25.05.2019  2. Handball-Bundesliga

Der Samstag in der 2HBL: Coburgs Niederlage lässt Nordhorn und Balingen jubeln

Der ASV Hamm-Westfalen siegt in Coburg und sorgt somit für die Entscheidung im Aufstiegsrennen: Die HSG Nordhorn-Lingen und der HBW Balingen-Weilstetten spielen in der kommenden Saison in der DKB Handball-Bundesliga. Währenddessen verliert Dessau in Wilhelmshaven und muss somit den Abstieg in Liga drei verkraften.

EHV Aue vs. HSG Nordhorn-Lingen 28:33 (15:20)

Bevor die Blicke der Nordhorn-Anhänger nach Coburg gingen, musste die HSG erst ihre Aufgabe in Aue meistern. Und es gibt sicherlich einfachere Aufgaben, als in der Erzgebirgshalle zu punkten.

Zwar legten die Gäste schnell mit 4:1 vor, doch im Anschluss kämpfte sich der EHV in die Partie und glich zum 8:8 aus. Die HSG ließ sich jedoch nicht beeindrucken und zeigte in der Offensive eine gute Mischung aus diszipliniertem, geduldigem Angriffspiel und schnellen Tempogegenstößen. Oft waren Patrick Miedema und Georg Pöhle die Nutznießer dieses Spiels und kamen zu fünf und sieben Treffern in Durchgang eins. Miedema sorgte mit dem 15:20 auch gleichzeitig für den Halbzeitstand, als er einmal über das komplette Feld lief und sich von keinem Auer Gegenspieler aufhalten lies.

In Hälfte zwei zeigte der Favorit von der Niederländischen Grenze dann eine ganz abgezockte Leistung und wusste immer, wenn der EHV etwas stärker aufkam einen Gang höher zu schalten. Kurz vor Schluss hielt das Publikum noch den Atem an, als Julian Possehl verletzt zu Boden ging. An dieser Stelle eine gute Besserung an den Halbrechten der HSG!

Die HSG erledigt ihre Aufgabe und durch die Niederlage des HSC 2000 Coburg gegen Hamm steigt die HSG in die DKB Handball-Bundesliga auf.

EHV Aue: Meinhardt (4/3), Naumann (1), Ebert (3), Bornhorn (2), Petreikis (7/2), Dumcius (7), Faith (1), Neuteboom (1), Slachta (1)

HSG Nordhorn-Lingen:  Mickal (7), Miedema (7), Terwolbeck (1), de Boer (2), Smit (2), Possehl (2), Pöhle (12/4)

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Auswärtssieg ????????????????

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TV 05/07 Hüttenberg vs. TuS N-Lübbecke 27:29 (11:12)

Die Partie zwischen den Bundesligaabsteigern spielte sich zwar im Tabellenmittelfeld ab, bot den 1208 Zuschauern im Sportzenrtum Hüttenberg beste Unterhaltung. Beide Teams schenkten sich nichts und so steuerte man auf eine spannende Crunchtime zu. 

Der überragende Christian Rompf, der alle seiner acht Wurfversuche im TuS-Gehäuse versenkte, brachte seine Farben mit 23:22 in Führung. Doch anschließend traf Orlowski doppelt und das Blatt wendete sich. Patryk Walczak nutzte einen Abstauber zur Zwei-Tore-Führung und als Valentin Spohn zum 25:28 vollendete, war die Partie entschieden.

TV 05/07 Hüttenberg: Uth (1), Skenak (4), Lambrecht (2), Wernig (1/1), Rompf (8), Johannsson (1), Mubenzem (1), Hahn (1), Zintel (6/2), Klein (2) 

TuS N-Lübbecke: Genz (2), Walczak (3), Bechtloff (7), Strosack (4/2), Rakovic (1), Spohn (5), Jaanimaa (1), Orlowski (5), Hövels (1)

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Herzlichen Glückwunsch @hbw_handball ❗️#2hbl

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Wilhelmshavener HV vs. Dessau-Roßlauer HV 06 29:24 (16:11)

Der Abstieg des Dessau-Roßlauer HV 06 ist beschlossene Sache! Durch die 24:29 Niederlage beim WHV haben die Biber aus Dessau keine Chance mehr, die Klasse zu halten. 

Der Wilhelmshavener HV hingegen klettert in der Tabelle zwischenzeitlich auf den 16. Rang, muss jedoch auf Schützenhilfe hoffen, um den Verbleib in der 2. Handball-Bundesliga zu schaffen.

In der Partie waren Tobias Schwolow und René Drechsler einmal mehr die treibenden Kräfte für den WHV und Evgeny Vorontsov war gewohnt treffsicher auf der rechten Außenbahn.

Nach dem Halbzeitstand von 16:11 konnte der DRHV keinen entscheidenden Lauf setzen und so gewann Wilhelmshaven letztlich verdient mit 29:24.

Wilhelmshavener HV: ten Velde (7), Maas (1), Postel (3), Schauer (1), Vorontsov (4), Konitz (3), Kozul (1), Schwolow (4), Drechsler (5)

Dessau-Roßlauer HV 06: Pavlicek (3), Wasielewski (5), Hönicke (1), Zimmermann (2), Hanner (4), Milkow (3), Zele (2), Zahradnicek (4/2)

HSC 2000 Coburg vs. ASV Hamm-Westfalen 23:32 (10:16)

Dem Heimteam aus Coburg war der Druck anzumerken: viele Unkonzentriertheiten hatten technische Fehler zu Folge, so dass der ASV Hamm-Westfalen schnell auf 0:4 davonzog. Jan Gorr versuchte seine Truppe in der Auszeit wachzurütteln, doch auch im Anschluss war der ASV das bessere Team. In Überzahl nutzten sie den das leere HSC-Tor aus und Oliver Krechel erzielte das 5:12 über das gesamte Spielfeld.

Beim 7:14 nahm Gorr bereits nach 26 Minuten seine zweite Auszeit. Kurz vor der Pause konnte der HSC dann noch einen Doppelpack erzielen und den Halbzeitstand somit auf 10:16 reduzieren.

Wer nun dachte, ihn Halbzeit zwei würde der HSC aufdrehen, der sah sich getäuscht. Bei den Coburgern wollte nichts funktionieren und auf der anderen Seite spielte der ASV sich in einen Rausch. Über die Zwischenstände  13:22 und 20:23 erreichte man den Endstand von 23:32. 

Somit ist der Traum vom Aufstieg für die Coburger geplatzt und der HBW Balingen-Weilstetten und die HSG Nordhorn-Lingen stehen als Aufsteiger in die DKB Handball-Bundesliga fest.

HSC 2000 Coburg: Hagelin (2), Jaeger (1), Sproß (2), Weber, S. (1), Billek (8/4), Timm (1), Knauer (3), Zetterman (1), Varvne (3), Weber, P. (1)

ASV Hamm-Westfalen: Blohme (4), Huesmann (2/1), Brosch (3), Fuchs (2), Sohmann (2), Schwabe (2), Lex (4), Südmeier (5), Papadopoulos (2), von Boenigk (5)

Foto: HSG Nordhorn-Lingen