22.12.2018  2. Handball-Bundesliga

Balingen und Lübbecke machen kurzen Prozess, Hagen mit der Überraschung im Derby

Der HBW Balingen-Weilstetten und TuS N-Lübbecke feiern am Samstag deutliche Kantersiege. So deutlich war es jedoch nicht überall: In Nordhorn und Rimpar blieb es lange ausgeglichen und auch in Ferndorf und Dresden blieb es spannend bis zum Schluss. Der Samstagabend in der 2. Handball-Bundesliga im Überblick:

Die Gallier von der Alb zeigten in ihrer Heimstätte von Sekunde Eins an, wer in der Balinger Sparkassen-Arena das Sagen hat und legte los wie die Feuerwehr. Nach 20 Minuten konnte Balingens Tomas Mrkva bereits sechs Würfe auf sein Tor entschärfen (66% bis dahin) und seine Vordermänner erfüllten ebenfalls ihren Job: 10:3 lautete der Zwischenstand zehn Minuten vor der Halbzeit. Die Führung konnten die Gastgeber bis zur Halbzeit auf 15:5 ausbauen. Auch in Halbzeit zwei gab es für den TV Großwallstadt nichts zu holen, Balingen war am heutigen Abend eine Nummer zu groß. Die erfolgreichsten Torschützen waren Lukas Saueressig und Oddur Gretarsson mit jeweils fünf Treffern für Balingen und Tomas Urban mit sieben Toren für Großwallstadt. Außerdem ließ Tomas Mrkva im ersten Durchgang nur sage und schreibe fünf Tore zu und wehrte in dreißig Minuten 61% der Bälle ab.

HBW Balingen-Weilstetten: Zobel (), Kirveliavicius (3), Flohr (3), Hausmann (2), Thomann (3), Friedrich (1), Nothdurft (2), Grétarsson (5),  Schoch (4), Saueressig (5), Diebel (1), Strosack (1)

TV Großwallstadt: Spatz (1), Engels (1), Urban (7), Corak (3), Spiess, T. (2), Spiess, L. (1), Schnellbacher (3), Keck (1)

Emsdetten fand bei diesem schweren Auswärtsspiel in Dresden besser in die Partie als die Hausherren und lag von Beginn an in Front. Vor allem Dirk Holzner verbuchte nach zehn Minuten schon drei Treffer aus drei Versuchen. Doch der HCE ließ sich nie so ganz abschütteln und bot Paroli. Nach dem Seitenwechsel schienen die Hausherren wie ausgewechselt aus den Kabinen gekommen zu sein und kämpften sich schrittweise heran und konnten in der 48. Minute zum ersten Mal ausgleichen (27:27). Nun hielt es keinen mehr auf den Sitzen, denn bis zur letzten Sekunde blieb die Partie hochspannend. Kurz vor Schluss führte der TVE wieder mit vier Toren (30:34), doch der HCE kämpfte aufopferungsvoll und erzielte daraufhin drei Tore in Folge. Doch bei diesem Endergebnis von 33:34 blieb es und die Emsdettener gingen als Sieger vom Platz. Beste Schützen der Partie waren Sven Wesseling und Dirk Holzner für Emsdetten mit jeweils acht Toren und Nils Holge Kretschmer mit sechs Treffern für Dresden.

HC Elbflorenz 2006: Pulay (1), Jurgeleit (5), Dierberg (5), Flödl (4), Kretschmer (6), Hoffmann (1), Gress (4), Becvar (3), Emanuel (2), De Santis (1), Pechstein (1)

TV Emsdetten: Terhaer (2), Holzner (8), Smits (3), Wesseling (8), Bozovic (5), Krings (5), Dräger (3)

Nordhorn konnte mit dem jüngsten Sieg über Dormagen erstmals auf den vierten Tabellenplatz klettern und somit war die Sache gegen den Vorletzten aus Wilhelmshaven auf dem Papier klar. Doch die Norddeutschen hielten ordentlich dagegen und gestalteten das Spiel in den Anfängen der ersten Halbzeit ausgeglichen. Doch dann legten die Nordhorner einen Gang zu und nahmen zur Halbzeit einen 5-Tore-Vorsprung mit in die Halbzeit. Mit einem Doppelpack gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit distanzierten sie den WHV weiter auf 16:9. Auch in Halbzeit Zwei war der Heimsieg nicht mehr gefährdet – Nordhorn behauptet weiterhin den vierten Platz und Wilhelmshaven wartet weiterhin auf einen Sieg. Beste Schützen waren Gregor Pöhle mit sechs Treffern für Nordhorn und Tobias Schwolow mit 12 für den WHV.

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (1), Miedema (4), de Boer (2), Vorlicek (3), Smit (3), Seidel (3), Possehl (5), Pöhle (6)

Wilhelmshavener HV: Postel (4), Schauer (3), Vorontsov (2), Kozul (1), Schwolow (12), Drechsler (1)

In Rimpar bot sich den Zuschauern ebenfalls ein ausgeglichenes Spiel: Das erste Viertel der Partie glich einem regelrechten Schlagabtausch, ehe sich die Hausherren etwas deutlicher absetzen konnten und mit einem 14:11 in die Kabinen gingen. Mit der Euphorie aus der ersten Hälfte ging es dann auch in Halbzeit Zwei weiter. Hüttenberg konnte nicht mehr gefährlich werden – zu siegeshungrig die Rimparer Wölfe. Am Ende zeigte die Anzeigetafel einen 25:21-Sieg für die Wölfe. Beste Schützen: Patrick Gempp (5) für Rimpar und Markus Stegefelt (9) für Hüttenberg.

DJK Rimpar Wölfe:  Gempp (5), Schmidt (4), Kaufmann (2), Siegler (2), Bauer (1), Schulz (1), Backs (3), Sauer (2), Brielmeier (5)

TV Hüttenberg 05/07:  Sklenak (2), Lambrecht (1), Johannsson (4), Stegefelt (9), Zintel (2), Zörb (1), Klein (2)

Dieses Derby hatte alles, was ein Samstagabend-Derby so beinhalten muss. Die Fans in der Sporthalle Kreuztal sahen zwar eine torarme Anfangsphase – nach sechs Minuten stand es erst 1:0 für die Hausherren – doch vor allem aufopferungsvoll kämpfende Hagener sorgten für die ein oder andere Überraschung in der ersten Halbzeit. Immer wieder erkämpften sich die Gäste die Führung zurück und ein 3:0-Lauf inklusive einem Doppelpack von Dragan Tubic sorgten für die 13:12-Führung aus Sicht des VfL. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Fans das gleiche Spiel, wie im ersten Durchgang: Spannung, Dramatik und Kampf bis in die Fingerspitzen! Mit einem Buzzerbeater in der allerletzten Sekunde ließ Dominik Waldhof seinen VfL Eintracht Hagen jubeln. Hagen feiert mit dem Sieg über Ferndorf den achten Sieg der Saison und verschafft sich ein kleines Puffer vor den Abstiegsrängen. Beste Schützen am heutigen Abend waren Julius Lindskog Andersson mit fünf Treffern für Ferndorf und Sören Kress sowie Jan-Lars Gaubatz mit jeweils vier Toren für Hagen.

TuS Ferndorf: Faulenbach (2), Basic (2), Michel (2), Wörner (3), Zerbe (4), Barwitzki (1), Lindskog Andersson (5), Müller (2)

VfL Eintracht Hagen: Kress (4), Tubic (3), Pröhl (1), Mestrum (3), Stefan (3), Waldhof (2), Gaubatz (4), Konitz (2)

 

Das war deutlich. Nach zuletzt einem Unentschieden und einer Niederlage ist der TuS N-Lübbecke wieder zurück auf der Erfolgsspur. Gleich zu Beginn machten die Schwarz-Roten kurzen Prozess und führten nach knapp sechs gespielten Minuten bereits 6:2. Die Führung wurde durch eine starke Deckung und einfachen Gegenstoßtoren bis zur Halbzeit auf eine 7-Tore-Führung ausgebaut. Auch in Halbzeit Zwei ließen die Lübbecker nicht nach und den Gästen aus dem Erzgebirge keine Chance. Am Ende verbucht der TuS einen Kantersieg und wichtige Punkte, um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht zu verlieren – sie klettern von Platz Acht auf Platz Vier vorbei am TUSEM Essen. Beste Schützen waren Valentin Spohn mit zehn Treffern für TuS N-Lübbecke und Kevin Roch mit vier für Aue.

TuS N-Lübbecke: Genz (5), Walczak (1), Bechtloff (6), Gierack (2), Strosack (2), Spohn (10), Speckmann (2), Schade (5), Hövels (2)

EHV Aue: Meinhardt (3), Naumann (3), Roch (4), Petreikis (4), Dumcius (3), Brykner (2), Ebert (2), Roth (3), Slachta (1), Tuminskis (1)

Foto: HSG Nordhorn-Lingen