17.02.2019  2. Handball-Bundesliga

Des einen Freud, des anderen Leid: Hamburg schwach in Ferndorf

Der Handball Sport Verein Hamburg rutscht nach einer Auswärtsniederlage in der Tabelle ab. Nach einer völlig glücklosen Startphase unterlag der HSVH am Samstag am 22. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga mit 22:26 (7:14) beim TuS Ferndorf. Erstmals seit dem vierten Spieltag stehen die Hamburger mit Rang 16 nun wieder auf einem Abstiegsplatz.

Ein herausragender Lucas Puhl im Tor des TuS Ferndorf, eine beeindruckende Kulisse in der mit 3.754 Zuschauern besetzen Schwalbe Arena in Gummersbach und eine katastrophale Torausbeute in den ersten 20 Minuten nahmen dem Handball Sport Verein Hamburg beim Auswärtsspiel gegen den TuS Ferndorf schon früh die Hoffnung, gegen den Tabellensechsten zwei Punkte mitzunehmen. Bereits zur Pause lag das Team von Trainer Torsten Jansen mit sieben Toren zurück. Im zweiten Durchgang wehrte sich der HSVH zwar bis zum Schluss gegen die Niederlage, hatte den dominanten und souveränen Gastgebern aber nicht genug entgegenzusetzen, um das Spiel noch einmal spannend zu machen.

Die entscheidende Phase des Spiels ereignete sich direkt zu Beginn. Es dauerte bis zur 6. Spielminute, ehe überhaupt eine Mannschaft ein Tor erzielen konnte, da die gut aufgelegten Keeper auf beiden Seiten von Beginn an wach waren und beide Teams ihre Torchancen teilweise leichtfertig liegen ließen. Und schon in der 2. Minute deutete sich an, dass Hamburg heute einen gebrauchten Tag erwischt hatte: Der sonst so sichere Siebenmeter-Schütze Lukas Ossenkopp scheiterte von der Linie an Ferndorfs Keeper Puhl und der HSVH schaffte es bis zur 8. Minute nicht, überhaupt ein eigenes Tor zu erzielen. Philipp Bauer gelang dann die Erlösung, als er zum 3:1 traf, das die Ferndorfer in den Folgeminuten aber schnell zu einer 6:1-Führung ausbauten (11.). Ossenkopps Tor zum 6:2 (13.) und Kevin Herbsts Tor zum 7:3 (17.) sollten die einzigen HSVH-Treffer in den ersten 20 Minuten der Partie bleiben, so dass sich der TuS schon in Minute 20 mit sieben Toren absetzen konnte (10:3). Gegen ein Top-Team wie Ferndorf ist ein früher Sieben-Tore-Rückstand bereits wie eine Vorentscheidung. Ein 4:1-Lauf auf Hamburger Seite (21. bis 27.) verkürzte den Spielstand zwar kurzzeitig (11:7), am Ende ging es aber mit 14:7 und somit wieder mit sieben Toren Unterschied in die Pause.

 

Nach der Pause setzte Trainer Jansen wieder auf den im ersten Durchgang glücklosen und ausgewechselten Lukas Ossenkopp und schickte Dominik Axmann für Kevin Herbst auf die Platte. Der junge Axmann sollte am Ende treffsicherster Hamburger sein, der seine vier Würfe aus dem Feld alle verwandelte, sich aber dennoch in die Fehlwurf-Liste von der Siebenmeterlinie hinter Lukas Ossenkopp und Niklas Weller einreihte. Gleich vier Siebenmeter konnten die Hamburger an diesem Abend nicht an TuS-Keeper Lucas Puhl vorbeibringen und konnten nach dem frühen Rückstand nicht mehr aufschließen, so dass die zwei Punkte Ferndorf schon Mitte der zweiten Halbzeit sicher waren. Daran änderte auch die gute Leistung von Keeper Marcel Kokoszka nichts. Der HSVH belegt nun Tabellenplatz 16 und damit den ersten Abstiegsplatz. Am Freitag (22.2.) kommt der insolvente Letzte HC Rhein Vikings nach Hamburg – ein Pflichtsieg für den HSVH.

Quelle: HSV Handball

Foto: Koenig