30.03.2019  2. Handball-Bundesliga

Der Samstag in der 2. Bundesliga: Abstiegskampf und Titelträume

Am Samstagabend werden sechs Spiele in der 2. Handball-Bundesliga angepfiffen. Während der Abstiegskampf in vollem Gange ist, spitzt sich auch das Rennen um den Aufstieg zu. Die anstehenden Partien im Überblick:

Der EHV empfängt am 28. Spieltag in der Erzgebirgshalle den VfL Eintracht Hagen. Die Erzgebirger könnten mit einem Sieg den Puffer auf die Abstiegsränge ausbauen, während er für den VfL im besten Fall den Sprung aus den Abstiegsrängen bedeuten könnte. Die Chancen für die Rheinländer stehen derzeit nicht schlecht. In Hüttenberg zeigten sie einen überzeugenden Auftritt und entführten zwei Punkte vom ehemaligen Erstligisten. Vergangene Woche musste man sich mit einer couragierten Leistung knapp dem Tabellenzweiten aus Coburg geschlagen geben. Doch an das Hinspiel gegen Aue sollten die Hagener besser nicht denken: Hier behielt der EHV mit einem 35:27-Sieg die Oberhand. Aue feierte letzte Woche nach zuletzt vier Niederlagen immerhin einen Punkt in Hamburg. Nach permanentem Rückstand zeigten sie auswärts eine starke Moral und sicherten sich nach einer starken Aufholjagd einen wichtigen Punkt.

In der Rückrunde musste der HSC Coburg schon den ein oder anderen Dämpfer hinnehmen. Jüngst am 26. Spieltag gegen den Wilhelmshavener HV ließen die Franken wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen. Auch in Hagen biss sich der HSC lange die Zähne aus und konnte sich am Ende nur knapp gegen den Abstiegskandidaten durchsetzen. Mit dem TVE kommt ein formstarker Gegner in die HUK-Coburg Arena. Nach einem überzeugenden Kantersieg gegen den WHV reisen die Emsdettener mit Rückenwind nach Coburg. Doch der HSC ist nicht gerade der Lieblingsgegner des TV Emsdetten: Sechs der letzten sieben Partien konnte Coburg für sich entscheiden, lediglich ein Unentschieden konnte sich der TVE erkämpfen.

Die Rimparer Wölfe sind derzeit richtig gut drauf: Erst den Ligaprimus Balingen geschlagen und dann auch noch beim unangenehmen und heimstarken TuS Ferndorf überzeugt. Die Rückrundenbilanz lässt sich ohnehin sehen: Sechs von acht Spielen konnten die Wölfe für sich entscheiden und kletterten Sieg für Sieg höher in der Tabelle. Der HSV muss sich da jedoch nicht verstecken und hat momentan auch einen guten Lauf. Hamburg sackte 5 Punkte in den letzten drei Spielen ein – nicht schlecht. Auch das Hinspiel konnten die Hamburger wenn auch nur knapp für sich entscheiden. 26:25 lautete da der Endstand zugunsten des Aufsteigers – ob es auch heute so ein enges Spiel wird?

Links zum 28. Spieltag

TV 05/07 Hüttenberg vs. ASV Hamm-Westfalen (19.30 Uhr)

Der Tabellenvierte aus Hamm reist zum Tabellenzehnten nach Hüttenberg. Erst eine Niederlage mussten die stark aufgelegten Westfalen einstecken und das gegen keinen geringeren als den Tabellenführer aus Balingen. Mit dieser starken Leistung hat sich der ASV auf den vierten Platz gespielt und ist nun dichter Verfolger der HSG Nordhorn-Lingen. Vier Punkte braucht der ASV noch zum Aufstiegsplatz und der erste Schritt soll am Samstagabend in Hüttenberg gemacht werden. Das Hinspiel endete 24:24, wo der ASV in den letzten Minuten den Sieg aus der Hand gab. Da waren jedoch laut Trainer Kay Rothenpieler mehr „Leistungsschwankungen“ im Spiel, was Hamm nun offensichtlich in den Griff bekommen hat.

Ein schweres Heimspiel erwartet den TSV: Der Tabellenfünfte VfL Lübeck-Schwartau ist zu Besuch. Eiserner Kampf ist jedoch vorprogrammiert. So wie es für den VfL um die Wahrung der Aufstiegschancen geht, so geht es für Dormagen um den Ausbau auf die Abstiegsränge. Dass die Dormagener jeden überraschen können, haben sie diese Saison bereits mehrfach gezeigt. Nicht zuletzt in der vergangenen Woche, als sie im Derby gegen den TUSEM Essen 39 Tore warfen und den Essenern eine schmerzliche Heimpleite verpassten. Vor allem zeigt sich ein 22-Jähriger in Höchstform: Der Dormagener Tim Wieling ziert gerade den 5. Platz in der Topscorer-Liste. Satte 29 Treffer erzielt der Rechtsaußen in den vergangenen beiden Partien. Ob er mit seinen Treffern morgen den TSV zum nächsten Heimsieg führen wird?

Dieses Spiel kommt wie gerufen für den WHV. Der Gegner aus Essen scheint den Norddeutschen nämlich zu liegen: Sieben Aufeinandertreffen gab es in der 2. Liga schon, wobei der WHV fünf Mal als Sieger von der Platte ging. Nur ein Mal jubelten am Ende die Essener und einmal wurden die Punkte geteilt. Der WHV steckt tief im Abstiegskampf drin und belegt vor den weit abgeschlagenen Vikings den ungünstigen 19. Platz. Doch Zeit zum Resignieren bleibt da nicht. Nach einem Aufwärtstrend mit vier Punkten aus drei Spielen möchten die Hausherren vor heimischer Kulisse die nächsten so wichtigen Punkte feiern. Der TUSEM hingegen möchte nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen wieder zurück auf die Siegesstraße. Anpfiff ist um 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena.