14.06.2021  2. HBL

Aufstieg vorerst verpasst: Elbflorenz schlägt Hamburg

Am 36. Spieltag der 2. HBL hat der Handball Sport Verein Hamburg die Chance verpasst, schon frühzeitig den Aufstieg in die 1. Liga klarzumachen und unterlag dem HC Elbflorenz in der BallsportARENA in Dresden mit 31:37 (14:17). Da der HSVH-Verfolger VfL Gummersbach am Samstagabend mit 29:26 beim EHV Aue verlor, hatte der HSVH in Dresden die Möglichkeit, mit einem Punktgewinn den Aufstieg in die 1. Liga schon drei Spieltage vor dem Saisonende aus eigener Kraft zu schaffen.

Angespornt durch die Niederlage des VfL Gummersbach am Vortag startete der HSVH mit einer Extraportion Motivation in das Duell gegen den Tabellenfünften HC Elbflorenz. Wie bereits beim letzten Spiel gegen Hüttenberg stand auch in Dresden zunächst Jonas Maier zwischen den HSVH-Pfosten und parierte gleich den ersten Wurf des HCE (1. Minute). Nach einem Fehlwurf von Leif Tissier im ersten Hamburger Angriff (2.) nutzte Jannik Hausmann nach Elbflorenz-Ballverlust die Möglichkeit, um den HSVH bei 0:1 (3.) in Führung zu bringen. Anschließend hielt Maier den Hamburger Kasten mit der zweiten Parade vorerst weiter sauber (4.) und Lukas Ossenkopp erhöhte auf 0:2 (4.). Doch innerhalb einer Minute glich der HC Elbflorenz dann mit einem Doppelschlag zum 2:2 (5.) aus und drehte nach Finn Wullenwebers Tor zum 2:3 (6.) und einem Ballverlust durch Tissier-Schrittfehler (9.) den Spielstand auf 4:3 (10.). Da Niklas Weller im Anschluss nur die Latte traf (11.), konnten die Sachsen bei 5:3 (11.) sogar mit zwei Toren in Führung gehen.

Auch in den folgenden Minuten tat sich der HSVH schwer, den Ball im Dresdner Gehäuse unterzubringen und geriet bei 7:4 (14.) noch weiter in Rückstand. Weil die HCE-Abwehr stabil stand und Dresden-Keeper Mario Huhnstock einige Hamburger Bälle entschärfen konnte, gelang es dem HSVH nicht, in der Offensive für Akzente zu sorgen und den Vorsprung der Gastgeber aufzuholen. Zumal die Hamburger sich heute nicht auf ihre eigene Defensive verlassen konnten. Bei 9:5 (16.) zog Elbflorenz deshalb kurzzeitig mit vier Toren davon und hielt auch nach Wullenwebers 9:6 (17.) und 9:7 (18.) dagegen, um bei 11:7 (20.) sofort wieder den vorherigen Abstand herzustellen. Wenige Minuten vor der Pause kam die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen dann noch einmal auf 13:11 (25.) heran, Dresden nahm dem HSVH aber schnell wieder den Wind aus den Segeln und erhöhte auf 15:11 (28.). In der 30. Minute sicherte sich dann Ossenkopp in der Abwehr den Ball und schickte Thies Bergemann, der im Alleingang das 16:14 erzielte. Nur drei Sekunden vor der Sirene verwandelte Elbflorenz noch zum Halbzeitstand von 17:14.

Nach Wiederanpfiff der Partie wollte der HSVH unbedingt noch das Spiel drehen und legte mit einem Treffer von Finn Wullenweber zum 17:15 (31.) und einer Maier-Parade (32.) los. Beinahe fiel auch das Anschlusstor, doch Lukas Ossenkopp scheiterte mit einem Wurf an Elbflorenz-Torwart Huhnstock. Weller boxte den Abpraller zwar noch über die Linie, die Schiedsrichter hatten ihn aber im Kreis gesehen (32.). Danach drehte auch der HC Elbflorenz wieder auf und erzielte nach einem Fehlwurf von Jan Forstbauer (33.) das 19:15 (34.). Nach Wellers 19:16 (34.) ließ der HSVH im Angriff weitere Chancen liegen und schaffte es auch nicht, in der Abwehr die Dresdner zu stoppen. Auch die Hamburger Keeper Jonas Maier und Jens Vortmann konnten nicht an ihre Top-Leistungen aus den vergangenen Spielen anknüpfen. So gerieten die Hamburger bei 21:16 (35.) und 22:16 (37.) immer weiter in Rückstand – nun schon mit sechs Toren. Auch eine Auszeit von Coach Torsten Jansen (37.) brachte nicht die gewünschte Wende und so blieb der HSVH bei 24:18 (39.), 25:20 (41.) und 26:20 (42.) mit mindestens fünf Toren auf Abstand.

Bei 27:20 (43.), 29:22 (45.) und 30:22 (47.) setzte der HC immer wieder einen drauf und führte zwischenzeitlich sogar mit acht Toren. Die Schlussphase spielte Elbflorenz souverän und unaufgeregt herunter, erlaubte sich nur wenige Fehler und nutzte die des HSVH jedes Mal eiskalt aus, sodass Finn Wullenweber, Leif Tissier und Niklas Weller mit ihren Treffern zum 33:26 (51.), 35:28 (55.), 36:30 (57.) und 37:31 (58.) nur noch für Schadensbegrenzung und den Endstand sorgen konnten.

In der Tabelle ist nun der TuS N-Lübbecke am HSVH vorbeigezogen und belegt mit 54:14 Punkten Platz 1. Der HSVH hat zwar 54:14 Zähler, aber mit +105 Toren das schlechtere Torverhältnis (Lübbecke hat +137 Tore) und steht somit an zweiter Stelle der Zweitliga-Tabelle (am Saisonende entscheidet der direkte Vergleich über die Platzierung). Der VfL Gummersbach folgt auf Platz 3 mit 49:17 Punkten und einem Spiel weniger. Am Dienstag, den 22.06., hat der HSVH dann gegen den ASV Hamm-Westfalen die nächste Möglichkeit, den Aufstieg zu sichern. Dafür ist ein Punkt nötig gegen den ASV nötig.

Statistiken zum Spiel:

Hamburg: Maier, Vortmann – Weller (8 Tore), Wullenweber (7), Bauer, Hausmann (beide 4), Tissier, Bergemann, Ossenkopp (je 2), Schimmelbauer, Forstbauer (beide 1), Vogt, Gertges, Fick, Lackovic (n.e.), Feit (n.e.)

Elbflorenz: Huhnstock, Mohs – Wucherpfennig (9), Dumcius (7), Buschmann, Greß (beide 5), Jungemann (3), Dierberg, Kretschmer, Thümmler, Stavast (je 2), Emanuel, Hoffmann, Vanco, Quade, Wellner

Foto: Fleischer

Quelle: HSVH