24.08.2018  2. Handball-Bundesliga

Zehn Zahlen und Fakten zum 1. Spieltag

Es ist wieder soweit. Nach dem Pokalwochenende vergangene Woche startet an diesem Freitagabend endlich auch die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga. Diese zehn Zahlen und Fakten solltet ihr vor dem ersten Spieltag unbedingt gelesen haben.

3 Deutsche Meister

20 Teams treten in dieser Saison in der 2. Handball-Bundesliga gegeneinander an. Einige von ihnen wurden auch bereits in der Beletage des deutschen Handballs, der DKB Handball-Bundesliga, vorstellig. Drei aktuelle Zweitliga-Vereine wurden sogar schon Deutscher Meister. Sechs Mal gelang dieses Kunststück dem TV Großwallstadt. Der TUSEM Essen wurde drei Mal Deutscher Meister. Der Hamburger Sport Verein feierte neben der Deutschen Meisterschaft sogar schon den Champions League-Titel.

635 Kilometer

Es ist die längste Anreise, die in der 2. Handball-Bundesliga für ein Auswärtsspiel bewältigt werden muss. Der HBW Balingen-Weilstetten fährt sie direkt am 1. Spieltag. Der südlichste Verein der 2. Handball-Bundesliga trifft zum Auftakt nämlich direkt auf den nördlichsten Verein, den VfL Lübeck-Schwartau. Der Nord-Süd-Schlager wird auch gleich ein erstes Ausrufezeichen im Aufstiegskampf sein. Beide Teams zählen nämlich zu den Favoriten um die Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga.

25 Jahre zweite Liga

In der ewigen Tabelle der 2. Handball-Bundesliga befinden sie sich auf Platz Eins und Drei. Der TV Emsdetten und der EHV Aue zählen bereits zum Inventar der Liga. Beide Vereine gehen in ihre 25. Zweitligasaison - ein Rekord! Kein anderer Verein kommt auf diesen langen Zeitraum.

0 Jahre zweite Liga

Das krasse Gegenteil zum TV Emsdetten und dem EHV Aue bildet der Hamburger Sport Verein. Der Aufsteiger kann zwar bereits auf eine erfolgreiche Vereinshistorie zurückblicken und in seiner Trophäenvitrine befinden sich Pokale wie die Deutsche Meisterschaft, der DHB-Pokal und der Champions League-Pokal, in der 2. Handball-Bundesliga haben die Hamburger allerdings noch nie gespielt. Für den Verein aus der Elbestadt bedeutet die Liga also absolutes Neuland.

5 Absteiger

Die Saison 2018/19 verspricht Spannung wie noch nie. Mit dem TV Hüttenberg und dem TuS N-Lübbecke sind zwei Mannschaften abgestiegen, die den sofortigen Wiederaufstieg anstreben und die Qualität in der 2. Handball-Bundesliga deutlich erhöhen. Doch nicht nur der Aufstiegskampf wird spannend bis zum Schluss. Die Verkleinerung der 2. Handball-Bundesliga von 20 auf nur noch 18 Mannschaften im nächsten Jahr macht den diesjährigen Abstiegskampf zum spannendsten Abstiegskampf aller Zeiten. Fünf Mannschaften, also ein Viertel der Liga muss nach der Saion den bitteren Gang in die 3. Liga auf sich nehmen. 

3 Ligen in 4 Jahren

Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga in der Saison 2015/16, Durchmarsch und Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga in der Saison 2016/17, Abstieg in die 2. Handball-Bundesliga in der Saison 2017/18. Diejenigen, die es mit dem TV Hüttenberg haben, können auf eine turbulente jüngere Vergangenheit zurückblicken. Gut möglich, dass es in diesem Jahr genauso turbulent weitergeht und das Spiel "Liga wechsle dich" eine Fortsetzung findet. Die Hüttenberger haben sich gut verstärkt und zählen zu den ganz heißen Aufstiegskandidaten.

97 neue Spieler

Hoch her ging es für die Teams der 2. Handball-Bundesliga nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch auf dem Transfermarkt in diesem Jahr. Ganze 97 Mal haben die Clubs zugeschlagen und neue Spieler verpflichtet. Im Schnittmacht das bei 20 Teams also 4,85 Neuzugänge pro Mannschaft. Spitzenreiter ist der TV Hüttenberg mit ganzen zehn Neuverpflichtungen. Am Zurückhaltendsten war hingegen der Aufsteiger aus Hamburg mit lediglich zwei Neuzugängen.  

19 Nationen

Sport ist Vielfalt, Sport ist gelebte Integration. Das sieht man auch in der 2. Handball-Bundesliga. Spieler aus 19 unterschiedlichen Ländern versammeln sich in den Clubs der 2 HBL. Neben Deutschland zählen vor allem Kroatien, die Niederlande, Tschechien und Slowenien zu den am stärksten vertretenen Nationen in der 2. Handball-Bundesliga.

100% Deutsch

Dass man aber auch Erfolg mit einem Team haben kann, das komplett den deutschen Pass besitzt, möchten die DJK Rimpar Wölfe, der ASV Hamm-Westfalen, der TV Großwallstadt und der TUSEM Essen beweisen. Alle vier Teams setzen ausschließlich auf deutsche Spieler und verfolgen dennoch ambitionierte Ziele. Der ASV Hamm-Westfalen möchte um den Aufstieg mitspielen und die anderen drei Teams möchten sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.

18 Jahre

Kay Rothenspieler ist der Rekordmann im deutschen Handball. Kein anderer Trainer aus den ersten beiden Ligen ist so lange im Amt wie der Coach des ASV Hamm-Westfalens. Seit 2001 hält Rothenspieler mehr oder weniger durchgehend das Ruder des Aufstiegskandidaten in der Hand. Erstmals übernommen hat der ASV-Trainer im Jahr 2001. Sein größter Erfolg war der Aufstieg in die DKB Handball-Bundesliga in der Saison 2009/10. Anschließend kündigte er seinen Rücktritt an, um in der Firma seiner Frau zu arbeiten. Nach der Entlassung seines Nachfolgers Jens Pfänder im Okotber 2010 übernahm er das Traineramt erneut sowie zusätlich den Managerposten. Zur Saison 2011/12 installierte er Maik Machulla als Spielertrainer, kehrte jedoch nach nur acht Spieltagen als Trainer zurück. Nach 14 Jahren als Trainer des ASV Hamm-Westfalen beendete er seine Karriere und übernahm die Funktion des Vereinsmanagers. Seit der Saison 2017/18 ist er wieder als Trainer sowie als Sportlicher Leiter tätig.

Die längste ununterbrochene Amtzeit hat Heiner Bültmann von der HSG Nordhorn-Lingen inne. Seit 2009 trägt Bültmann die Verantwortung bei der HSG.