13.10.2019  2. Handball-Bundesliga

TuS N-Lübbecke siegt 30:25 gegen Hüttenberg

Nach drei Niederlagen in Folge feiert der TuS N-Lübbecke wieder einen Sieg! Mit 30:25 setzt sich Lübbecke gegen den TV Hüttenberg durch. Besonders der starke Start und die Schlussphase sicherten Nettelstedt den Erfolg. Der TuS zieht damit auf Platz 12, punktgleich mit Lübeck-Schwartau und Elbflorenz. Hüttenberg steht nur ganz knapp vor den Abstiegsplätzen.

Der 5:1-Anfang bis zur 11. Spielminute und ein 6:1-Lauf in den Minuten 50 bis 60 waren entscheidend: Wenigstens fürs Erste ist der Knoten – nach zuvor drei Niederlagen in Folge – für den TuS N-Lübbecke (endlich) geplatzt: 25:20 (12:10) im Heimspiel über den TV Hüttenberg gewonnen – und zwar letztlich verdient! In den ersten Sekunden nach dem Schlusspfiff hüpften die Handballer vor Freude im Kreis wie die Kinder. Ein durchaus gewohntes Bild. Nur dieses Mal waren es nicht die Gäste, die so riesig erleichtert waren, wie noch vor 14 Tagen die Männer des TuS Ferndorf. Dieses Mal freuten sich die Jungs vom Wiehen mit ihrem ebenfalls sehr gut gelaunten Coach Emir Kurtagic. Gerade gegen seinen alten Verein wollte Emir siegen – und es gelang! Die stärksten TuS-Akteure in der Schlussphase waren der ins Tor gekommene Johannes Jepsen und im „Vorwärtsgang“ besonders Valentin Spohn. Nettelstedt ist bei jetzt 7:9 Zählern in der Tabelle auf Rang 12 geklettert.

Zum Spielverlauf: Wie erwähnt gelang der Start den Nettelstedtern hervorragend, wozu sich auch drei Paraden von Peter Tatai gesellten. Jó Gerrit Genz fand die Lücke zum 1:0 (2. Minute) und schlenzte das kleine Leder gekonnt zum 2:1 in die Hüttenberger Maschen (4.). Bei zweiter Welle landete Mo Schade das 3:1 (5.) und Jens Bechtloff verwandelte vom Punkt zum 4:1 (7.). Nach Tatai-Assist gelang im Tempogegenstoß Peter Strosack gar das 5:1 (11.).

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Am Ende fällt es leider deutlich aus. . Niko Weber konnte mit seinen 11 Paraden (4 Siebenmeter) die nächste Auswärtsniederlage leider nicht verhindern. . Lange waren wir auf Augenhöhe mit unserem Gastgeber, zum Ende hin konnte sich der TuS N-Lübbecke jedoch absetzen und entschied die Partie für sich. . Die Blau-Weiß-Roten bleiben somit weiterhin ohne Auswärtspunkte. Kommenden Freitag (18.10., 19.30 Uhr) wollen wir gegen den EHV Aue die Festung Mittelhessen wieder aufleben lassen. . Zur Partie im "Hexenkessel Mittelhessen" sind noch Tickets erhältlich! (https://www.huettenberg-handball.de/ticketshop/) . @2handballbundesliga | @Handball-Deutschland.TV #NLBTVH #DasOriginalAusMittelhessen #LoftOffsKärnche

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Größer wurde der Toreabstand zwar nicht, doch der TuS zeigte weiter eine ordentliche Partie und kam auch zu sehenswerten Treffern. Das 6:2 (13.) erzielte Marian Orlowski in Unterzahl. Das Tor zum 7:4 hämmerte Jó Gerrit Genz beeindruckend in den Winkel (18.). Die weiteren Lübbecker Torerfolge vor der Pause: 8:5 (21.) durch Moritz Schade, 9:6 (22.) von Roman Becvar, als er eine Lücke fand, 10:8 Dominik Ebner – und zwar in Unterzahl, 11:8 Bechtloff, es war ein Tempogegenstoß und „Feile“ hob den Ball dabei klasse über TVH-Schlussmann Weber hinweg, 12:9 Valentin Spohn, 13 Sekunden vor dem Pausenpfiff. Dann 12:10 zur Pause – das las sich gut, war aber natürlich noch lange kein Garant für den doppelten Punktgewinn nach 60 Minuten. Mit der recht offensiven Deckung (3-2-1) kamen die Lübbecker ganz gut zurecht. Sie gingen weite Wege, waren immens in Bewegung. So muss man bekanntlich gegen eine solche Defensive spielen.

Auch in der 2. Halbzeit kamen die Hüttenberger kein einziges Mal in Führung. Zweimal Gleichstand – das war es schon, beim 1:1 (3. Minute) und später, als es kurz 19:19 stand (50.). Die Kurtagic-Schützlinge spielten weiterhin auf konstantem Niveau. Zu Buche schlugen im Grunde aber schon die vier verworfenen TuS-Siebenmeter, davon drei nach der Pause. Sei’s drum. Erwähnenswert waren im weiteren Verlauf die allermeisten Nettelstedter Tore. So Jó Gerrit Genz mit seinem 14:11 (34.) im Tempogegenstoß und auch das 15:11 (36.) von Käpt’n Marian Orlowski mit einem Hammer unter die Latte war bestens. Und Peter Strosack zeigte einen Dreher zum 16:12 (38.).

Zwei Fehlwürfe und ein Ballverlust ermöglichten es Hüttenberg, bis auf 16:15 (43.), 17:16 (45.) und 18:17 (47.) fast aufzuschließen. Nach dem 19:19-Ausgleich durch Schreiber (50.) drohte doch wieder ein unangenehmes Ende für die Lübbecker Mannschaft. Was aber folgte war der anfangs erwähnte 6:1-Lauf, der zum verdienten Sieg führte. Im Kasten Johannes Jepsen und auf dem Feld vor allem Valentin Spohn machten jetzt den stärksten Eindruck beim TuS. Und doch war es gleichsam auch ein Sieg des gesamten Teams in den Schlussminuten. Die Tore 20 bis 25 für den TuS im Telegrammstil: 20:19 (51.) Spohn ins lange Eck, 21:19 (52.) Spohn, um die eigene Achse gedreht, plötzlich auf links bis halblinks völlig frei, 22:19 (54.), Jens Bechtloff vom Kreis, 23:19 (57.) Spohn ins lange Eck, 24:19 (58.) Peter Strosack im Tempogegenstoß, 25:19 (60.) Roman Becvar. In dieser Phase aber auch: Paraden von Johannes Jepsen, darunter ein Siebenmeter. Letzter Treffer des Abends: Schreiber für Hüttenberg zum 25:20-Endstand.

TuS N-Lübbecke: Tatai (8 Paraden) (1. bis 22., 26. bis 50.), Jepsen (5/2 Paraden) (22. bis 26. und ab 50.); Brune (n.e.) Becvar (2), Genz (6), Bechtloff (3/1), Ebner (1), Gierak, Bagaric, Strosack (3), Mundus (n.e.), Spohn (5), Schade (3), Orlowski (2), Speckmann (n.e.).

TV Hüttenberg: Plaue (n.e.), Weber (12/4 Paraden); Fuß (4), Sklenak (1), Lambrecht (1), Rompf, Zörb (1), Fernandes (2), Mubenzem (1), Hübscher (2), Zintel (3/1), Klein (1), Schreiber (4).

Siebenmeter: 5/1 : 3/1 (Weber hält gegen Bechtloff, Strosack, Ebner und Genz; Jepsen hält gegen Zintel und Hübscher)

Zeitstrafen: 10:6 (min.) = (2 x Bagaric (12., 16.), Gierak (21.), Spohn (24.), Ebner (55.); Zörb (21.), Lambrecht (41.), Fuß (56.))

Spielfilm: 1:1 (3.), 5:1 (11.), 6:4 (16.), 8:5 (21.), 9:6 (22.), 9:8 (25.),11:8 (29.), 12:10 (30.) – 13:11 (32.), 15:11 (36.), 16:12 (38.), 16:15 (43.), 18:16 (46.), 19:17 (47.), 19:19 (50.), 25:19 (60.), 25:20 (60.)

Schiedsrichter: Fabian Friedel / Rick Herrmann

Zuschauer: 1.402 in der Merkur Arena Lübbecke

Quelle: TUS N-Lübbecke

Foto: Krato