25.08.2018  2. Handball-Bundesliga

Der Samstag in der 2.HBL: Wo stehen die Teams zu Saisonbeginn?

Bereits am Freitagabend startete die Saison 2018/2019 in der 2. Handball-Bundesliga. Am Samstagabend geht es in vier weiteren Partien um die ersten Punkte der Saison. Standortbestimmung für alle Teams, besonders aber für Balingen und Lübeck die im Topspiel des Abends aufeinandertreffen.

Es kann wieder losgehen! Die lange Zeit der Vorbereitung ist vorbei. Die erste Runde des DHB-Pokals ist gespielt. Leider ohne Erfolg für den VfL Lübeck-Schwartau und den HBW Balingen-Weilstetten. Während sich Lübeck deutlich mit  31:17 gegen Magdeburg aus der Pokalrunde verabschiedete, musste sich Balingen denkbar knapp mit 24:25 den Göppingern geschlagen geben. Die Verantwortlichen beider Teams sind trotzdem zufrieden mit der Vorbereitung. Vor der ersten Liga-Partie will sich bei den Galliern von der Alb von der klaren Niederlage der Lübecker gegen den SCM niemand täuschen lassen. Schließlich werden die Blau-Weißen  als heißer Aufstiegskandidat gehandelt.  „Am Samstag, geht es bei null wieder los“, weiß HBW-Trainer Jens Bürkle, dass ein hartes Stück Arbeit auf seine Männer zukommen wird. Im Vergleich zu den Testspielen geht der Coach sogar davon aus, dass seine Mannschaft sich für Punkte zum Saisonauftakt noch einmal steigern muss.

Sein Gegenüber Torge Greve wartet gespannt auf die erste richtige Standortbestimmung. Das Spiel gegen Magdeburg will der VfL-Trainer nicht überbewerten. Daher überwiegt die Vorfreude auf den Liga-Auftakt:  „Wir wollen wieder oben mitspielen und freuen uns darauf, dass endlich wieder los geht“.Im Topspiel des Samstagabends ist also alles drin – Spannung  garantiert!

Einen guten Start in die Saison erwischen: Das erklärte Ziel des HSC Coburg und des HC Elbflorenz. Den Anfang machte der HSC Coburg schon am vergangenen Wochenende im DHB-Pokal. Lange Zeit stellten die Schwarz-Gelben den Bundesliga-Dino VfL Gummersbach vor große Probleme und mussten sich am Ende nur mit 23:27 geschlagen geben. Für die Coburger Verantwortlichen ein positives Anzeichen dafür, dass die sechs Neuzugänge in der Vorbereitung gut integriert worden sind. Neun Spieler verließen nach der wechselhaften vergangenen Saison den HSC, der jetzt wieder zum erweiterten Favoritenkreis im Kampf um den Aufstieg zählt. „Ich glaube schon, dass die Coburger eine gewichtige Rolle in der Liga spielen und gewiss auch zum Kreis der Aufstiegskandidaten gehören wollen“, ist auch Gäste-Trainer Christian Pöhler von der Stärke der Coburger überzeugt.

Für sein Team geht es dagegen in eine schwierige Saison. Nachdem sich der HCE in der vergangenen Spielzeit bravurös in der neuen Liga eingefunden hat, sind die Erwartungen gestiegen. Zusätzlich steigt der Druck aufgrund der neuen Abstiegsregelung in der 2. Handball-Bundesliga. Ab der kommenden Saison gehen dort nur noch 18 Teams an den Start. Jeder Punkt zählt für den HC Elbflorenz, um frühzeitig Abstand zur Gefahrenzone zu gewinnen.

Der Wilhelmshavener HV will am ersten Spieltag gegen einen starken Gegner aus Düsseldorf die Punkte in der heimischen Nordfrost-Arena behalten, denn auch dem WHV könnte die neue Abstiegsregel am Ende der Spielzeit große Probleme bereiten.  Am letzten Spieltag der Saison 2017/18 belegte der WHV den 16. Platz – das hieß Zittern bis zum Ende für alle Anhänger der Jadestädter. Doch das Thema soll nun ad acta gelegt sein. Mit hoffnungsvollen Talenten geht es am Samstagabend gegen die Rhein Vikings. Die Düsseldorfer präsentierten sich im letzten Jahr als starker Aufsteiger und landeten im Endklassement mit drei Punkten Vorsprung auf den WHV auf dem 14. Rang. Mit neuer Geschäftsführung soll das Projekt Rhein Vikings und Handball in Düsseldorf in Zukunft weiter vorangebracht werden. Ein Sieg zum Auftakt würde die Begeisterung in der Sportstadt auch im Hinblick auf die kommenden Heimspiele beflügeln. Geschenke werden in Wilhelmshaven also nicht verteilt!

Neustart in Hüttenberg! Nachdem die Hessen in der vergangenen Saison knapp den Klassenerhalt in der DKB Handball-Bundesliga verpassten, stand ein personeller Umbruch bevor. Besonders schwer wiegt der Abgang von Spielmacher und TVH-Urgestein Dominik Mappes, der künftig die Fäden bei HC Erlangen ziehen wird. Doch nach sechs Wochen Vorbereitung sieht sich der Verein mit Cheftrainer Emir Kurtagic und dem neuen Kapitän Mario Fernandes bestens für die Mission Wiederaufstieg gerüstet. Nach dem vergangenen Wochenende kann sich der TVH voll und ganz darauf konzentrieren, denn im Pokal gab es gegen den Titelverteidiger, die Rhein-Neckar Löwen nichts zu holen. „Wir sind zwar ausgeschieden aber zum Glück alle gesund geblieben und wollen uns nun voll auf die zweite Liga konzentrieren und den Auftakt am Samstag unbedingt erfolgreich gestalten“, zieht Kurtagic  ein durchaus positives Fazit des Pokalabenteuers. Der Gegner zum Ligastart ist der EHV Aue. Die Männer aus dem Erzgebirge haben eine durchwachsene Saison hinter sich und werden auch 2018 vor allem das Abstiegsgespenst fernhalten wollen.

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Foto: Rosenbusch