13.05.2021  2. HBL

Hamburg nimmt die Hürde Emsdetten ohne Mühe

Der HSVH marschiert weiter Richtung Aufstieg. Mit einer überzeugenden Leistung hat der Handball Sport Verein Hamburg dem Tabellenvorletzten TV Emsdetten am Mittwochabend keine Chance gelassen. Die Hamburger setzten sich in der Ems-Halle mit 34:27 durch und führten bereits im ersten Durchgang kurzzeitig mit zehn Toren. Niklas Weller traf siebenmal und war bester Werfer seines Teams. Dirk Holzner (6 Tore) traf für die Gastgeber am Häufigsten.

Am 31. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga zeigte der Handball Sport Verein Hamburg erneut eine starke Leistung gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller und gewann deutlich mit 34:27 (20:12) beim TV Emsdetten. Bereits früh in der ersten Halbzeit stellte der HSVH in der Ems Halle die Weichen für den nächsten Auswärtssieg und zog schon vor der Pause zwischenzeitlich mit einer Zehn-Tore-Führung davon. Auch im weiteren Verlauf des Spiels blieb das Team von Trainer Torsten Jansen konzentriert und ließ unter anderem dank einer stabilen Abwehrleistung nichts mehr anbrennen. Die meisten HSVH-Tore erzielte erneut Niklas Weller mit sieben Treffern. Aber auch Leif Tissier und Thies Bergemann hatten mit sechs Toren aus sechs Würfen einen sehr erfolgreichen Abend.

Ohne Jan Kleineidam, der sich im Spiel gegen den Wilhelmshavener HV einen Haarriss im rechten Oberschenkel zuzog, startete der HSVH sehr souverän in die Partie beim TV Emsdetten. Wenige Sekunden nach Spielanpfiff zog Leif Tissier gleich einmal einen Siebenmeter, den Niklas Weller zum 0:1 verwandelte. Danach traf auch der TVE vom Strich zum 1:1-Ausgleich (3. Spielminute) und nach Jan Forstbauers Tor zum 1:2 (4.), gelang beim 2:2 (4.) ein weiteres Mal der Gleichstand. Dies sollte allerdings der engste Spielstand der gesamten Partie bleiben, denn anschließend folgte ein Hamburger Dreierpack, der den HSVH bereits früh auf die Siegerstraße brachte. Erst Tissiers Treffer zum 2:3 (5.), dann Forstbauers Tor zum 2:4 (6.) und schließlich Finn Wullenwebers erfolgreicher Wurf zum 2:5 (8.) verschafftem dem HSVH gleich etwas Luft. Nach dem zwischenzeitlichen TVE-Tor zum 3:5 (8.) legte das Team von Trainer Torsten Jansen sogar noch eine Schippe drauf und schraubte den Vorsprung innerhalb von sechs Minuten auf sieben Tore hoch. Drei Tore von Tissier (9., 13., und 15.), ein Treffer von Thies Bergemann (9.) und Tobias Schimmelbauers Steal in der Abwehr mit anschließendem Torerfolg (14.) führten zu der starken 3:10-Führung.

Emsdetten war dem HSVH in allen Belangen unterlegen und so konnten die Gäste diesen Sieben-Tore-Abstand dank seiner stabilen Abwehr und Durchschlagskraft im Angriff auch im weiteren Verlauf aufrechterhalten. Zehn Minuten bevor es in die Kabinen ging, zogen die Hamburger bei 6:14 (20.), 6:15 (20.) und 7:17 (24.) sogar noch weiter davon und erspielten sich sogar einen zweistelligen Vorsprung von zehn Toren. Die letzten fünf Minuten nutzten die Emsdettener dann noch einmal, um den Rückstand zu verkleinern und verkürzten bei 10:17 (26.), 11:18 (29.) und 12:19 (30.) wieder auf sieben Tore. Der letzten Treffer vor der Pausensirene fiel dann nach einer sehr ungewöhnlichen Kombination: Rechtsaußen Thies Bergemann war in die Mitte gelaufen und spielte den ebenfalls eingelaufenen Linksaußen Schimmelbauer am Kreis an und der Routinier traf vom Kreis zum Halbzeitstand von 12:20. Schon zur Pause wirkte es so, als sei das Spiel entschieden, denn der TVE fand einfach keine Mittel gegen starke Hamburger – weder defensiv noch offensiv.

Für den zweiten Durchgang setzte Trainer Jansen dann auf Jonas Maier im HSVH-Tor. Und wie schon zu Beginn des Spiels zog Leif Tissier direkt nach dem Wiederanpfiff einen Siebenmeter, den wieder Niklas Weller zum 13:21 (32.) verwandelte. Danach fielen die Tore zunächst abwechselnd zum 14:21 (33.), 14:22 (34.) und 15:22 (35.) bis dem HSVH mal wieder ein Doppelschlag gelang und Thies Bergemann den vorher gewonnenen Ball von Lukas Ossenkopp zum 16:24 (38.) im TVE-Tor unterbrachte. Im weiteren Verlauf hielten Dominik Vogt bei 18:26 (41.) und Jannik Hausmann bei 19:27 (43.) die Acht-Tore-Führung aufrecht. Kurz danach nutzte Hausmann einen weiteren Ballgewinn in der Defensive aus, um auf 20:29 zu erhöhen (45.). Diesen Vorsprung von neun Toren konnte der HSVH zwar nicht über die Zeit bringen, da der TV Emsdetten bei 23:30 (50.) 24:31 (52.) und 25:32 (56.) den Abstand noch etwas verringerte, aber dafür sicherten Pelle Fick (55.), Hausmann (58.) und Jonas Gertges (60.) mit ihren Treffern den souveränen 27:34-Sieg.

Statistiken zum Spiel:

Hamburg: Vortmann, Maier – Weller (7 Tore), Bergemann, Tissier (beide 6), Hausmann, Schimmelbauer, Forstbauer (je 3), Wullenweber (2), Vogt, Fick, Gertges, Axmann (je 1), Ossenkopp, Feit, Bauer (n.e.) 

Emsdetten: Paske, Madert – Holzner (6 Tore), Nowatzki (5), Urban, Wesseling (3), Schliedermann, Terhaer, Damm (je 2), Kolk, Stüber, Wasielewski (je 1), Kress, Mojzis, Kornecki 

Foto: Emsdetten

Quelle: HSVH