12.11.2018  2. Handball-Bundesliga

Die Highlights vom Sonntag: Coburg und Essen geben sich keine Blöße, Elbflorenz gewinnt Kellerduell

Es war einiges los an diesem 13.Spieltag in der 2.Handball Bundesliga. Die Spitzenteams marschieren im Gleichschritt an der Tabellenspitze und im Keller wird um jeden Zähler gefightet. Balingen und Ferndorf sitzen dem Spitzenduo aus Essen und Coburg im Nacken und die Rhein Vikings übernehmen die rote Laterne vom HC Elbflorenz. Die Highlights im Überblick:

HSV Hamburg gegen HSG Nordhorn-Lingen: 26:30 (15:15)

Nach der knappen Niederlage am letzten Spieltag gegen den TV Emsdetten wollten die Männer von Trainer Torsten Jansen die nächsten zwei Punkte einsammeln. Aber die Gegner aus Nordhorn starteten deutlich besser in die Partie und führten schnell mit 3 Toren. Aber der Tabellenzehnte aus Hamburg kam zurück ins Spiel und konnte zur Pause auf 15:15 stellen. Justin Rundt im Tor der Gastgeber konnte sich immer wieder auszeichnen. Nach der Pause blieb es weiter eng umkämpft und keines der beiden Teams konnte sich absetzten. Letztendlich waren die letzten 18 Minuten der Grund für die Heimniederlage, denn dort erzielten die Gastgeber nur noch 4 eigene Treffer. Lukas Ossenkopp traf für den HSV sechsmal und auf Seiten der HSG war Georg Pöhle mit neun Treffern bester Schütze.

TuS Ferndorf gegen TSV Bayer Dormagen: 26:25 (13:13)

Nach der Niederlage am Freitag in Hüttenberg wollte der TuS unbedingt zwei Punkte um den Abstand nach oben nicht weiter anwachsen zu lassen. Die Dormagener hielten in Balingen auch lange Zeit mit, kamen aber ebenfalls mit leeren Händen nach Hause. Das Spiel war eng umkämpft und keines der beiden Teams konnte sich zu irgendeiner Zeit absetzten. Nach dem 13:13 zur Pause waren es die Tore von Lukas Zerbe, die die Gäste auf die Siegesstraße brachten. Da halfen die acht Treffer von Morante Maldonado auf Seiten der Dormagener nicht und am Ende traf Mattis Michel sieben Sekunden vor Schluss zum umjubelten Siegtreffer.

VfL Lübeck-Schwartau gegen VfL Eintracht Hagen: 21:25 (13:15)

Der Tabelle nach zu urteilen, sollte die Lübecker keinen großen Schwierigkeiten mit dem Gast aus Hagen haben. Am vergangenen Spieltag konnte der Underdog aus Wilhelmshaven jedoch zwei Punkte gegen die favorisierten Lübecker einfahren, daher waren die Gastgeber also gewarnt, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Beide Teams starteten konzentriert und blieben auf Augenhöhe. Nach 15 Minuten befürchtete man die nächste Pleite der Gastgeber zu sehen, denn der VfL Hagen führte überraschend. Bis zur Hälfte egalsierte der heimische VfL den Vorsprung und angetrieben vom Duo Thees Glabisch und Markus Hansen bauten sie ihren eigenen Vorsprung nach der Pause sukzessive aus. Am Ende entführte Hagen aber doch die Punkte, angetrieben vom starken Jan-Lars Gaubatz, der überragende neun Treffer verbuchte.

DJK Rimpar Wölfe gegen HSC 2000 Coburg: 20:23 (10:7)

Der Tabellenführer aus Coburg wollte seinen zehnten Saisonsieg einfahren, aber die Wölfe aus Rimpar hatten was dagegen. Die Gäste wollten nämlich mit ihrem fünften Saisonsieg endlich vom Abstiegsplatz springen. In der ersten Hälfte war es vor allem Max Brustmann im Tor der Wölfe, der sich gegen die Niederlage stemmte und am Ende 11 Paraden aufweisen konnte. Zur Pause sah es gut aus für die Gäste und der Favorit aus Coburg führte lediglich mit drei Toren. In den zweiten 30 Minuten war es dann mehr und mehr Pontus Zettermann mit seiner individuellen Klasse und seinen insgesamt sechs Treffern, gegen den die Gäste kein Rezept hatten. Benjamin Herth war ebenfalls mit sechs Treffern bester Schütze seines Teams, aber auch er konnte den Rückstand bis zum Ende nicht mehr egalisieren. So bleiben die Wölfe weiter auf einem Abstiegsplatz und der HSC 2000 thront auf dem ersten Platz der Tabelle.

HBW Balingen-Weilstetten gegen TV 05/07 Hüttenberg: 27:24 (16:9)

Der HBW will mit der maximalen Punkteausbeute an diesem Doppelspieltag den Spitzenteams aus Essen und Coburg weiter Druck machen. Für die Gäste aus Mittelhessen heißt es, die Punkte gegen den TuS Ferndorf zuvergolden. Nach 10 Minuten sah man bereits, welches Ziel sich wohl am ehesten erfüllen würde. Die Gastgeber führten nämlich bereits mit 6:2 und für den Erstligaabsteiger hieß es dranbleiben, wenn man hier was holen will. Aber nach dem 16:9-Rückstand zur Pause wurde es auch in den zweiten 30 Minuten kein enges Spiel. Zu keiner Zeit konnte der TVH seine Leistung abrufen und am Ende gewann der Favorit souverän mit drei Toren. Bester Werfer auf Seiten des HBW war Oddur Gretarsson mit acht Toren und Markus Stegefelt netzten neunmal für die Gäste ein. 

TuSEM Essen gegen TV Emsdetten: 39:34 (20:17)

Der TV Emsdetten musste am 13.Spieltag zum Spitzenteam nach Essen und rechnete sich nach ihren drei Siegen in Folge sicherlich was aus. Mit dieser Serie im Rücken starteten die Gäste stark und beide Teams zeigten sich äußerst effektiv. Die Torhüter auf beiden Seiten hatten Probleme was zu fassen zu bekommen und die Anzahl von 38 Toren zur Pause unterstreicht diese Aussage nochmal. Die Essener kamen stark aus der Pause und legten den Grundstein für den späteren Sieg, in dem sie ihren Vorsprung binnen acht Minuten auf fünf Tore schraubte. Nach der roten Karte für dem Emsdettener Yannick Dräger erhöhten die Gastgeber weiten den Druck und zogen weiter weg. Am Ende waren es Noah Beyer und Lucas Firnhaber mit jeweils neun Treffern und bei den Gästen Janko Bozovic, ebenfalls mit neun Toren, die der Partie ihren Stempel aufdrückten. Der TuSEM und Coburg stehen also auch nach diesem Spieltag weiter punktgleich auf den ersten beiden Plätzen.

HC Elbflorenz 2006 gegen HC Rhein Vikings: 32:22 (12:8)

Das Kelleduell schlechthin fand an diesem Spieltag in Dresden statt. Beide Teams nur mit einem Saisonsieg in der bisherigen Saison wussten um die Wichtigkeit dieser Begegnung. Wer würde nach 60 Minuten die rote Laterne der Liga innehaben. Und diese Brisanz ließ die Vikings offenbar nicht los und hemmte die Gäste aus Düsseldorf. Nach 30 Minuten und der 12:8-Führung für die Gastgeber war noch alles möglich, dennoch war die Verunsicherung der Gäste deutlich zu spüren. In der 38. Minute waren es plötzlich sechs Tore und das ließ sich Elbflorenz nicht mehr nehmen. Angeführt von Oskar Emanuel, der acht Feldtore erzielte, ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen und fuhren den zweiten Saisonsieg ein. Christian Hoße traf sechsmal für die Vikings, konnte diese bittere Niederlage aber auch nicht abwenden. Nach der knappen Niederlage gegen Rimpar, verpassen die Vikings zwei ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg und der HCE kann feiern.

TV Großwallstadt gegen EHV Aue: 32:24 (17:15)

Der TVG wollte unbedingt seinen dritten Saisonsieg und nach 60 Minuten war es geschafft. Der EHV Aue, am Freitag noch erfolgreich, schaffte es nicht in beiden Halbzeiten seine Leistung abzurufen und so stand am Ende eine Acht-Tore-Niederlage zu Buche. In Hälfte eins zeigten sich die Gäste aus Aue spielstark und kamen immer wieder zum Torerfolg. Der TVG hielten tapfer dagegen und musste mit der Halbzeitsirene den Anschlusstreffer von Eric Meinhardt per 7m hinnehmen. Das sporte anscheinend an, denn in der zweiten Häfte ließen die Gastgeber kaum noch Möglichkeiten zu. Rechtsaußen Michael Spatz war mit 11 Treffern bester Schütze und verwandelte alle seine Siebenmeter eiskalt. Benas Petriekis kam am Ende der Partie auf fünf Treffer für den EHV. Durch den Sieg konnte sich der TVG etwas Luft verschafften im Tabellenkeller, wohingegen der EHV immer näher an die Abstiegsplätze rutscht. 

Dessau-Rosslauer HV 06 gegen TuS N-Lübbecke: 24:24 (12:15)

Wenn der Fünfte gegen den Zwölften spielt, sind die Rollen eigentlich verteilt, dennoch gab es am Sonntagabend eine überraschende Punkteteilung in Dessau. Der Absteiger aus der Bundesliga startete gut und war immer mit ein oder zwei Toren in Front. Auch zur Hälfte sah nichts nach einer Überraschung aus und man ging mit 12:15 in die Pause. Erwähnenswert waren schon zur Pause die beiden Torhüter, die eine Spitzenpartie ablieferten. Joel Birlehm auf der einen Seite und für Dessau Philip Ambrosius, trugen mit ihren 17 bzw. 15 Paraden maßgleblich zu einem hochklassigen Zweitligaspiel bei. Knapp zwei Minuten vor Schluss lag Dessau sogar in Führung, aber Jens Bechtloff konnte Sekunden vor Schluss einen Zähler für die Gäste retten. Tomas Pavlicek traf am Ende neunmal ins Schwarze und auf der Gegenseite war es Deneer Jaanimaa, der achtmal traf.

ASV Hamm-Westfalen gegen Wilhelmshavener HV: 34:20 (15:12)

Was zur Pause noch wie eine enge Partie aussah (15:12), wurde nach dem Pausenpfiff eine Galavorstellung der Hausherren vom ASV Hamm-Westfalen. Angetrieben von einem starken Felix Storbeck im Tor der Hammer war es ein Spiel auf Augenhöhe in den ersten 30 Minuten und keines der Teams konnte sich absetzen. Die Gäste, nach ihrer starken Vorstellung am Freitag gegen Schwartau mit einer Menge Euphorie angereist, ließen in der zweiten Hälfte dann alles vermissen, was sie noch vor zwei Tagen gezeigt hatten. Tor um Tor wuchs der Vorsprung,  Jan Brosch netzte als Topscorer achtmal ein und Rutger ten Velde war auf der Gegenseite viermal erfolgreich.

Foto: Dreismann