07.02.2020  2. HBL

Der Freitag in der 2. HBL - Bietigheim feiert Sieg im Verfolgerduell, Spitzenreiter Coburg verliert

Was für ein spektakulärer Abend in der 2. HBL! TuSEM Essen und die SG BBM Bietigheim schenkten sich im Verfolgerduell aber mal gar nichts, boten den Zuschauern in der Halle "Am Hallo" einen tollen Kampf. Das bessere Ende gehörte den Gästen, Jonas Link netzte Sekunden vor Ende zum Sieg ein. Auch in der Merkur Arena zu Lübbecke kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Der TuS ließ die Muskeln spielen und dem Tabellenführer aus Coburg keine Chance. Dritter Sieger des Abends ist der Handball Sport Verein Hamburg, der den HC Elbflorenz 2006 bezwingen konnte.

TuSEM Essen - SG BBM Bietigheim 31:32 (15:12)

Die SG BBM Bietigheim um Spielmacher und Weltmeister Michael "Mimi" Kraus hat das Verfolgerduell gegen den TuSEM aus Essen für sich entschieden. Dabei erwischten die Gastgeber den deutlich besseren Start, lagen schnell mit 4:0 in Front und konnten diesen Vorsprung die gesamte erste Hälfte über behaupten. Auch nach Wiederbeginn machte Essen den etwas stärkeren Eindruck, 21:16 führten die Hausherren nach 38 Spielminuten. Doch Bietigheim gab sich längst nicht auf, stand von Minute zu Minute besser in der Abwehr und spielte im Angriff seine ganze Erfahrung aus. Beim 25:25 (49.) glichen die Gäste erstmals aus, Essen konnte in den folgenden Minuten jedoch zurückschlagen und stets vorlegen. Der letzte Angriff beim Zwischenstand von 31:31 sollte dann aber dem Bundesligaabsteiger gehören. Fünf Sekunden vor Ende kam der Ball zu Jonas Link, der Essens Torwart Fredrik Genz keine Chance ließ. Zwei absolute big points für die SG BBM Bietigheim. Für den TuSEM hingegen eine letztlich vermeidbare und enorm bittere Niederlage.

TuS N-Lübbecke - HSC 2000 Coburg 26:21 (13:8)

Für den Tabellenführer der 2. HBL gab es beim TuS N-Lübbecke am Abend nichts zu holen. Die Hausherren legten fulminant los, führten bereits nach 14 Spielminuten mit 10:4. Die Abwehr der Gastgeber mischte Beton an und hatte dahinter auch noch Torhüter Peter Tatai, der letztlich auf eine überragend Quote von 42 Prozent gehaltener Bälle kam. Die Gäste hingegen wurden in der 22. Minute zusätzlich durch eine rote Karte gegen Tobias Varvne geschwächt. Der HSC gab sich in Hälfte zwei nicht auf, versuchte noch einmal alles, doch die starken Lübbecker hatten stets die richtige Antwort parat. So war die fünfte Saisonniederlage des Spitzenreiters nur noch eine Frage der Zeit. Der TuS hingegen untermauert seine starke Form und greift allmählich ins Aufstiegsrennen ein.

Handball Sport Verein Hamburg - HC Elbflorenz 2006 28:25 (15:10)

Auch der Handball Sport Verein Hamburg konnte die Punkte in eigener Halle behalten und den HC Elbflorenz 2006 in einer engen Partie bezwingen. Hamburg erwischte einen Blitzstart, führte nach zehn Minuten bereits mit 7:2. Dieser Hypothek rannten die Gäste aus Dresden die gesamte erste Spielhälfte hinterher. Bis zum zwischenzeitlichen 22:17 (42.) zeichnete sich ein ungefährdeter Heimsieg des Jansen-Teams ab, doch die Gäste fanden anschließend so richtig in die Partie. Durch einen 6:2-Lauf des HC Elbflorenz war das Spiel Minuten vor Ende plötzlich wieder ausgeglichen und offen. Lukas Ossenkopp und Thies Bergemann ließen die Zuschauer in der Sporthalle Hamburg dann aber erneut jubeln und sorgten mit ihrem Doppelschlag für die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber.

Foto: Wolf