22.02.2019  2. Handball-Bundesliga

Zehn Zahlen und Fakten zum 23. Spieltag

Zum Auftakt des 23. Spieltags gibt es bereits am Freitagabend drei Partien, die es in sich haben und die die Tabelle ordentlich durcheinander wirbeln können. Was bietet uns dieses Wochenende in der 2. Handball-Bundesliga? Hier sind die zehn Zahlen und Fakten zum 23. Spieltag:

Der TUSEM Essen hat seine Vorjahreskrise mit sieben Niederlagen am Stück hinter sich gelassen und ist mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet. Nach dem Kantersieg gegen den Dessau-Roßlauer HV konnten die Essener am vergangenen Spieltag auch den HC Elbflorenz 2006 besiegen und erwartet nun den TuS N-Lübbecke mit breiter Brust. Das Hinspiel konnte der TUSEM knapp mit 26:25 gewinnen. Wie geht das Rückspiel aus?

Die HSG Nordhorn-Lingen ist in Top-Form! Die letzten sechs Spiele hat die Handball-Spielgemeinschaft alle gewonnen. Mit dem Sieg im Top-Spiel gegen die HSC 2000 Coburg hat Nordhorn zwei Big Points gelandet. Mit einem weiteren Sieg gegen den VfL Eintracht Hagen am Freitagabend würde sich die HSG Nordhorn-Lingen zumindest für eine Nacht lang auf Platz Zwei der Tabelle schieben.

Der Handball Sport Verein Hamburg hat mit den HC Rhein Vikings noch eine Rechnung offen. Zwar liegen die Hamburger elf Punkte besser da als die Vikings, doch die Niederlage aus dem Hinspiel sitzt noch tief. Damals musste sich der Aufsteiger den Rhein Vikings mit zwei Toren geschlagen geben. Es war lange Zeit der einzige Saisonsieg des Tabellenletzten. Gelingt Hamburg nun die Revanche?

Damit war nicht zu rechnen. Während sich der VfL Lübeck-Schwartau die komplette Hinrunde über in der oberen Tabellenhälfte tümmelte, steckten die DJK Rimpar Wölfe wochenlang im Tabellenkeller fest. Doch inzwischen haben sich die Wölfe stabilisiert und zur räumen das Feld von hinten auf. 10:0 Punkte aus den letzten fünf Spielen spülten die Franken bis auf den neunten Rang vor. Den VfL und die Wölfe trennen inzwischen nur noch zwei Punkte! 

Diese Serie ist fast schon unheimlich. Der HBW Balingen-Weilstetten hat seine letzten 19 Heimspiele allesamt gewonnen und ist daher in dieser Saison noch ohne jeglichen Punktverlust im eigenen Wohnzimmer. Um die zwanzig voll zu machen, muss am Samstag gegen den HC Elbflorenz 2006 gewonnen werden. Kein unmögliches Unterfangen, aber auch kein selbstverständliches. Denn im Hinspiel konnten die Dresdner dem Tabellenprimus einen Punkt abluchsen. Am vierten Spieltag trennten sich die zwei Mannschaften 24:24-Unentschieden. 

Von so einer Heimserie kann der TV Emsdetten derzeit nur träumen. Das erste Heimspiel des Jahres setzte der Ligadino vor zwei Wochen in den Sand. Nach einem schwachen Auftritt musste sich der TVE gegen die DJK Rimpar Wölfe geschlagen geben. Gegen den TV 05/07 Hüttenberg soll nun alles besser werden. Klappt es gegen den Bundesliga-Absteiger mit dem ersten Heimsieg des Jahres?

Auch damit hätte vor der Saison vermutlich niemand gerechnet. Nach 22 Spieltagen trennen den TuS Ferndorf und den ASV Hamm-Westfalen lediglich zwei Punkte. Mehr noch, der Aufsteiger aus Ferndorf ist sogar das besser platzierte Team von den zwei Vereinen. Ein Zwischenergebnis, das der ASV Hamm-Westfalen schnellstmöglich korrigieren möchte. Mit einem Sieg würde der ASV zu Ferndorf aufschließen. Ob es gelingt?

Eric Meinhardt ist das Gesicht des EHV Aue. Seit 17 Jahren trägt der Kapitän das Trikot seines Herzensverein. Damit ist Meinhardt der dienstälteste Spieler in der 2. Handball-Bundesliga. Vor dem Spiel gegen den HSC 2000 Coburg steht Eric Meinhardt vor einem weiteren Meilenstein. Dem Rückraumspieler fehlen nur noch drei Tore bis zu seinem 2.000 Liga-Tor für den EHV Aue. Bis auf eine Drittliga-Saison, in der er 119 Treffer erzielte, wurden alle Tore in der 2. Handball-Bundesliga erzielt. Respekt!

Dieses Spiel birgt ordenltich Brisanz! Sechs Punkte trennen den TSV Bayer Dormagen und den Wilhelmshavener HV. Der WHV befindet sich mit zwölf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und ist gegen den Aufsteiger quasi zum Siegen verdammt. Denn bei einer Niederlagen wäre Dormagen mit acht Punkten quasi enteilt und hätte eine kleine Vorentscheidung im Abstiegskampf erzielt.

Mindestens genauso brisant ist das Duell zwischen dem TV Großwallstadt und dem Dessau-Roßlauer HV. Mit jeweils 15 Punkten sind die zwei Clubs Tabellennachbarn und belegen beide einen Abstiegsplatz. Nicht wenige Experten werten dieses Duell als Endspiel. Denn für den Verlierer wird die Luft im Tabellenkeller richtig dünn.

Bild: Zaunbrecher