06.09.2018  2. Handball-Bundesliga

Zehn Zahlen und Fakten zum 3. Spieltag

Am 3. Spieltag kommt es in der 2. Handball-Bundesliga zu einem Duell, dass es seit 13 Jahren nicht mehr gegeben hat und auch ein Derby wird wieder auferlegt. Hält die Essener Heimserie? Zehn Spiele, zehn Zahlen und Fakten! Das müsst ihr über den 3. Spieltag wissen:

11 Tore Unterschied

Der 10. Spieltag der vergangenen Saison: für den HBW Balingen-Weilstetten ein Tag zum Vergessen! Damals reiste der Absteiger mit breiter Brust zum ASV Hamm-Westfalen und geriet bei den Westfalen komplett unter die Räder. Mit 24:35 verloren die Gallier von der Alb das Topspiel der 2. Handball-Bundesliga. Hamms Kreisläufer Jan Brosch erwischte einen Sahnetag und schickte den HBW mit neun Treffern fast im Alleingang zurück nach Hause. Für den HBW war es die höchste Niederlage der Saison. Ob es diesmal anders laufen wird?

0 Siege

Der TV Emsdetten ist das Urgestein der 2. Handball-Bundesliga. Seit 1981 spielen die Grün-Weißen 31 Jahre in der zweithöchsten Spielklasse. Gegen eine Mannschaft konnte der TVE aber in all dieser Zeit nicht gewinnen. Gut, man muss relativieren, dass der HC Rhein Vikings erst in seinem zweiten Zweitligajahr ist, aber in den bisherigen zwei Vergleichen gelang dem TV Emsdetten bisher kein Sieg gegen die Wikinger.

8 Heimspiele ungeschlagen

Der TUSEM Essen hat einen Lauf! Saisonübergreifend ist der Traditionsverein seit acht Heimspielen ungeschlagen! Die letzte Niederlage datiert zum 4. März diesen Jahres zurück. Am 25. Spieltag verlor der TUSEM sein Heimspiel mit 25:30 gegen die DJK Rimpar Wölfe. Seitdem gab es sieben Siege und ein Unentschieden. Hält die Serie gegen Dresden an?

24 Jahre

Eine gefühlte Ewigkeit kam es nicht mehr zu diesem Duell in der 2. Handball-Bundesliga. Zuletzt standen sich der TuS N-Lübbecke (damals noch TuS Nettelstedt) und der VfL Eintracht Hagen in der Saison 1993/1994 in Deutschland zweithöchster Spielklasse gegenüber. Das ist inzwischen 24 Jahre her, kaum einer kann sich an damals noch erinnern. Die letzten Vergleiche sind daher eigentlich auch irrelevant. Für die Statistikliebhaber haben wir dennoch etwas: die letzten drei Spiele zwischen den beiden Teams gingen allesamt an den TuS N-Lübbecke.

1 Punkt

Den Saisonstart hat sich der TV 05/07 Hüttenberg anders vorgestellt. Als Absteiger aus der DKB Handball-Bundesliga zählte man den TVH zum engsten Favoritenkreis im Kampf um den Aufstieg. Nur zwei Spieltage später muss Hüttenberg allerdings zusehen, diesen Anschluss nicht bereits früh in der Saison zu verlieren. Zum Saisonauftakt gab es ein enttäuschendes Unentschieden gegen den EHV Aue, danach eine Niederlage gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Doch es ist erst der dritte Spieltag, es kann noch viel passieren. Ein Vergleich: In der Aufstiegssaison hatte der TV Hüttenberg einen Punkt mehr auf dem Konto. Zum Auftakt gewann Hüttenberg damals mit 25:21 gegen den TV Emsdetten, ehe man bei der HSG Konstanz verlor.

67 Tore

67 Tore und eine Tordifferenz von +20 Treffern - die HSG Nordhorn-Lingen ist nicht nur ungeschlagenener Tabellenführer sondern auch in der Offensive zur Zeit das Maß aller Dinge in der 2. Handball-Bundesliga. Bisher ist die Spielgemeinschaft unbeschadet durch die Saison gekommen, am 3. Spieltag wartet jedoch eine Mannschaft, die weiß, wie man den Tabellenführer schlagen kann. In der vergangenen Saison konnte der HSC 2000 Coburg mit 30:22 gegen die HSG Nordhorn-Lingen gewinnen. So einfach wird es der Tabellenführer den Franken dieses Mal sicherlich nicht machen, doch ein Spaziergang wird es für Nordhorn auch nicht.

13 Plätze besser als im Vorjahr

Der EHV Aue zählt bisher zu den Überraschungen in dieser Saison. Nicht nur weil die Ostdeutschen mit Eric Meinhardt einen Rückraum Mitte haben, der zur Zeit voll im Saft steht und mit Erik Töpfer einen Torwart, der am 2. Spieltag zum Spieler des Spieltags gewählt wurde, sondern weil sie bisher ohne Niederlage dastehen. Das war so nicht zu erwarten. Bereits am ersten Spieltag gelang Aue mit dem Unentschieden gegen Hüttenberg die faustdicke Überraschung. Mit 3:1-Punkten steht der EHV Aue auf Platz Vier der 2. Handball-Bundesliga! Im Vergleich: letztes Jahr steckte der EHV zu diesem Zeitpunkt mit 0:4-Punkten und Platz 17 im Tabellenkeller fest.

17 Tore

Es war die Überraschung des zweiten Spieltags: Aufsteiger TuS Ferndorf schlägt den Aufstiegskandidaten VfL Lübeck-Schwartau mit 27:17. Eine Niederlage, die den Norddeutschen ziemlich weh tut. Damit war nicht zu rechnen. Vor allem die 17 Tore sind schockierend. Letztes Jahr erzielte Lübeck-Schwartau im Schnitt 25,81 Tore. Das sind fast neun Tore mehr als dem VfL gegen Ferndorf gelungen ist. Auch historisch fällt die Niederlage dem VfL Lübeck-Schwartau schwer ins Kontor. Das 17:27 ist eine der höchsten Auswärtsniederlagen für den VfL Lübeck-Schwartau seit der Saison 1986/87. Damals verlor der VfL (damals noch Bad Schwartau) mit 17:33 beim TSV Bayer Dormagen.

5. Derby in der 2. Handball-Bundesliga

Vier Jahre mussten wir auf dieses Derby warten. Am Samstag kommt es zum fünften Aufeinandertreffen zwischen dem TV Großwallstadt und den DJK Rimpar Wölfen. In der Saison 2014/15, als sich die zwei Teams das letzte Mal in der 2. Handball-Bundesliga gegenüberstanden, gingen beide Spiele an den TV Großwallstadt. Inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Als Favorit gehen dieses Mal die DJK Rimpar Wölfe in die Partie. Kann der Aufsteiger dennoch die Neuauflage gewinnen? 

2 Aufsteiger unter sich

Am 3. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga kommt es zum nächsten Aufsteigerduell. Der Handball Sport Verein Hamburg empfängt den TuS Ferndorf. Beide Mannschaften haben in der noch jungen Saison bereits aufhorchen lassen. Die Hamburger haben sich in ihrem ersten Zweitligaspiel überhaupt mehr als achtbar gegen den HBW Balingen-Weilstetten geschlagen und Ferndorf gelang am letzten Spieltag die Sensation des Spieltags, als der Aufsteiger den Aufstiegskandidaten VfL Lübeck-Schwartau mit 27:17 aus der Halle warf. Mit 3:1-Punkten rangieren die Ferndorfer auf Platz Zwei der Tabelle. Folgt gegen Mitaufsteiger Hamburg nun die erste Niederlage der Saison?

Bild: TV Großwallstadt