sprung in Liga Eins schaffen. Auf der Zielgeraden darf sich keiner der Aufstiegsaspiranten nun mehr Patzer erlauben – für Balingen, Nordhorn, Lübeck und Coburg müssen Siege her, um den Traum Aufstieg weiter leben zu lassen. Der Samstag des 35. Spieltags im Überblick:

Die Gallier von der Alb empfangen am 35. Spieltag die auswärtsstarke Mannschaft aus dem Ruhrpott. Zuletzt musste sich Balingen mit Coburg die Punkte teilen, weshalb jetzt unbedingt die zwei Punkte her müssen. Ein doppelter Punktgewinn gegen den TUSEM Essen würde einen großen Schritt in Richtung Erstliga-Aufstieg bedeuten. Im Falle einer Niederlage der Hausherren würde sich der Meisterschafts- und Aufstiegskampf wieder komplett offen gestalten. Zur Ausgangslage: Im Hinspiel im Essener Sportpark „Am Hallo“ entschieden die Schwaben die Partie mit 36:34 für sich. Der TUSEM zeigte sich bislang in der Offensive stark – erreichte bisher als einzige Mannschaft die 1000-Tore-Marke und weist mit derzeit 1034 Toren den besten Angriff auf. Doch auf der anderen Seite haben sie bereits 998 Tore kassiert. Die Defensive: Ihr großer Schwachpunkt, der noch viel Verbesserungspotential aufweist. Der TUSEM möchte mit einem Sieg den Platz im oberen Tabellendrittel festigen. Für Balingen geht es um den Aufstieg. Ein heißer Tanz ist also garantiert! Anpfiff ist am Samstagabend, 19 Uhr in der SparkassenArena Balingen.

DJK Rimpar Wölfe vs. EHV Aue - 19.30 Uhr

DJK Rimpar hat bereits das rettende Ufer „Klassenerhalt“ erreicht, Aue braucht lediglich noch einen Punkt zum sicheren Verbleib in der 2. Bundesliga. Dreh- und Angelpunkt Eric Meinhardt möchte nach den zuletzt erfolgreichen Spielen gegen Rimpar nun den letzten Schritt machen. Der Topscorer der Liga möchte seine letzte Saison als Profihandballer mit dem Erfolg Klassenerhalt abschließen. Das Hinspiel zu Hause gegen die Wölfe konnten die Erzgebirger mit 33:27 für sich entscheiden. Anpfiff ist am Samstagabend um 19.30 Uhr in der s.Oliver Arena Würzburg.

Abstieg vs. Aufstieg: Der TV Großwallstadt braucht für die Mission Klassenerhalt nichts anderes als einen Sieg - Lübeck-Schwartau für den Traum Aufstieg ebenfalls nichts anderes als einen Sieg. So spannend wie der Aufstiegskampf ist, genau so spannend spielt es sich derzeit auch im Ligakeller ab: Der WHV und Dessau-Roßlau stehen mit 22:46 Punkten punktgleich auf Platz 18 und 19, Großwallstadt steht mit 23:46 Punkten davor und auf dem 16. Platz zählt Hagen 24:44 Punkte. Während die Rhein-Vikings bereits als insolventer Absteiger feststehen, haben die anderen Mannschaften noch Chancen, den Klassenerhalt zu schaffen. Der TVG empfängt mit dem VfL Lübeck-Schwartau jedoch nicht den einfachsten Gegner. Die Holsteiner haben derzeit einen Lauf und feierten fünf Siege in den letzten fünf Spielen. Auch das Hinspiel gegen den TVG konnte der VfL mit 28:25 für sich entscheiden. Jedoch begann die Woche für die Großwallstädter mit einem Paukenschlag: Trainer Florian Bauer wurde entlassen. Frischen Wind für die letzten vier Spiele bringt das neue Trainergespann Maik Pallach mit TVG-Urgestein Manfred Hofmann. Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Untermainhalle in Elsenfeld, Großwallstadt.

Die HSG Nordhorn-Lingen liegt derzeit auf Aufstiegskurs. Die Nordhorner spielen bisher mit gerade ein Mal nur zwei Niederlagen eine grandiose Rückrunde. Gegen den TuS N-Lübbecke soll der achte Sieg in Folge her, um dem Traum DKB Handball-Bundesliga ein Stück näher zu kommen. Der TuS hingegen zeigte sich zuletzt selbstkritisch und unzufrieden über seine Leistungen. Gegen die Rimparer Wölfe setzte es vor heimischer Kulisse eine ordentliche 20:27-Niederlage. Auch zuvor fiel den Lübbeckern das Siegen schwer, kamen in Hamm und zu Hause gegen Dessau nicht über ein Unentschieden hinaus. Gegen die starke HSG wollen sie nun eine Reaktion zu den durchwachsenen Vorwochen zeigen und dem Favoriten ordentlich Paroli bieten. Anpfiff in der EmslandArena in Nordhorn ist um 19.30 Uhr.

Der HSC Coburg muss am 35. Spieltag im Aufstiegskampf die vermeintlich schwerste Hürde überwinden: Auswärts gegen die besonders heimstarken Überraschungsmannschaft aus Ferndorf. Auch wenn der Aufsteiger die starke Form der Hinrunde nicht halten konnte, wird das Spiel in Ferndorf keine leichte Aufgabe für die Franken sein. Nur vier Spiele verlor der TuS in eigener Halle, wobei die Favoriten allesamt Punkte im Kreuztal liegen gelassen haben. Zuletzt feierte Ferndorf einen 34:22-Kantersieg gegen Wilhelmshafen und geht mit breiter Brust in das vorletzte Heimspiel der Aufsteigersaison. Coburg hingegen hadert trotz starker Leistung immer noch mit dem Unentschieden gegen Balingen. Für die Coburger zählt in den kommenden Spielen nichts als der Sieg – Schützenhilfe anderer Mannschaften ist erwünscht. Anpfiff am Samstagabend ist um 19.30 Uhr in Ferndorf.

Foto: Henning Rosenbusch