07.09.2019  2. Handball-Bundesliga

Der Samstag in der 2.HBL: 6 Partien runden den Spieltag ab

Volles Programm am Samstagabend in der 2. HBL. Während sich die Aufstiegsaspiranten aus Gummersbach, Lübeck, Coburg und Lübbecke in Position bringen wollen, kämpfen Krefeld, Emsdetten, Konstanz und Ferndorf um die ersten Punkte der Saison. Alle Spiele gibt es wie immer LIVE auf handball-deutschland.tv!

18:30 Uhr: VfL Gummersbach – DJK Rimpar Wölfe

18:30 Uhr: VfL Gummersbach – DJK Rimpar Wölfe

Im zweiten Heimspiel der Saison will der Altmeister VfL Gummersbach endlich den Knoten platzen lassen. Bislang reichte es im neuen Umfeld der 2. HBL nur zu einem Punkt gegen den TuSEM Essen. Im Auswärtsspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau mussten sich die ambitionierten Oberbergischen sogar mit 22:20 geschlagen geben. Noch ist vor allem der Sand im VfL-Angriffsmotor. Die Abgänge von den Leistungsträgern Moritz Preuß, Stanislav Zhukov und Pouya Norouzi sollen von den neuen Hoffnungsträgern Tim Kontrec und Alexander Herrmann aufgefangen werden. Mehr Verantwortung lastet auch auf dem jungen Fynn Herzig, der auf der Mitte das Spielgeschehen leiten soll.  Im Heimspiel gegen die Rimparer Wölfe soll sich die neu formierte Mannschaft weiter festigen. Mit über 3000 Zuschauern zeigte sich die Schwalbe-Arena zu Saisonbeginn von ihrer besten Seite, doch neben dem Team von Trainer Torge Greve, ist vor allem auch das handballbegeisterte Publikum erfolgshungrig und wartet sehnlichst auf den ersten Sieg der Saison.

Ein Sieg gegen die Rimparer Wölfe scheint eine Pflichtaufgabe für die Blau-Weißen zu sein, wenn sie nicht schon frühzeitig die ersten beiden Tabellenplätze aus den Augen verlieren wollen. Doch die Würzburger überzeugten zum Auftakt mit einem Punktgewinn in Lübbecke und einem Sieg gegen Aufsteiger Krefeld. Dementsprechend motiviert sind die Wölfe bei der nächsten Auswärtsaufgabe an die kleine Erfolgsserie anzuknüpfen und für eine Überraschung zu sorgen.

19:00 Uhr: HSG Krefeld – TV Emsdetten

19:00 Uhr: HSG Krefeld – TV Emsdetten

Nicht entmutigen lassen will sich die HSG Krefeld. Der Aufsteiger, der als Ziel den Klassenerhalt ausgegeben hat,  will gegen den TV Emsdetten die ersten zwei Punkte der Saison einfahren. Und es gibt für das Team und die Fans genügend Grund zur Hoffnung. Im Spiel gegen die Rimparer Wölfe schlug sich die HSG mehr als achtbar. „Die Mannschaft hat tollen Charakter gezeigt. Wir haben in der zweiten Halbzeit eine ganz starke Leistung gezeigt und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“, zeigte sich Krefelds Trainer Arnar Gunnarsson zufrieden mit der Leistung seines Teams. Besonders auf seine Abwehrreihe kann der Coach bauen. Im Spiel gegen die Wölfe ließ die HSG nur 20 Gegentreffer zu. Eine Woche zuvor reichte es für die Topmannschaft aus Lübeck nur zu 24 Treffern. Viel Arbeit wartet noch in der Offensive auf die „Eagles“. Gegen den ebenfalls noch sieglosen TV Emsdetten soll der Angriffsmotor aber endlich ins Laufen kommen.

Beim TV Emsdetten musste Trainer Daniel Kubes unterdessen Aufbauarbeit leisten. Die deutliche 19:26-Niederlage in Lübbecke musste sein Team erst einmal verdauen: „Nach dem Spiel war bei uns die Enttäuschung natürlich riesengroß. Nach der Videoanalyse Anfang der Woche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine Mannschaft noch nicht so gefestigt ist, wie wir uns das zu diesem frühen Zeitpunkt gerne vorgestellt hätten. Wir sind während des Spiels nie in einen Flow gekommen, der Ruhe in unsere Aktionen gebracht hätte. Leider folgten auf eine gute Szene häufig zwei schlechte, die für zusätzliche Verunsicherung gesorgt haben. Es braucht einfach noch Zeit, bis bei uns alle Abläufe sitzen und meine Spieler sich in die ihnen zugedachten Rollen zurechtfinden. Ich bin mir aber sicher, wenn wir im Training weiter so akribisch arbeiten und die Jungs mit dem bis jetzt gezeigten Einsatz agieren, dann werden sich die Erfolge einstellen.“

19:30 Uhr: HSC 2000 Coburg – TuS N-Lübbecke

19:30 Uhr: HSC 2000 Coburg – TuS N-Lübbecke

Eine ganz schwere Auswärtsaufgabe wartet auf den TuS N-Lübbecke. Das Team von Trainer Emir Kurtagic reist am Samstagabend zum HSC Coburg. Ein echtes Topspiel in der 2.HBL, denn beide Mannschaften haben die Aufstiegsplätze im Visier. „Wir müssen Bereitschaft und Leidenschaft zeigen. Und versuchen, höchstes Niveau zu bieten, dabei gleichzeitig immer auf dem Boden der Tatsachen bleiben“, gibt Kurtagic die Marschroute vor. Leidenschaft muss die Mannschaft auch an den Tag legen, um weiter die großen Verletzungssorgen zu kompensieren. Patryk Walczak, Lukasz Gierak und  Johannes Jepsen fallen weiter aus und unter der Woche musste auch Jens Bechtloff das Training verletzungsbedingt abbrechen.

Ganz andere Sorgen hat Coburgs Trainer Jan Gorr. Er musste mit seiner Mannschaft in der letzten Woche die ärgerliche Niederlage gegen den EHV Aue verarbeiten. Nach einem 11:3-Lauf der Auer ließen sich seine Männer in der Schlussviertelstunde komplett den Zahn ziehen: „Wir haben uns von unserem Kurs abbringen lassen, es herrschte Hektik in unserem Spiel. Aue hat das Ruder übernommen. Entscheidend war auch, dass wir im Abwehr-Torwart-Vergleich deutlich unterlegen waren.”, so Gorr. Jetzt gilt es aber das Spiel aus den Köpfen zu verbannen, denn mit Lübbecke wartet ein echtes Schwergewicht der Liga: „Nettelstedt-Lübbecke ist ein verkappter Erstligist – vom Kader und von der Struktur her. Sie sind in dem Jahr noch besser, weil sie eingespielt sind und mit einem Mann wie Roman Becvar noch Qualität dazugewonnen haben”, kennt Gorr die Stärken des TuS. Ein Spiel Augenhöhe, auf das sich am Samstagabend die Fans beider Mannschaften freuen können.

 

19:30 Uhr: TuS Ferndorf – EHV Aue

19:30 Uhr: TuS Ferndorf – EHV Aue

Es sollen endlich Punkte her! Sehnsüchtig warten die Fans in der Ferndorfer Stählerwiese auf den ersten Erfolg ihrer Mannschaft in dieser Saison. Nach den furiosen Auftritten der vergangenen Spielzeit hagelte es bisher zwei Niederlagen. Gegen Hamburg und Essen war der TuS chancenlos. Am Samstag ist der EHV Aue zu Gast: „Wir müssen gegen Aue mit maximaler Bereitschaft auftreten, uns in das Spiel reinkämpfen und so in der Stählerwiese unser wahres Gesicht zeigen. Nur so können wir gegen das körperlich robuste und kampfstarke Spiel des EHV bestehen“, erwartet Ferndorfs Trainer Michael Lerscht eine klare Leistungssteigerung seines Teams. Die wird auch nötig sein, denn der EHV überzeugte am letzten Spieltag und besiegte vollkommen überraschend den HSC Coburg mit einem deutlichen 33:25. Mit einer dementsprechend breiten Brust reisen die Erzgebirgler zum Auswärtsspiel. Rehabilitation der Ferndorfer oder Siegesserie des EHV? Die Fans können sich auf einen spannenden Kampf in der Stählerwiese freuen.

 

19:30 Uhr: TV 05/07 Hüttenberg – VfL Lübeck-Schwartau

19:30 Uhr: TV 05/07 Hüttenberg – VfL Lübeck-Schwartau

Der VfL Lübeck-Schwartau gehört zu den drei Mannschaften, die nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen sind. Dabei hatten es die Hansestädter in der vergangenen Woche schon mit dem Aufstiegskandidaten aus Gummersbach zu tun. Der Sieg gegen die Oberbergischen ein erstes Ausrufezeichen an die Konkurrenz. „Wir legen großen Wert auf die Abwehrarbeit und wollen noch mehr Tempospiel kreieren, um einfache Tore zu erzielen. Im Angriff wollen wir variabel und variantenreich spielen, dafür benötigen wir aber noch etwas Zeit“, ist VfL-Trainer Piotr Przybecki zwar zufrieden mit dem Auftakt, sieht in seiner Mannschaft aber trotzdem noch großes Steigerungspotential. Vielleicht können seine Männer das schon am Samstagabend abrufen.

Da gastiert der VfL beim nächsten Schwergewicht der Liga, dem TV Hüttenberg. Und die Hessen schieben die Favoritenrolle im Vorfeld der Partie ganz von allein an den VfL weiter. „Lübeck muss gewinnen und wir wollen gewinnen. Wir werden alles daransetzen, dass wir die Underdog-Rolle mit Leidenschaft und Kampfgeist füllen“, gibt sich TVH-Kreisläufer Mario Fernandes trotzdem kämpferisch. Denn mit ihrem ausgeglichenen Punktekonto (Auftaktsieg gegen die HSG Konstanz und eine Niederlage gegen den ThSV Eisenach) brauch sich das Team von Trainer Frederik Griesbach keineswegs zu verstecken. Eine spannende Angelegenheit erwartet die Fans im Hüttenberger Sportzentrum.

20:00 Uhr: HSG Konstanz – ASV Hamm-Westfalen

20:00 Uhr: HSG Konstanz – ASV Hamm-Westfalen

Eine schöne Momentaufnahme für den ASV Hamm-Westfalen: Derzeit rangiert die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler an der Tabellenspitze der 2.HBL. Die beiden Siege gegen die SG BBM Bietigheim und den HC Elbflorenz Dresden katapultierten die Westfalen an den Platz an der Sonne. Dementsprechend groß ist derzeit das Selbstvertrauen und die Euphorie im Team. Auf die Bremse treten will auch Rothenpieler nicht, dennoch warnt der Coach vor den anstehenden Hürden: „Nach erfolgreichen 4:0 Punkten müssen wir mit der Favoritenrolle klarkommen. Doch genau dieser Aufgabe stellen wir uns, denn unser Selbstbewusstsein ist ebenso groß wie unser Ehrgeiz. Daher nehmen wir die Herausforderung auch an.“

Und die nächste Herausforderung lautet: Auswärtsspiel bei der HSG Konstanz. Berühmt berüchtigt ist die „Schänzle-Hölle“ für die Stimmung und die Unterstützung der HSG-Fans. In dieser Saison  konnten sie zwar noch keinen Erfolg ihrer Mannschaft feiern, doch im Auftaktspiel gegen Hüttenberg und auch gegen den Erstliga-Absteiger Bietigheim waren Männer vom Bodensee jeweils nah dran am Punktgewinn. „Der Aufsteiger spielt mit sehr viel Leidenschaft. Das Prunkstück der Mannschaft ist zweifellos die bissig und recht aggressiv auftretende Abwehr, die sehr viel Unruhe in den Angriff des jeweiligen Kontrahenten bringen kann. Wenn wir da gewinnen wollen, und den Anspruch haben wir, müssen wir 60 Minuten lang auf dem Gaspedal stehen“,  weiß Hamms Trainer Rothenpieler um die Stärken des Liga-Neulings, die es mit cleverem Angriffsspiel und einer kompromisslosen Deckung einzudämmen gilt.

Foto: TuS N-Lübbecke