12.05.2019  2. Handball-Bundesliga

HSV erkämpft sich einen Punkt in Mittelhessen

Es sah lange nach einem Sieg für die Hüttenberger aus, aber das Team von Trainer Torsten Jansen ließ nie locker. Am Ende entführte der Handball Sport Verein Hamburg am gestrigen Samstag einen Punkt beim Tabellennachbarn TV 05/07 Hüttenberg entführt. Der Klassenerhalt ist greifbar nah für die Norddeutschen und die letzten vier Spiele sollten daran auch nichts mehr ändern. Beste Werfer für den TVH waren Björn Zintel und Ragnar Johannsson mit je acht Toren.

Am 34. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga traf der Handball Sport Verein Hamburg am heutigen Samstag auf den TV 05/07 Hüttenberg. Nach einem guten Start der Gastgeber und einer frühen Führung liefen die Hamburger fast die ganze Spielzeit einem Rückstand hinterher, schafften aber kurz vor Schluss den Ausgleich zum 23:23, der einen Punktgewinn für das Jansen-Team bedeutete. Durch den gewonnenen Punkt hat der HSVH den Klassenerhalt zwar rein rechnerisch noch nicht geschafft, befindet sich aber in einer hervorragenden Ausgangslage, um auch in der kommenden Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga spielen zu können. Am kommenden Wochenende haben die Hamburger es gegen den abstiegsbedrohten VfL Eintracht Hagen selbst in der Hand und können den Verbleib in Liga 2 bereits drei Spiele vor dem Saisonende klarmachen.

Die einzige kurze Schwächephase, die sich der HSVH heute leistete, waren die ersten drei Minuten der Partie. Kaum hatten sich die Hamburger versehen, lag der TV Hüttenberg schon mit 3:0 in Führung (3. Minute). Das Team von Trainer Torsten Jansen musste von der ersten Minute an einem Rückstand hinterherlaufen, konnte diesen zwar wieder ausgleichen (4:4, 11.), doch Hüttenberg legte jeweils vor und der HSVH versuchte nachzuziehen. Nach den Hüttenberger Treffern zum 10:8 (20.) und dem folgenden 11:8 (24.) war der HSVH dann nochmals mit drei Toren im Hintertreffen, konnte aber mit dem Pausenpfiff wieder auf 12:11 (30.) verkürzen.

Durchgang zwei begann mit zwei Torwart-Paraden auf beiden Seiten und erst im zweiten Anlauf konnte Hüttenberg wieder auf zwei Tore erhöhen (13:11, 33.). Erst nach dem 14:12 durch den TVH fand der HSVH dann keine direkte Antwort und ein verworfener HSVH-Siebenmeter (36.) ermöglichte den Hessen eine Drei-Tore-Führung (15:12, 37.). Diese verteidigte der TVH dann konsequent und erhöhte wenige Minuten nach einer Roten Karte gegen Philipp Bauer (41.) beim 20:16 (48.) sogar auf vier Tore. Doch die Gäste aus der Hansestadt ließen sich dadurch nicht kleinkriegen und starteten nun ihre Aufholjagd: Dominik Axmann eröffnete mit einem Siebenmeter-Tor (20:17, 49.) einen 4:1-Lauf, der mit einem Tor von Jan Forstbauer beim Stand von 21:20 (53.) endete und den HSVH wieder in Schlagdistanz brachte. Im Wechselschritt waren beide Teams bis zum 23:22 (55.) erfolgreich, ehe die packende Schlussphase ihren Lauf nahm.

Nachdem Marcel Kokoszka den Großteil von Durchgang zwei im Hamburger Tor stand, schickte Trainer Torsten Jansen für die Schlussminuten wieder Aron Edvardsson aufs Feld. Eine Parade des isländischen Schlussmanns (58.) gab Dominik Axmann die Möglichkeit von der Siebenmeter-Linie für den ersten Ausgleich seit Minute 16 zu sorgen: Der 19-Jährige blieb eiskalt und verwandelte zum 23:23 (59.) als nur noch etwas mehr als 60 Sekunden zu spielen waren. Hüttenberg hatte also noch einmal den Ball und wollte das entscheidende Siegtor erzielen. Als die Schiedsrichter dann schon Zeitspiel des TVH anzeigten, beging Jan Forstbauer ein Foul, das ihm 20 Sekunden vor Schluss eine Zwei-Minuten-Strafe einbrachte. Hüttenbergs Zeitspiel wurde damit aufgehoben und die Gastgeber konnten sich noch einen Angriff zurechtlegen. Doch Aron Edvardsson war zum richtigen Zeitpunkt wieder zur Stelle: Er parierte den Hüttenberger Wurf und sicherte seinem Team den Punktgewinn, obwohl der HSVH heute kein einziges Mal in Führung lag.

Handball Sport Verein Hamburg: Edvardsson, Kokoszka – Axmann (6 Tore), Forstbauer (5), Weller (4), Rix, Ossenkopp, Bergemann (je 2), Bauer, Wullenweber (je 1), Lackovic, Vogt, Tissier, Herbst (n.e.)

Foto: Baer

Quelle: HSV