10.02.2019  2. Handball-Bundesliga

Lübbecke bricht seinen Auswärtsfluch in Wilhelmshaven

Nach vier sieglosen Spielen in fremder Halle hat der TuS N-Lübbecke beim Wilhelmshavener HV einen ungefährdeten 31:24-Erfolg einfahren können. Den Grundstein dafür legte der TuS in der ersten Hälfte. Aus einer starken geschlossenen Mannschaftsleistung stach vor allem Torhüter Joel Birlehm mit einer Quote von über 41 Prozent heraus.

Zum genaueren Spielverlauf kommen wir nun, wobei zunächst die Anfangssieben des TuS genannt werden sollte: Birlehm, Bechtloff, Gierak, Genz, Strosack, Walczak und Bagaric waren dies. Anwurf hatte Wilhelmshaven, doch Joel Birlehm parierte gleich einen Schwolow-Wurf, das 0:1 durch Peter Strosack – nach 45 Sekunden im Gegenstoß – folgte auf dem Fuße. Am Ende sollte der Ex-Leipziger mit 10/3 zum erfolgreichsten Torewerfer des Matches avancieren, 10 Tore aus 10 Würfen übrigens! Siebenmeter gab es dann für den WHV, doch Joel Birlehm hielt auch diesen Wurf (2. Minute). Auch der TuS verwarf seinen Siebenmeter sodann (4.), doch Schütze Jens „Feile“ Bechtloff traf zum 0:2 im Nachwurf. Auf das 1:2 von Wilhelmshavens Drechsler (4.) folgte Peter Strosacks 1:3 (4.), während Joel Birlehm weiter vor allem das tat, was er am besten kann und liebt: Würfe des Gegners parieren, so gegen Schauer und Dreschler, was Lukasz Gierak das 1:4 (7.) mit ermöglichte. Nach dem 3:5-Anschluss durch einen Siebener von Vorontsov (8.), trafen die Gäste aus Lübbecke bis zum 3:8 dreifach. Nach dem 3:8 von Peter Strosack, blieb WHV-Trainer Christian Köhrmann überhaupt nichts anderes mehr übrig, als (bei 10:24 Minuten) den Versuch zu machen, mithilfe einer Auszeit seine Reihen wieder zu ordnen.

Bestenfalls einen Drei-Tore-Abstand konnten die Gastgeber schaffen, der TuS blieb also recht weitgehend Herr der Lage. Beim Stand von 5:9 handelte sich Lukasz Gierak allerdings eine Rote Karte ein, als er im Gegenstoß der Hausherren zu stören versuchte. Glück hatte WHV-Spieler Pust bei seinem Treffer zum 6:9 (17.) gehabt, als der Ball vom Innenpfosten noch den Weg ins TuS-Tor fand.

Mit einer guten Einzelaktion gelang Jó Gerrit Genz das 6:10 (18.). Wieder einmal Peter Strosack war es, der zum 7:12 (21.) traf, ehe Lübbecke-Coach Aaron Ziercke bei 21:40 Minuten zu einer Auszeit bat. Dener Jaanimaa ersetzte nun Jó Gerrit Genz im rechten Rückraum und bei Wilhelmshaven kam Lüpke für Doden in den Kasten. Beim 8:15 (26.) war Schütze Jens Bechtloff schön eingelaufen, zum Ende hin versuchte es der WHV mit einer 4:2-Deckung (wie schon kurz in Überzahl nach dem Gierak-Rot). Doch recht viel half das nicht, denn der 7-Tore-Abstand blieb bis zum Pausenpfiff. Das 9:17 (30.) gelang Kenji Hövels, den 10:17-Anschluss des WHV gab es vier Sekunden vor der Halbzeitsirene. Der WHV ziemlich harmlos, der TuS vollauf okay, so konnte man ein erstes Fazit ziehen. Etwas Statistik zur Halbzeitpause sei hier noch aufgelistet (der WHV zuerst genannt): Technische Fehler 6:4, Wurfquote 43,5:73,9, Quote gehaltener Bälle 22,7:41,2 (!), Treffer nach Tempogegenstößen 1:3, erfolgreiche Angriffe 52,6:94,4!

Zum zweiten Durchgang bauten die Netelstedter den Vorsprung zwar nicht mehr aus, am verdienten Auswärtserfolg gab es aber nie einen Zweifel. Später kamen u.a. auch Peter Tatai, Luka Rakovic und Jan-Eric „Specki“ Speckmann noch zu Einsatzzeiten. Der TuS wählte eine Auszeit bei 41:54 Minuten und beim 17:22 (44.) gab es eine Zeitstrafe gegen Pust, der „Feile“ Bechtloff gefoult hatte. Nach dem 17:23 (45.) von Peter Strosack, seinem 10. Treffer an diesem Abend, und spätestens mit dem 17:24 (47.), als Patryk Walczak ins leere WHV-Tor traf, war das Duell WHV kontra TuS endgültig entschieden. Das 18:25 (48.) war ein Durchbruch von Kenji Hövels, beim 19:27 (51.) verwertete Jan-Eric Speckmann den Abpraller nach Pfosten-Wurf eines TuS-Mannschaftskameraden. Marko Bagaric war es vergönnt, den letzten Treffer des Abends zu erzielen. Sein 24:31 (60.) fiel 26 Sekunden vor Schluss.

Quelle: TuS N-Lübbecke

Foto: TuS N-Lübbecke