02.09.2019  2. Handball-Bundesliga

TVE mit zu wenig Offensivpower - TuS N-Lübbecke siegt klar

Der TV Emsdetten verliert seinen Heimauftakt gegen starke Gäste vom TuS N-Lübbecke mit 19:26 (7:12). Nach der zweiten Saisonniederlage befindet man sich nun auf dem vorletzten Rang der Tabelle und ist am nächsten Spieltag gegen die HSG Krefeld bereits unter Zugzwang.

Wie hat es unser prominenter Gast aus Berlin treffend auf den Punkt gebracht: „Heute hat es nicht sollen sein“, so Bundesbildungsministerin Anja Karliczek nach Spielende. Dabei hatte die Partie gegen den TuS N-Lübbecke verheißungsvoll begonnen. Zum Heimspielauftakt bildeten 1.603 Zuschauer den passenden Rahmen, vom Anpfiff weg war ordentlich Stimmung in der Emshalle. Und unsere Mannschaft trug zu Beginn ihren Teil dazu bei. Nach Toren von Johannes Wasielewski, Yannick Dräger, Dirk Holzner und Sören Kress führte der TVE nach neun Minuten mit 4:3, zudem hatte zu diesem frühen Zeitpunkt Torwart Konstantin Madert schon vier Paraden zu verzeichnen. Doch anschließend riss der Spielfaden, ganze 17 Minuten blieb der Torerfolg vorne aus, nur `Konsti´ mit weiteren Paraden und eine funktionierende Defensive sorgten dafür, dass es zur 26. Spielminute “nur“ 4:10 aus Sicht der Gastgeber stand. Ganze 14 Angriffsversuche blieben in dieser Zeit erfolglos, technische Fehler und mangelnde Chancenauswertung der Grund dafür. Großes Aufatmen, als Johannes Wasielewski mit seinem 2. Treffer diesen `Bann´ gebrochen hatte. Bis zum Seitenwechsel folgten weitere Treffer durch Yannick Dräger und Jorn Smits, so dass bei einem Pausenstand von 7:12 noch Hoffnung bestand.

Und diese erhielt mit Beginn der zweiten Halbzeit einen weiteren Schub. Der TVE am Drücker, Jorn Smits, Yannick Dräger sowie Sven Weßeling mit seinem ersten Treffer in der 36. Spielminute konnten auf 10:14 verkürzen. Es war ordentlich Stimmung auf den Tribünen, die Fans glaubten wieder an ihre Mannschaft. Doch eine unglückliche Zeitstrafe für Jorn Smits und technische Fehler im Angriff ließen den Gast aus Ostwestfalen mit leichten Toren im Tempogegenstoß erstmalig auf sieben Tore davonziehen (10:17). “Der Drops war gelutscht“, die Verunsicherung unserer Mannschaft anschließend bis unter´s Hallendach spürbar. Lediglich Torwart Maurice Paske, der in der 44. Spielminute von Trainer Daniel Kubeš zwischen die Pfosten beordert wurde, hielt mit fünf Paraden – davon einige Hundertprozentige - bis Spielende den 7-Tore-Rückstand. Endstand der Partie: 19:26.

Statistik zum Spiel: Konstantin Madert (1. bis 43. Minute) 11 Paraden/davon ein Siebenmeter, Maurice Paske (44. bis 60. Minute) 6 Paraden/davon ein Siebenmeter, Ole Lücke (n. e.), Paul Kolk, Sören Kress (2), Dirk Holzner (3), Jan Mojžíš (1), Yannick Dräger (2), Marcel Schliedermann, Jorn Smits (3), Yannick Terhaer (2), Karl Toom, Johannes Wasielewski (5), Tim Weischer (n. e.), Sven Weßeling (1)

Quelle: TV Emsdetten

Foto: Dreismann