25.11.2019  2. HBL

Hamburg rückt nach Sieg über Rimpar auf Tabellenplatz 6

Am 13. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga hatte der Handball Sport Verein Hamburg am Sonntagnachmittag die DJK Rimpar Wölfe zu Gast in der Sporthalle Hamburg. Vor 2.981 Zuschauern setzten sich die Hamburger sehr deutlich gegen die Gäste aus Unterfranken durch, die nie richtig ins Spiel fanden. Durch den Sieg steht der HSVH nach diesem Spieltag auf Platz sechs, während die Wölfe, die vor dem Spieltag punktgleich mit den Hamburger waren, auf Rang elf abrutschen. Bis auf wenige Minuten wusste der HSVH gegen ideenlose Gäste zu überzeugen.

Trainer Torsten Jansen musste kurzfristig auch auf Kreisläufer Dominik Vogt verzichten. Der 21-Jährige hat sich im Training einen Sehnenabriss am linken Handgelenk zugezogen und fällt mehrere Wochen aus. So startete Jansen, dem nach dem Vogt-Ausfall nur elf gesunde Feldspieler zur Verfügung standen, mit den beiden Kapitänen Niklas Weller und Lukas Ossenkopp im Mittelblock. Und die Hamburger Abwehr machte ihre Sache gleich von Beginn an sehr gut. Nach Philipp Bauers Tor zum 1:0 (1.) konnte Rimpar zwar bis zum 2:2 (6.) ausgleichen, fand dann aber keine Lösungen gegen die HSVH-Defensive. So blieben die Wölfe fast zehn Minuten lang ohne eigenen Treffer und die Hamburger konnten sich durch Tore von Weller (3:2, 6.), Bauer (4:2, 9.) und Ossenkopp (5:2, 13.) auf drei Tore absetzen. Als dann erst Bauers Wurf zur ersten Vier-Tore-Führung am Pfosten scheiterte und auch Weller den Abpraller nicht an Rimpar-Keeper Max Brustmann vorbeibrachte (14.), wachten die Wölfe kurz wieder auf. Nach den Gäste-Toren zum 5:3 (15.) und 5:4 (16.) kann Hamburg sich nach einem viel zu leichten Ballverlust glücklich schätzen, dass Rimpars Benedikt Brielmeier frei vor Aron Edvardsson die Nerven versagten, sein Aufsetzer das Tor weit verfehlte und er somit die einzige Chance zum 5:5-Ausgleich liegen ließ. Jansen nahm dann im richtigen Moment die Auszeit und der HSVH konnte sich wieder sammeln (17.). Durch Tore von Ossenkopp, Thies Bergemann und Jonas Gertges gelang dann doch die erste Vier-Tore-Führung (8:4, 21.), weil Aron Edvardsson in dieser Phase gleich zwei Bälle parieren konnte (19. und 20.). Und auch in den folgenden Minuten ebnete Edvardsson durch weitere Paraden (24., 25. und 29.) den Weg, so dass Lukas Ossenkopp erst auf fünf (10:5, 26.), dann auf sechs (11:5, 28.) und dann erstmals auf sieben Tore Vorsprung (12:5, 29.) erhöhen konnte. Per Siebenmeter verkürzte Rimpar vor dem Pausenpfiff noch zum Halbzeitstand von 12:6 (30.).

 

Vorentscheidung fiel schon früh

 

Mit Schwung kamen die Gäste dann aus der Pause und verkürzten schnell wieder auf vier Tore (13:9, 33.). Doch dann war wieder die Luft raus und näher heran kamen die Wölfe nicht mehr. Ein Hamburger Doppelschlag stellte erst den Sechs-Tore-Abstand wieder her (15:9, 37.) und als dann erst Niklas Weller per Siebenmeter zum 16:10 (40.) erfolgreich war und dann sowohl Aron Edvardsson (17:10, 41.) nach einer Parade und Jonas Gertges (18:10, 41.) jeweils ins leere Wölfe-Tor trafen, war Hamburg erstmals mit acht Toren in Führung und endgültig auf der Siegerstraße. Edvardsson trug mit weiteren Paraden seinen Teil dazu bei, dass Niklas Weller dann in der 50. Minute per Siebenmeter sogar auf neun Tore erhöhen konnte (22:13). Thies Bergemann schraubte das Ergebnis nach einem Gegenstoß dann sogar auf 25:15 (54.) in die Höhe. Mit seinem ersten Saisontor baute Jan Kleineidam die Führung bei 26:25 sogar zwischenzeitig auf elf Tore aus (56.). Am Ende stand es 28:18 und während Hamburg jubelte, fuhr Rimpar ohne Punkte nach Hause.

 

Spielstatistik

Handball Sport Verein Hamburg: Edvardsson (1 Tor), Kokoszka, van den Beucken (n.e.) – Weller (6), Bergemann, Ossenkopp (beide 5), Bauer, Gertges (beide 4), Kleineidam, Tissier, Forstbauer (alle 1), Lackovic, Fick, Fuchs

 

Foto: Huter