08.12.2019  2. HBL

Hamburg empfängt aufstrebende Emsdetter

Der Nachfolgeverein des Champions-League-Siegers von 2013 hat sich nach der Insolvenz 2015 mit verändertem Konzept wieder erfolgreich auf den Weg in den Bundesliga-Handball begeben und spielt aktuell seine zweite Saison in der 2. Liga. Mit Erfolg, nach dem Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit hat man sich in der Hansestadt nun höhere Ziele gesetzt. Mit aktuell 15:13 Punkten und dem damit verbundenen 7. Tabellenplatz steht das Team von Trainer Torsten Jansen – als Spieler einer unserer Weltmeister im „Wintermärchen“ von 2007 – bislang gut da. Beindruckend ist die Heimstärke des HSV in der Sporthalle Hamburg, die mit einem Zuschauerschnitt von knapp 3.000 Zuschauern zu den Top-Adressen der Liga zählt.

Am Sonntag um 17.00 Uhr ist der TV Emsdetten zu Gast in der Sporthalle Hamburg. Am 15. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga (2. HBL) will der Handball Sport Verein Hamburg gegen den TVE seinen fünften Heimsieg in Serie feiern, den siebten in dieser Saison. Trainer Torsten Jansen muss dabei erneut auf mehrere Spieler verzichten, hat dafür aber erstmals in dieser Saison einen Spieler aus der erfolgreichen U19 in den Herren-Kader berufen.

Die Gäste aus Emsdetten stehen nach 14 Spielen auf dem vorletzten Platz (17.), haben aber gerade in der vergangenen Woche einen Punkt gegen den TV Hüttenberg geholt. Im Tabellenkeller geht es allerdings aktuell sehr eng zu: der 16. HSG Konstanz ist punktgleich mit dem TVE (9:19), und auch der VfL Lübeck-Schwartau hat als 13. nur zwei Punkte Vorsprung (11:17). Mit einem Sieg können sich die Emsländer von Trainer Daniel Kubes zumindest aus der Abstiegszone befreien. Gefahr droht durch den frühen Zeitpunkt der Saison zwar noch nicht, angenehm ist der Blick auf die Tabelle als Vorletzter aber sicher nicht. In dieser Saison hat der TVE in einer ausgeglichenen und hochklassigen Liga noch nicht zu seiner Stärke gefunden. Im Vorjahr startete der TVE mit fünf Siegen aus sechs Spielen in die Saison und hielt sich so die gesamte Spielzeit über von den Abstiegsrängen fern. Am Ende landete das Kubes-Team auf Platz 14 und musste dann im Sommer unter anderem die Abgänge von Torjäger Janko Bozovic (196 Tore, jetzt beim VfL Gummersbach), sowie von Rechtsaußen Marten Franke und Spielmacher Merten Krings (beide zum ASV Hamm-Westfalen) kompensieren. Unter anderem sicherte sich der TVE die Dienste des Rückraumrechten Johannes Wasielewski, der vom Absteiger Dessau-Roßlau kam und schon 80 Tore in dieser Saison verbuchen konnte. Zusammen mit Siebenmeter-Schütze Dirk Holzner (87 Tore) ist Wasielewski erfolgreichster Torjäger des TVE. Aufgrund der Verletzung von Rechtsaußen Yannick Terhaer musste der TVE vergangene Woche noch einmal kurzfristig reagieren und verpflichtete den 20-jährigen Linkshänder Maxim Schalles vom TBV Lemgo, der in Hamburg sein zweiten Spiel für den TVE bestreiten wird und in Lemgo schon Erstliga-Luft schnuppern durfte.

Auch beim Handball Sport Verein Hamburg sind verletzungsbedingte Ausfälle derzeit ein großes Thema. Neben Finn Wullenweber, Dominik Axmann, Jens Schöngarth, Tobias Schimmelbauer und Dominik Vogt fällt auch Jan Kleineidam wieder aus, nachdem er sich unter der Woche erneut am Fuß verletzt hat. Und da Trainer Torsten Jansen so nur 13 gesunde Spieler (davon drei Torhüter) zur Verfügung hat, rutscht U19-Spieler Jan-Erik Kaage am Sonntag erstmals mit in den Herren-Kader. Der 18-Jährige hat besonders in den vergangenen Spielen der U19 auf sich aufmerksam gemacht und trug mit 38 Toren in den letzten fünf Partien maßgeblich zum Einzug seines Teams in die Meisterrunde der Jugend-Bundesliga bei. Kaage trainierte am Donnerstag bereits mit den Herren, tritt mit der U19 noch am Samstag beim Auswärtsspiel in Dormagen an und kann dann am Sonntag auf seinen ersten Zweitliga-Einsatz hoffen.

Foto: Huter

Quelle: Hamburg